Erst vor wenigen Stunden enthüllt, kann ich schon jetzt einen ausführlichen Testbericht zum brandneuen Roborock Saros 20 abliefern, da mir der Hersteller das Modell schon vorab zum Testen geschickt hat. Da bei mir der Vorgänger Roborock Saros 10R immer noch arbeitet, habe ich einen guten Vergleich und kann die Neuerungen gut einschätzen. Das sind meine Testergebnisse nach rund zwei Wochen.

Auspacken und Aufbauen

Die matte Front spiegelt nicht mehr.

Hier gibt es direkt ein großes Lob, denn Roborock verzichtet auf Plastik und setzt auf Kartonverpackungen. Der Aufbau ist ziemlich simpel, da du lediglich das Dock aufstellen, eine kleine Rampe anbringen und den Saros 20 in die Station stellen musst. Da auf der Rückseite ein Kabelmanagement vorhanden ist, lässt sich das Stromkabel ordentlich verlegen. Für den ersten Start ist frisches Wasser nicht zwingend erforderlich, allerdings fülle ich gerne direkt alles auf. Darüber hinaus steht auch ein kleiner Tank für Reinigungsmittel bereit, das dann automatisch dem Frischwasser zugeführt wird. Leider ist im Lieferumfang kein Reinigungsmittel mit dabei.

Was mir richtig gut gefällt: Die neue matte Front. Die zuvor glänzende Front war ziemlich anfällig für Fingerabdrücke, die man beim Saros 20 erfreulicherweise nicht mehr sieht.

Karte erstellen und bearbeiten

Um eine Karte zu erstellen, kannst du eine schnelle Erkundung starten, sodass der Roboter die Räume ganz grob anfährt, um den Grundriss zu erfassen. Danach hast du in der App alle Möglichkeiten, die Karte individuell anzupassen. Du kannst virtuelle Wände einzeichnen, No-Go-Zonen festlegen und vieles mehr. Das ist intuitiv gelöst, und die Bedienung der Roborock-App ist wirklich Spitzenklasse.

Die Roborock-App ist intuitiv und funktional.

Da ich bei mir Parkett verlegt habe, habe ich zuerst die Verlegerichtung angegeben, sodass die Reinigung entlang der Maserung erfolgt. Darüber hinaus möchte ich mein Parkett nicht immer nass reinigen und greife daher auf die individuelle Reinigung zurück. Für jeden Raum habe ich festgelegt, ob nur gesaugt oder gesaugt und gewischt werden soll. Dabei lässt sich auch konfigurieren, wie stark der Saros 20 saugen und wie nass er wischen soll – individuell für jeden Raum!

Wie gut navigiert der Roborock Saros 20?

Die Navigation ist zuverlässig und sehr gut. Ein paar Schwächen gibt es bei flachen Objekten.

Mit der Navigation bin ich sehr zufrieden, da hier weiterhin das bekannte „StarSight Autonomous System 2.0“ zum Einsatz kommt, welches auch schon im Vorgänger Saros 10R verbaut ist. Natürlich habe ich den Roboter in einen Stresstest geschickt und einen kleinen Parcours mit verschieden großen Gegenständen aufgebaut. Einen kleinen Spieleimer, eine kleine Kuh, ein Spielzeugauto sowie ein aufgerolltes Kabel hat der Roborock Saros 20 zuverlässig erkannt und umfahren. Allerdings zeigt der Roboter ein paar Schwächen, wenn die Gegenstände sehr flach sind. Zwei Buntstifte, die flach auf dem Boden liegen, wurden mitgeschleift und nicht erkannt.

Es ist beeindruckend zu sehen, wie gut der Roborock navigiert, obwohl kein Laserturm zum Einsatz kommt. Alle entsprechenden Sensoren sind an den Seiten verbaut, wodurch eine extrem niedrige Bauhöhe erreicht wird. Mit nur 7,98 Zentimetern Höhe ist auch der Roborock Saros 20 der niedrigste Roboter seiner Art. Bei mir zu Hause gibt es diverse Möbel, die relativ flach gebaut sind, wo andere Saugroboter aufgeben, da sie zu hoch sind.

Saugleistung und Klettermöglichkeit

Der Roborock Saros 20 kann Doppelschwellen von bis zu 8,5 Zentimeter überwinden.

Bei der Saugleistung gibt es wohl kein Ende: Mit 35.000 Pascal HyperForce-Saugkraft legt der Roborock Saros 20 noch einmal deutlich zu. Letztendlich sind die Werte auf dem Papier aber nicht ausschlaggebend, sondern der Test in der Praxis. Ich habe mir eine Mischung aus Haferflocken, Leinsaat und Kernen angerührt und den Saros 20 mit voller Saugkraft ins Rennen geschickt.

Der Roborock Saros 20 hat von den 30 Gramm letztendlich 29,3 Gramm aufgesaugt!

Die Duo-Divide-Hauptbürste, die in der Mitte offen ist, sorgt dafür, dass keine Haare aufgewickelt werden. Diese Bürste hat sich durchgesetzt und beweist auch im Saros 20, dass sich keine Haare aufwickeln. Mit an Bord ist auch der FlexiArm, also eine ausfahrbare Seitenbürste, die in Ecken reinigt.

