Heute habe ich ein Produkt für euch im Test aus der Kategorie „nicht smart“, aber letztendlich irgendwie doch „smart“. Und das Problem kennen wir sicherlich alle: Das Portemonnaie quillt über, weil man einfach zu viele Karten besitzt. Girocard, Kreditkarte, Fitnessstudio, Führerschein, Ausweis, Treuekarten und mehr. Ich habe meinen Geldbeutel daher aussortiert und beschränke mich inzwischen auf die wichtigsten Karten. Außerdem versuche ich, so bargeldlos wie möglich unterwegs zu sein.
Damit das Portemonnaie insgesamt noch kleiner wird, kann man zu einem Wallet greifen, wie man es etwa von iClip oder Ridge kennt. Die genannten Lösungen finde ich allerdings oft nicht ganz durchdacht und teilweise umständlich. Meiner Meinung nach bietet Punecube mit seinem Mech Wallet eine deutlich smartere Lösung an – und die macht irgendwie süchtig. Warum? Dazu gleich mehr.
Aluminium oder Titan: Was darf es sein?
Hergestellt aus Aluminium oder Titan, ist das Mech Wallet konsequent auf das Wesentliche reduziert. Maximal sechs Karten finden darin Platz, was im Vergleich zu anderen Lösungen eher wenig klingt. Mir reicht diese Anzahl im Alltag jedoch völlig aus. Theoretisch ist es sogar möglich, nur eine einzelne Karte mitzunehmen, was in der Praxis aber eher selten vorkommen dürfte.
Die Verarbeitung ist sehr gut.
Die Verarbeitung ist hochwertig und absolut lobenswert, denn scharfe Ecken oder Kanten sucht man hier vergeblich. Ich habe die Variante „Wasteland“ getestet, die mit dem sogenannten „Pinball“-Mechanismus ausgestattet ist. Und genau hier kommt der Suchtfaktor ins Spiel: Schiebt man die Karten für den schnellen Zugriff nach oben, bewegt sich eine kleine Metallkugel im Inneren, die für ein hörbares Klicken sorgt. Ähnlich wie bei einem Fidget Spinner möchte man gar nicht mehr aufhören und spielt immer wieder am Wallet herum, nur um dieses befriedigende Geräusch zu hören.
Davon abgesehen funktioniert das Herausschieben der Karten wunderbar einfach – selbst dann, wenn man die maximale Anzahl nutzt. Sobald die Karten nach oben geschoben sind, lassen sie sich entnehmen. Allerdings liegen sie relativ nah beieinander, sodass es nicht immer ganz einfach ist, sofort die richtige Karte zu greifen. Schiebt man das Wallet wieder nach unten, bleiben die Karten sicher in Position und müssen anschließend per Hand zurückgeschoben werden. Bezahlt man mit einer Karte, lässt sich diese danach aber problemlos wieder ins Wallet einsetzen. Ein RFID-Schutz ist übrigens mit dabei.
Mir gefällt die einfache Handhabung sehr gut. Die Karten lassen sich sogar mit nur einer Hand nach oben schieben. Darüber hinaus bietet Punecube zwei weitere Varianten an, die sich sowohl optisch als auch mechanisch leicht unterscheiden:
Horizon: Glatte Oberfläche ohne Struktur. Beim „Slide“-Mechanismus gibt es kein hörbares Klicken.
Ripples: Strukturierte Oberfläche in Wellenform. Der „Magnetic“-Mechanismus arbeitet mit drei kleinen Magneten, sodass beim Herausschieben an bestimmten Punkten ein spürbarer Widerstand entsteht.
Zubehör für Geldscheine, Münzen und MagSafe
Per Adapterplatte gibt es Support für MagSafe.
Zusätzlich lässt sich das Punecube Mech Wallet mit praktischem Zubehör erweitern, etwa mit einem MagSafe-Adapter. Dabei handelt es sich um eine kleine Platte, die auf die Rückseite des Wallets geklebt wird, um die MagSafe-Kompatibilität herzustellen. Die Magnete sind erfreulich stark, sodass das Wallet sicher am iPhone hält.
Außerdem gibt es einen kleinen Clip, der ebenfalls auf der Rückseite befestigt wird und zum Fixieren von Geldscheinen dient. Allerdings macht dieser Clip das Wallet insgesamt etwas größer, was mir persönlich weniger gut gefällt.
Clip und Wallet-Add-on für das Punecube Mech Wallet.
Wer dennoch Geldscheine oder sogar ein paar Münzen mitnehmen möchte, kann stattdessen auf ein Wallet-Add-on setzen. Auch dieses wird auf die Rückseite geklebt und bietet ein kleines Fach für Münzen und Scheine. Dank magnetischem Deckel bleibt alles sicher an seinem Platz. Als kleines Extra gibt es auf der Rückseite zudem ein weiteres Fach für zusätzliche Karten.
Wichtig: Es kann immer nur ein Zubehör verwendet werden.
Preise und Verfügbarkeit
Regulär kostet das Punecube Mech Wallet in der Aluminium-Ausführung 99 US-Dollar. Aktuell gibt es jedoch eine Sonderaktion, bei der das Wallet für 69 US-Dollar angeboten wird. Je nach Variante stehen mehrere Farben zur Auswahl. Wer zur Titan-Version greifen möchte, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen, denn hier liegt der Preis bei 198 US-Dollar.
Mein Fazit zum Punecube Mech Wallet
Bis zu 6 Karten finden im Punecube Mech Wallet Platz.
Ich habe mich bewusst für ein Portemonnaie entschieden, das nur noch ein sehr kleines Münzfach besitzt. Trotzdem war mir mein Geldbeutel immer noch zu groß, weshalb ein Karten-Wallet eine willkommene Alternative ist. Das Punecube Mech Wallet ist hochwertig verarbeitet, extrem einfach zu bedienen und macht durch den speziellen Mechanismus tatsächlich süchtig. Das Zusammenspiel aus Schiebemechanik und Klickgeräusch lädt dazu ein, es immer wieder zu benutzen.
Die Kartenanzahl ist zwar begrenzt, lässt sich aber durch das praktische Zubehör sinnvoll erweitern – etwa um MagSafe oder ein Geldfach. Das Preis-Leistungs-Verhältnis empfinde ich als fair. Wenn ihr euren Geldbeutel deutlich verkleinern wollt und ohnehin hauptsächlich Karten nutzt, ist das Punecube Mech Wallet definitiv einen Blick wert. Der Versand nach Deutschland ist dabei kostenlos.
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