Apple hat gestern bekanntgegeben, dass man das zuvor auf den Weg gebrachte Investitionspaket in den USA von 500 Milliarden US-Dollar auf weitere 100 Milliarden USD aufstockt. Zudem plant der Tech-Konzern, zusammen mit dem Hersteller Corning alle iPhone- und Apple Watch-Frontgläser im US-Bundesstaat Kentucky herzustellen.

„Wir sind stolz darauf, unsere Investitionen in den Vereinigten Staaten über einen Zeitraum von vier Jahren auf 600 Milliarden US-Dollar zu erhöhen und unser neues Programm zur Förderung der amerikanischen Fertigungsindustrie zu starten. Dazu gehören neue und erweiterte Kooperationen mit zehn Unternehmen in ganz Amerika. Diese produzieren Komponenten, die in Apple-Produkten verwendet werden, die weltweit verkauft werden, und wir sind dem Präsidenten für seine Unterstützung dankbar.“

Das berichtet Apple-CEO Tim Cook in einer Pressemitteilung zum Thema. Bereits jetzt kooperiert Apple mit Tausenden von Zulieferern in allen 50 US-Bundesstaaten zusammen und unterstützt damit laut eigener Aussage mehr als 450.000 Arbeitsplätze bei Zulieferern und Partnern. In den nächsten vier Jahren plant Apple, 20.000 Personen in den USA direkt einzustellen – die überwiegende Mehrheit davon in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Siliziumtechnik, Softwareentwicklung sowie KI und maschinelles Lernen.

2,5 Milliarden USD fließen in Zusammenarbeit mit Corning

Das nun aufgelegte Fertigungsprogramm, betitelt mit American Manufacturing Programm (AMP), soll darauf abzielen, fortschrittliche Fertigungstechnologien in die Vereinigten Staaten zu bringen. Zu den Partnern des AMP gehören unter anderem Corning, Coherent, GlobalWafers America, Applied Materials, Amkor, Texas Instruments, Samsung, GlobalFoundries und Broadcom.

Rund 2,5 Milliarden USD aus dem Programm soll für die Partnerschaft mit Corning verwendet werden, um in der Corning-Fabrik in Harrodsburg, Kentucky „die weltweit größte und modernste Produktionslinie für Smartphone-Gläser“ zu errichten. Laut Apple sollen „bald“ 100 Prozent der Frontgläser für weltweit verkaufte iPhone- und Apple Watch-Modelle in den USA hergestellt werden. Beide Unternehmen planen zudem die Eröffnung eines „Apple-Corning Innovation Centers“ zur Erforschung und Entwicklung neuer Materialien und Fertigungsplattformen.

Schon Anfang dieses Jahres wurde klar, dass Apple die Produktion in den USA ausweiten und den S9-Chip für die Apple Watch in der TSMC-Fabrik in Arizona herstellen lassen wird. Dort wurde zuvor auch schon der A16 Bionic-Chip für das iPhone 15 und iPhone 15 Plus gefertigt.

Im Zuge der gestrigen Pressekonferenz im Weißen Haus zur Bekanntgabe der neuen Investitionen überreichte Tim Cook dem US-Präsidenten Trump zudem ein Geschenk: Ein Sockel aus 24-Karat-Gold mit einem kreisrunden Glasaufsatz, auf dem neben dem Apple-Logo auch der Name des Präsidenten und die Unterschrift von Tim Cook zu finden ist. Wie es scheint, will sich Apple offenbar bei der gegenwärtigen US-Regierung beliebt machen.

Titelbild: Apple.

Der Beitrag Apple investiert weiter in den USA: Corning-Gläser werden in Kentucky hergestellt erschien zuerst auf appgefahren.de.

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