Wer bereits die Möglichkeit hatte, den fortgeschrittenen Audio-Modus der offiziellen ChatGPT-Applikation auszuprobieren, stellt sich wahrscheinlich nicht die Frage, ob Siri noch in der gleichen Liga spielt, sondern überlegt eher, ob Apples Sprachassistenz überhaupt in der gleichen Sportart antritt.
Schon in iOS 19: Siri mit LLM-Fundament
Apple weiß um die schlechte Performance der eigenen Sprachassistenz und soll derzeit an einer überarbeiteten Ausgabe arbeiten, die Siri durch den Einsatz fortschrittlicher LLM-Sprachmodelle dialogfähiger und leistungsstärker machen soll.
In Cupertino verfolgt man damit das Ziel, zu Konkurrenzangeboten wie ChatGPT oder Googles Gemini aufzuschließen. Die Veröffentlichung der neuen Siri-Funktionen soll dabei für 2026 geplant sein. Dies berichtet der Wirtschaftsnachrichten-Dienst Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Mitarbeiter.
Die überarbeitete Siri soll komplexere Aufgaben schneller bewältigen und enger mit Drittanbieter-Apps zusammenarbeiten. Funktionen wie das Verfassen und Zusammenfassen von Texten sollen ebenfalls möglich sein. Gleichzeitig will Apple besonderen Wert auf den Schutz der Nutzerdaten legen.
Die aufgewertete Sprachassistenz wird derzeit als eigenständige App auf verschiedenen Geräten getestet. Langfristig hat Apple offenbar vor, die aktuelle Siri vollständig durch die Neuentwicklung zu ersetzen. Die Markteinführung soll mit den neuen Betriebssystemen iOS 19 und macOS 16 erfolgen.
Schon jetzt leistungsfähiger
Bereits mit der Einführung von „Apple Intelligence“ im Herbst gab es erste Veränderungen. Siri versteht nun kontextbezogene Anfragen besser und kann Befehle auch schriftlich entgegennehmen, Aufgaben an ChatGPT delegieren und ist zusätzlich in der Lage, zwischen einfachen und komplexen Anfragen zu unterscheiden und diese entsprechend zu verarbeiten.
Siri gewährt ChatGPT Zugriff auf Bildschirminhalte
Apple bereitet Siri auf neue Funktionen vor
Langfristig plant Apple, Siri so weiterzuentwickeln, dass die Interaktionen menschlichen Konversationen ähneln. Gleichzeitig soll die Sprachassistenz unabhängig von Drittanbietern wie ChatGPT bleiben.
