Der Video-Streaming-Dienst Disney+ plant, im Laufe dieses Jahres vertikale Videos in sein Angebot zu integrieren. Die Ankündigung, über die der Branchendienst Dateline zuerst berichtet hat, erfolgte im Rahmen der Technikmesse CES in Las Vegas.
Mit dem neuen Format will Disney die tägliche Nutzung erhöhen und das Angebot stärker an veränderte Sehgewohnheiten anpassen. Vertikale Videos sind vor allem von Plattformen wie TikTok, X.com und YouTube Shorts bekannt und werden dort häufig in kurzen, leicht konsumierbaren Häppchen genutzt.
Die Einführung knüpft an Erfahrungen an, die der Konzern bereits mit dem Sportangebot von ESPN gesammelt hat. Dort wurden entsprechende Hochkantformate bereits im vergangenen Jahr erprobt. Disney sieht in diesen kurzen Videos keinen reinenVerweis auf längere Inhalte, sondern eine eigenständige Ergänzung des bestehenden Programms. Ziel ist es, den Dienst auch jenseits klassischer Serien und Filme regelmäßig attraktiv zu machen.
Flexible Integration in bestehende Inhalte
Nach Angaben des Unternehmens ist noch offen, in welcher konkreten Form die Hochkantvideos auf Disney+ erscheinen werden. Denkbar sind eigenständig produzierte Kurzformate ebenso wie neu zusammengesetzte Szenen aus bestehenden Serien und Filmen oder die Übernahme bereits veröffentlichter Social Clips. Entscheidend sei, dass sich die Inhalte nahtlos in die gewohnten Nutzungsmuster einfügen und nicht als zufällige Unterbrechung wahrgenommen werden.
Disney orientiert sich dabei an Entwicklungen, die bereits andere Plattformen geprägt haben. Dienste wie TikTok oder Instagram Reels haben das Hochkantformat etabliert. Auch YouTube hat mit Shorts ein ähnliches Angebot geschaffen und dieses inzwischen fest in die eigene Plattform integriert. Laut Disney zeigt sich dabei, dass kurze Videos zunehmend auch auf großen Bildschirmen konsumiert werden.
Werbung rückt stärker in den Fokus
Parallel zur Ankündigung der neuen Videoformate stellte Disney weitere werberelevante Neuerungen vor. Dazu zählt ein neuer Kennwert, der die Wirkung von Markenwerbung und leistungsorientierten Kampagnen gemeinsam abbilden soll. Grundlage sind eine Kombination aus externen Messdaten und eigenen Nutzungsinformationen. Werbetreibende sollen so besser nachvollziehen können, wie verschiedene Maßnahmen zusammenwirken.
Zugleich unterstrich Disney die Bedeutung von Live-Inhalten, insbesondere im Sportbereich. Gerade hier sieht der Konzern weiterhin hohe Reichweiten und stabile Aufmerksamkeit.
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