Apple legt Berufung gegen die 500 Millionen Euro hohe Strafzahlung ein, die dem Unternehmen in der Europäischen Union wegen Verstößen gegen den Digital Markets Act droht. Apple hält die Höhe der Strafe für „beispiellos“ und für weit über den gesetzlichen Rahmen hinausgehend.

Gegenüber MacRumors teilte Apple im Rahmen eines Statements mit:

„Wir haben heute Berufung eingelegt, weil wir der Meinung sind, dass die Entscheidung der Europäischen Kommission – und ihre beispiellose Geldstrafe – weit über das hinausgehen, was das Gesetz verlangt. Wie unsere Berufung zeigen wird, schreibt uns die Europäische Kommission vor, wie wir unseren Shop zu betreiben haben, und zwingt uns Geschäftsbedingungen auf, die für Entwickler verwirrend und für Nutzer schlecht sind. Wir haben diese Maßnahmen ergriffen, um hohe Geldstrafen zu vermeiden, und werden dem Gerichtshof die Fakten darlegen.“

Die Geldstrafe war im April verhängt worden. Die EU-Kommission sah die Möglichkeiten der Entwickler, Drittanbieter-Bezahloptionen in ihren Apps einzubauen oder auf diese hinzuweisen als nicht ausreichend an. In dem dazugehörigen Urteil hieß es:

„App-Entwickler, die ihre Apps über den App Store von Apple vertreiben, sollten in der Lage sein, ihre Kunden kostenlos über alternative Angebote außerhalb des App Stores zu informieren, sie zu diesen Angeboten zu leiten und ihnen den Kauf zu ermöglichen.“

Zusätzlich zur Geldstrafe wurde Apple von der Kommission auch dazu angewiesen, in diesem Bereich entsprechend nachzubessern. Diese Nachbesserung wurde Ende Juni umgesetzt. Seither können Apps, die im EU-App-Store vertrieben werden, auf externe Zahlungsmöglichkeiten verweisen und diese verwenden.

Zum 1. Januar 2026 werden auch Änderungen an der Gebührenstruktur wirksam. Ab diesem Datum werden für Entwickler innerhalb der EU eine Core Technology Kommission, eine Gebühr für die Erstanschaffung und eine Gebühr für Store Services fällig. Die Höhe der Gebühren ist abhängig von den gewählten Services. Auch die Art und Weise der Umsetzung dieser Gebührenstruktur wurde durch die EU-Kommission beeinflusst.

Apple will gegen die Einmischung der EU vorgehen

Apple will im Rahmen des Berufungsverfahren argumentieren, dass die Europäische Kommission dem Unternehmen vorschreiben wolle, wie es sein Geschäft zu betreiben habe. Auch habe die Kommission laut Apple die im Digital Markets Act festgehaltenen Regeln deutlich erweitert. Ob das Unternehmen Recht bekommt, ist fraglich.

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