Im Juni des vergangenen Jahres sorgte Google für eine faustdicke Überraschung, als man nach langer Zeit wieder begann, regelmäßige Updates für die eigene Bildbearbeitungs-App Snapseed (App Store-Link) zur Verfügung zu stellen. Auch in der zweiten Jahreshälfte von 2025 gab es einige frische Aktualisierungen mit zusätzlichen Features, neuen Designs und mehr.

Snapseed steht schon sehr lange im deutschen App Store als kostenloser Bild-Editor für iPhones und iPads zur Verfügung. Für die Installation unter iOS bzw. iPadOS benötigt man Version 17.0 oder neuer, ebenso wie rund 168 MB an freiem Speicherplatz. Alle Inhalte sind ohne weitere In-App-Käufe, Werbung oder Abonnements verfügbar und stehen auch in deutscher Sprache bereit.

Mit dem großen Update im Juni des vergangenen Jahres wurde Snapseed komplett überarbeitet und weist ein modernes Interface auf, das sich in drei große Tabs am unteren Bildschirmrand unterteilt: Looks, Favoriten und Tools. Unter Looks finden sich einige Presets, die man auch schon aus vorherigen Versionen von Snapseed kannte, um Bildern schnell einen bestimmten Stil zu verpassen.

Weiterhin stehen unter Favoriten einige schnelle Bearbeitungs-Optionen zur Verfügung, die man selbst gerne verwendet, beispielsweise eine Feinabstimmung, Reparieren, Zuschneiden oder eine selektive Bearbeitung von Bereichen eines Bildes. Unter Tools sind dann alle möglichen Optionen zum Anpassen, Korrigieren, Retuschieren, Ausrichten sowie einige Filter und Designs vorhanden, mit denen man geöffnete Bilddateien bearbeiten kann.

Elf Retrofilme und sechs Farbthemen stehen zur Auswahl

So sieht die Snapseed-Kamera auf einem iPhone aus.

Wie der immer gut informierte Tech-Blog 9to5Google berichtet, hat das Google-Entwicklerteam nun ein weiteres Update für Snapseed auf den Weg gebracht, das eine neue Retro-„Snapseed Kamera“ für iOS- und iPadOS-User mit sich bringt. Die Retro-Kamera soll laut Google „auf Kreativität, Kontrolle und deinen persönlichen Stil ausgerichtet“ sein und Aufnahmen mit voreingestellten Filmfiltern ermöglichen. Von diesen stehen aktuell insgesamt elf zur Verfügung:

KP1: Inspiriert vom Kodak Portra 400
KP2: Inspiriert vom Kodak Portra 160
KG1: Inspiriert vom Kodak Gold 200
KE1: Inspiriert vom Kodak E200
FS1: Inspiriert vom Fuji Superia 200
FS2: Inspiriert vom Fuji Superia 800
FP1: Inspiriert vom Fuji Pro 400h
AG1: Inspiriert vom Agfa Optima 200
AS1: Inspiriert vom Agfa Scala 200
PD1: Inspiriert vom Polaroid 600
TC1: Inspiriert von Technicolor

Der Kamerasucher ist eher skeuomorphisch und verfügt über eine Rückspul-Tastenanimation, wenn man den Film wechselt. Durch Tippen auf das Einstellungssymbol in der oberen rechten Ecke lässt sich aus sechs Farbthemen wählen: Editor, Dusk, Negative, Steel, Haze und Depth. Die Blitzsteuerung befindet sich auf der linken Seite. Der Sucher rendert den Stil und die Stärke, aber die Körnung wird erst nach der Aufnahme angewendet.

Wichtig zu wissen: Die Snapseed-Kamera wurde bereits im letzten Monat mit Version 3.11 veröffentlicht. Es lässt sich nicht direkt in der Snapseed-App darauf zugreifen, sondern indem man eine Kamera-Aufnahme-Verknüpfung im Kontrollzentrum über eine Suche nach dem Schlagwort „Snapseed“ hinzufügt. Alternativ kann auf neueren iPhone-Modellen ab dem iPhone 16 auch Camera Control (Einstellungen -> Kamera) für die Nutzung des Features verwendet werden. Im App Store bekommt Snapseed weiter sehr gute Bewertungen von den Nutzern und Nutzerinnen: Im Durchschnitt kommt die Anwendung auf hervorragende 4,8 Sterne.

‎Snapseed (Kostenlos, App Store) →

Der Beitrag Snapseed: Bildbearbeitungs-App für iPhone und iPad mit neuen Retro-Filmfiltern erschien zuerst auf appgefahren.de.

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