Mit der Prime Trip VD1 Pro hat Baseus eine Dashcam vorgestellt, die sich an Nutzerinnen und Nutzer richtet, die ihr Fahrzeug dauerhaft und ohne aufwendige Verkabelung überwachen möchten. Das Gerät kombiniert eine 4K-Frontkamera mit einer rückseitigen 1080p-Einheit und setzt auf eine Stromversorgung, die neben der Fahrzeugbatterie auch Solarenergie nutzt.

Hinterm Rückspiegel versteckt, stört die Prime Trip VD1 Pro nicht weiter.

Im Handel wird die Dashcam regulär zu einem Listenpreis von 169 Euro angeboten, im Rahmen der aktuellen Prime-Angebote liegt der Preis jedoch bei 129 Euro.

Installation und Nutzung im Alltag

Im Praxistest zeigte sich, dass Baseus den Montageprozess sinnvoll vereinfacht hat. Statt einer direkten permanenten Verklebung mit doppelseitigem 3M-Klebeband liegt eine transparente Statikfolie bei, die ohne Klebstoff an der Windschutzscheibe haftet. Die Kamera wird darauf befestigt und lässt sich so später rückstandsfrei entfernen. Für die rückwärtige Kamera ist ein langes Verbindungskabel im Lieferumfang enthalten, das sich weitgehend unsichtbar entlang der Türdichtungen verlegen lässt. Die Kabel fallen vergleichsweise robust und etwas starr aus, lassen sich aber so positionieren, dass sie im Sichtfeld nicht stören.

Die Kamera klebt auf einem Statikfilm.

Im Set enthalten sind neben den beiden Kameramodulen ein USB-A-auf-USB-C-Kabel, ein 12-Volt-Ladeadapter, Montagematerial, eine 32-GB-Speicherkarte und ein Hebelwerkzeug. Die Einrichtung gelingt über die Baseus-App, die per 5-GHz-WLAN eine Verbindung zwischen Kamera und Smartphone herstellt.

Hier lassen sich Livebilder ansehen, Videos herunterladen und Geräteeinstellungen anpassen. Die App ist übersichtlich aufgebaut, allerdings hatten wir im Test Probleme diese gleichzeitig mit unserem drahtlosen CarPlay-Adapter zu nutzen. Beide Geräte stritten sich um dieselbe WLAN-Verbindung, was den parallelen Betrieb erschwerte. Hier empfiehlt sich, beim Videozugriff den CarPlay-Adapter kurz auszustecken.

Die Baseus-App gestattet den Live-Zugriff und den Download von Archivaufnahmen.

Die Kamera selbst startet automatisch mit der Zündung und nimmt fortlaufend in Schleifen auf. Videoabschnitte lassen sich auf 1, 3 oder 5 Minuten Länge einstellen. Ereignisse, die durch den integrierten G-Sensor erkannt werden, werden gesondert gespeichert und nicht überschrieben. Die Bildqualität der Frontkamera überzeugt mit hoher Schärfe, detailreichen Aufnahmen und stabiler Belichtung. Kennzeichen sind auch aus größerer Entfernung gut erkennbar. Die Rückkamera liefert ein dunkleres, aber immer noch klares Bild, das für den dokumentarischen Zweck ausreicht.

Die Rückkamera lässt sich rotieren und fertigt etwas dunklere Aufnahmen an.

Alle relevanten Einstellungen können auch direkt am Gerät oder in der App vorgenommen werden. Praktisch ist die Anzeige von Zeitstempel, GPS-Koordinaten und Geschwindigkeit im Videobild, was die Zuordnung im Nachhinein erleichtert.

Energieversorgung und Zusatzfunktionen

Ein zentrales Merkmal der VD1 Pro ist das integrierte Energiesystem, das aus einer Lithium-Ionen-Zwischenspeicherung und einem kleinen Solarmodul besteht. So kann die Kamera auch im Stand in einen Parkmodus wechseln und auf Erschütterungen reagieren. In diesem Fall werden kurze Videosequenzen gespeichert, ohne dass das Bordnetz des Fahrzeugs belastet wird.

Laut Hersteller ist eine Überwachung von bis zu zwei Wochen möglich, was in der Praxis stark von der Sonneneinstrahlung und der Empfindlichkeit der Bewegungserkennung abhängt. Während des Tests reagierte die Kamera sehr sensibel, bereits vorbeifahrende Lastwagen oder das Beladen des Kofferraums lösten gelegentlich Aufnahmen aus. Die Funktion erfüllt damit ihren Zweck, kann aber auch zu Fehlmeldungen führen.

Auflösung, Audioaufnahme und Schleifenlänge lassen sich konfigurieren.

Die Kamera arbeitet mit einer Frontauflösung von 2160p und nutzt einen Sony-Sensor, der auch bei Nacht eine gute Lichtausbeute liefert. Die Blende von f/1.6 und das Weitwinkelobjektiv mit 170 Grad sorgen für ein breites Sichtfeld. Das kompakte Gehäuse mit 1,4-Zoll-Display und rund 168 Gramm Gewicht fügt sich unauffällig ins Fahrzeuginnere ein. Im Betrieb bleibt die Kamera stabil und entwickelt kaum Wärme.

Dank Wi-Fi 6 erfolgt der Datentransfer zügig, wobei die Kamera nur eine direkte Verbindung im Fahrzeug unterstützt, ein Fernzugriff ist nicht vorgesehen. Die mitgelieferte Speicherkarte lässt sich bei Bedarf gegen eine Größere austauschen. 2 Minuten Videomaterial belegen etwa 500 MB Speicher

Komplettpaket für 129 Euro

Baseus positioniert die Prime Trip VD1 Pro als voll ausgestattete Lösung für Fahrtenaufzeichnung und Parkraumüberwachung. Die Kombination aus Solarstrom, Akku, App und Dualkamera machen aus dem System eine komfortable All-in-One-Lösung. Im Test überzeugten insbesondere die einfache Montage, die stabile App-Anbindung und die klare Videoqualität. Einschränkungen hatten wir bei der Empfindlichkeit der Bewegungserkennung und der parallelen Nutzung mit drahtlosen CarPlay-Adaptern.

Mit einem reduzierten Verkaufspreis von 129 Euro während der Prime-Angebote bietet die VD1 Pro ein durchdachtes Gesamtpaket für Anwender, die ein kompaktes und weitgehend autarkes Dashcam-System suchen.

Der Beitrag Baseus Prime Trip VD1 Pro: Dual-Dashcam mit Solarstrom ausprobiert erschien zuerst auf iphone-ticker.de.

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