Während der WWDC 2025-Keynote vor etwa eineinhalb Wochen hat Apple einige neue Software-Updates für viele Apple-Geräte vorgestellt, darunter auch das neue iPadOS 26. Bei der Leistungsfähigkeit, die aktuelle iPads, allen voran die iPad Pro-Modelle, mitbringen, fragt man sich immer wieder, warum Apple es nicht ermöglicht, auch macOS als Betriebssystem auf dem iPad nutzen zu können.

In einem neuen Interview mit dem Tech-Blogger Federico Viticci von MacStories hat Apples Software-Chef Craig Federighi während der WWDC in der vergangenen Woche die Gründe genannt, warum es bei iPadOS auf dem iPad bleibt und es trotz des Strebens nach Einheit zwischen den verschiedenen Plattformen kein macOS auf das Apple-Tablet schaffen wird.

„Wir wollen kein Boot-Auto oder so etwas wie einen Göffel entwickeln. Ich weiß nicht, ob es so etwas in Italien gibt. Jemand sagte: ‚Wenn ein Löffel toll ist und eine Gabel toll ist, dann kombinieren wir sie doch zu einem einzigen Besteckteil, oder?‘ Es stellte sich heraus, dass es weder ein guter Löffel noch eine gute Gabel ist. Es ist eine schlechte Idee. Und deshalb wollen wir keine Göffel entwickeln.“

Federico Viticci befragte Craig Federighi auch, wie Apple die Idee eines plattformübergreifenden einheitlichen Design gegenüber der Tatsache abwäge, dass jedes Gerät im Portfolio laut Apple eine eigene Daseinsberechtigung habe.

„Absolute Einheitlichkeit würde bedeuten, auf nichts zu optimieren. Wir wollen Einheitlichkeit, wo es sinnvoll ist, aber wir passen diese Erfahrungen an jedes Gerät an.“

Vitucci brauchte dann auch nicht einmal selbst die Frage stellen, ob macOS auf dem iPad laufen könne und solle, da Federighi selbst auf das Thema zu sprechen kommt.“

„Ich glaube nicht, dass das iPad macOS laufen lassen sollte, aber ich denke, dass das iPad von Elementen des Mac inspiriert sein kann. Ich glaube, dass der Mac von Elementen des iPad inspiriert sein kann, und ich denke, dass das schon sehr oft passiert ist.“

Apple ist also mit anderen Worten davon überzeugt, dass die Einführung von macOS auf dem iPad den einzigartigen Grund für die separate Existenz jedes Produkts zunichte machen würde. Gegen diese Argumentation gibt es grundsätzlich nichts auszusetzen.

Federighi beantwortete auch die Frage, warum die neuen Fenster- und Multitasking-Features von iPadOS 26 so lange auf sich warten ließen, und lieferte eine Reihe von Gründen: Zum einen gab es in den Anfängen des iPads einige Leistungsbeschränkungen, außerdem hat man auf das Feedback von Power-Usern im Verlauf der Jahre reagiert, und zudem zeigte man sich zurückhaltend, von Anfang an Mac-ähnliche Funktionen hinzuzufügen, die vom eigentlichen Wesen des iPads ablenken könnten.

Das gesamte Interview von Federico Viticci mit Craig Federighi findet sich auf der MacStories-Website. Dort beantwortet der Apple-Software-Chef auch die philosophische Frage, „Was ist ein iPad im Jahr 2025?“.

Der Beitrag Craig Federighi: Darum sollte macOS nicht auf einem iPad laufen erschien zuerst auf appgefahren.de.

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