Nachdem wir gestern über die Probleme mit nicht erklärbaren Abbuchungen durch Apple in Ungarn berichtet haben, sind bei uns mehrere Meldungen von Nutzern eingegangen, die sich in Deutschland mit vergleichbaren Problemen konfrontiert sehen.
In einzelnen Fällen sind dabei über mehrere Wochen hinweg verschiedene Abbuchungen durch den App Store aufgelaufen, die vom Besitzer der belasteten Kreditkarte nicht veranlasst wurden. Andere Nutzer berichten von Einzelfällen, die eher als Ausnahme zu betrachten sind, dennoch aber zu denken geben.
Hinweis auf der Webseite der ungarischen MBH Bank
In allen uns bislang bekannten Fällen wurden die bei Apple Pay hinterlegten Zahlungsmittel belastet, also durch Fremdeinwirkung oder auch einen Softwarefehler eine Apple-Pay-Belastung ausgelöst. Ein direkter finanzieller Schaden ist glücklicherweise wohl keinem der betroffenen Nutzer entstanden. Die Zahlungen konnten stets wieder rückgängig gemacht werden.
Nehmt diese Meldungen am besten zum Anlass, aufmerksam die auf eurer Kartenabrechnung verzeichneten Umsätze zu prüfen. Zumeist handelt es sich bei den Abbuchungen nämlich nur um sehr niedrige Beträge, die bei Nutzern, die regelmäßig Apple Pay verwenden, gar nicht unbedingt auffallen müssen.
Apple: Fehlabbuchungen in Ungarn technisches Problem
Ob tatsächlich ein Zusammenhang mit den aus Ungarn gemeldeten Problemen besteht, ist derweil noch völlig offen. Dort hat sich mittlerweile der nationale Bankenverband eingeschaltet und bestätigt, dass verschiedene Finanzdienstleister davon betroffen sind. Inzwischen scheint zudem festzustehen, dass es sich bei den Fehlbuchungen ausschließlich um erneut ausgeführte Transaktionen zu früheren oder noch bestehenden Abonnements und Käufen handelt. Bargeldabhebungen oder dergleichen seien nicht betroffen. Dies scheint zu bestätigen, dass es sich um einen Softwarefehler handelt, der erneute Buchungen von vergangenen Käufen auslöst.
Auch Apple lässt inzwischen verlauten, dass es sich bei den Vorgängen um ein technisches Problem handelt. Der ungarische Bankenverband hat inzwischen auch ein Statement von Apple erhalten. Darin heißt es, dass keinerlei Anzeichen von Missbrauch vorliegen und auch keine Daten kompromittiert wurden. Man kümmere sich um die Rückerstattung der aufgrund des technischen Problems zu Unrecht abgezogenen Beträge.
