Bosch wurde auf der Elektronikmesse CES gleich zweifach ausgezeichnet. Freuen wird sich das Unternehmen über die beiden Preise allerdings weniger. Die als Interessenvertretung für Verbraucher und im Reparaturbereich tätige Unternehmen fungierende Organisation Repair.org hat wieder ihre „Worst in Show“-Auszeichnungen vergeben und das deutsche Unternehmen dabei gleich zweifach bedacht.

Den ersten Platz in der Kategorie „Enshittification“ hat Bosch für die neuesten Erweiterungen seines E-Bike-Systems eBike Flow erhalten. Wir haben bereits darüber berichtet, dass sich die mit einem Antrieb von Bosch ausgestatteten Fahrräder künftig als gestohlen markieren lassen. Der Akku sowie der Antrieb selbst sind an eine von Bosch gepflegte Datenbank angebunden. Auf diesem Weg kann der Hersteller die Funktionsbereitschaft der Geräte deaktivieren.

Die Kritiker sehen mit der neuen Bosch-Funktion die Gefahr verbunden, dass die Sperrfunktion auch in Fällen zum Einsatz kommt, in denen die Geräte berechtigt erworben wurden, beispielsweise aus einer Polizeiauktion heraus. Insbesondere wird auch kritisiert, dass sich Bosch die Möglichkeit vorhält, die mit der Funktion verbundenen Konditionen jederzeit zu ändern.

Der Preis wurde passend dazu von dem Autor Cory Doctorow verliehen, dessen neuestes Buch den Titel „Enshittification: Why Everything Suddenly Got Worse and What to Do About It“ trägt.

Alexa-Kaffeemaschine: Wer hat danach gefragt?

Auch der neuesten Kaffeemaschine von Bosch können die Kritiker nichts abgewinnen. Das Bosch für dieses Jahr angekündigte Modell 800 Series Personal AI Barista setzt auf den Abo-Dienst Alexa+ und soll es ermöglichen, dass Nutzer natürlich auf natürliche Weise mit einem Echo-Gerät sprechen, wenn sie einen Kaffee zubereiten wollen. „Mit der vollautomatischen Espressomaschine der Bosch 800-Serie fühlt sich die Zubereitung von Kaffee zu Hause wie ein Gespräch mit einem Barista an“.

Der zu diesem Gerät verliehene Preis nennt sich „Who asked for this?“ und ist mit der nachvollziehbaren Kritik verbunden, dass man mit dem Gerät eine teure Kaffeemaschine anschafft, die an einen proprietären Abodienst gebunden ist. Sowohl die Konditionen von Alexa+ als auch das Interesse von Bosch, diese Zusammenarbeit fortzuführen, könnte sich jederzeit ändern.

Wobei die Automatisierung der Kaffeemaschine grundsätzlich sehr komfortabel sein kann. Wir haben für diesen Zweck einen SwitchBot-Schalter in Gebrauch und haben mit Erstaunen zur Kenntnis genommen, welcher Aufwand teils betrieben wird, um solche Konstruktionen zu verfeinern.

The Worst Devices of CES 2026

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