Natürlich kann der Roboter auch Teppiche reinigen, wo auch die hohe Saugkraft ihre Stärken ausspielen kann. Das „AdaptiLift Chassis 3.0“ sorgt dafür, dass der Roboter sich um bis zu 3 Zentimeter anheben kann, um auch etwas dickere Teppiche reinigen zu können. Diese Technologie arbeitet intelligent, denn der Roboter hebt das Chassis nur so weit an wie es nötig ist. Dadurch wird sichergestellt, dass der Roboter möglichst nah am Teppich saugt, um für das bestmögliche Saugergebnis zu sorgen. Die Ebnisse auf Teppichen hängen auch davon ab, um welchen Teppich es sich handelt. Je floriger der Teppich, desto mehr Krümel und Staub bleiben darin hängen.

Dafür nutzt der Roborock Saros 20 das OmniWheel.

Neu beim Roborock Saros 20 ist die bessere Klettereigenschaft, denn der Roboter kann jetzt bis zu 8,5 Zentimeter hohe Stufen oder Hindernisse überwinden. Dabei gilt es zu beachten, dass der Saros 20 nicht 8,5 Zentimeter hohe Hindernisse am Stück überwinden kann, sondern diese gestaffelt hochklettert. Im ersten Schritt schafft der Saros 20 4,5 Zentimeter, direkt danach weitere 4 Zentimeter. Dafür kommt an den Rädern ein zusätzlicher Arm mit Rolle zum Einsatz, der ausgefahren wird, damit sich der Roboter höher „aufbocken“ kann. Diese Neuerung war bitter nötig, denn andere Roboter können schon lange so hoch klettern. Der Test zeigt: Funktioniert gut!

Roborock Saros 20 wischt mit zwei drehenden Pads

Der Roborock Saros 20 wischt mit zwei Wischpads.

Beim Saros 20 setzt Roborock weiterhin auf die bewährten Wischpads, die sich gegeneinander drehen. Der Test hat gezeigt, dass die Wischleistung gut ist: Herkömmliche Verschmutzungen wie Staub oder Dreck nehmen die Pads ohne Probleme auf. Bei eingetrockneten Flecken ist das Ergebnis durchaus zufriedenstellend, da der Roboter mit bis zu 13N auf den Boden drücken kann. Damit solch ein starker Druck ausgeübt werden kann, hebt der Saros 20 sein OmniWheel an und verlagert das Gewicht gezielt auf die Wischpads. Per App lässt sich einstellen, dass der Roboter bei stark verschmutzten Böden automatisch die Wischpads häufiger reinigt. Auch gut: Erkennt der Roboter Flüssigkeiten, wechselt er automatisch in den reinen Wischmodus, damit die Seitenbürste trocken bleibt. Diese lässt sich nämlich ebenfalls anheben.

Hartnäckige Flecken sind herausfordernd.

Kurz und knapp kann ich sagen: Der Roborock Saros 20 wischt gut, wenn es sich um oberflächlichen Schmutz handelt. Dahingegen ist die Wischleistung bei eingetrockneten Flecken in Ordnung, aber nicht herausragend.

Die Selbstreinigung im Dock ist wunderbar

Sofern der Saros 20 sehr große Flächen zu reinigen hat, fährt er automatisch zurück zur Station, wäscht seine Pads und führt den Auftrag dann fort. Per App kannst du sogar das Intervall individuell bestimmen. Sobald der Roboter alles gesäubert hat, fährt er zielgerichtet zurück zur Station, reinigt die Wischpads erneut und startet dann mit der Heißlufttrocknung. Während die Wäsche mit 100 Grad erfolgt, werden die Pads mit 55 Grad heißer Luft geföhnt, sodass keine Gerüche oder Schimmel entstehen.

Ein positiver Nebeneffekt der Wäsche: Die Station selbst wird dabei auch gereinigt, damit sich dort nichts ablagert. Dennoch empfehle ich, das Modul, das sich komplett entnehmen lässt, ab und zu manuell zu reinigen.

Mein Fazit zum Roborock Saros 20

Der Roborock Saros 20 ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Saros-Serie. Mit einer erhöhten Saugkraft und der besseren Klettereigenschaft ist der Saros 20 deutlich stärker und gleichzeitig flexibler, was letztendlich zu einer besseren Reinigung führt. Besonders hervorheben möchte ich die kompakte Bauweise, denn so kann der Saugroboter auch Bereiche erreichen, die kein anderer Roboter anfährt. Mit der Navigation bin ich sehr zufrieden, wobei ganz flache Objekte nicht erkannt werden. Die Saugleistung ist besonders auf Hartböden hervorragend, während man auf Teppichen ein paar Abstriche machen muss. Auch die Wischleistung ist als gut zu bezeichnen, allerdings können stark eingetrocknete Flecken nicht komplett entfernt werden.

Darüber hinaus sind die erfolgreichen Technologien des Saros 10R auch im Saros 20 verbaut, die sich im Alltag bereits bewährt haben. Der neue Roborock Saros 20 startet im zweiten Quartal 2026, wobei der Preis erst zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben wird. 

Neu: Roborock Saros 20
Mein Fazit
Beim Roborock Saros 20 handelt es sich um eine gute Weiterentwicklung mit sehr hoher Saugkraft und einer besseren Klettermöglichkeit. Die Saug- und Wischergebnisse sind gut, die App ohnehin richtig klasse.
Design
95
Handhabung
93
Saugleistung
95
Wischleistung
90
App
95
Pro
modernes Design
besonders flache Bauweise
gute Saug- und Wischleistung
intuitive App
Kontra
Wischleistung bei eingetrockneten Flecken
flache Hindernisse werden nicht erkannt
94
Testergebnis
Roborock Saros 20

Der Beitrag Roborock Saros 20 im Test: Wie gut ist das neue Top-Modell? erschien zuerst auf appgefahren.de.

Blog

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *