Es hat mehrere Jahre gedauert, ehe Apple das Messaging-Protokoll RCS (Rich Communication Services) auch in iOS integriert hat. Seit 2024 ist es möglich, plattformübergreifend RCS-Nachrichten vom iPhone auch an Android-Geräte zu versenden, inklusive der Option, Fotos, Videos und weitere Medien hinzuzufügen.
Nun kommt offenbar erneut Bewegung in die Angelegenheit: Wie ein X-User bemerkte, enthält die neue iOS 26.3 Betaversion Hinweise auf eine neue Einstellung für Mobilfunkanbieter, mit der diese eine E2EE-Einstellung (Ende-zu-Ende-Verschlüsselung) für RCS-Nachrichten aktivieren und deaktivieren können. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS wurde im März 2025 als Teil der Version 3.0 des RCS Universal Profile angekündigt. Apple gab damals bekannt, dass man plane, die Nachrichten-App in zukünftigen Software-Updates für iOS, iPadOS, macOS und watchOS zu unterstützen. Seit der Ankündigung hat sich Apple allerdings nicht mehr zum Thema geäußert.
Die Verweise auf Carrier-Bundles in der neuesten iOS 26.3 Beta könnten nun darauf hindeuten, dass Apple die Grundlagen für eine zukünftige Unterstützung schafft, sind jedoch keine Garantie dafür, dass E2EE für RCS-Nachrichten mit der Software-Veröffentlichung kommen wird. Die RCS-Unterstützung wurde mit iOS 18, das RCS Universal Profile 2.4 unterstützt, zum iPhone hinzugefügt.
RCS Universal Profile 3.0 bietet noch mehr Verbesserungen
Sollte Apple tatsächlich die Grundlagen für eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit iOS 26.3 zu schaffen, könnten damit auch noch größere Auswirkungen für das RCS-Messaging einhergehen. Um eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS anbieten zu können, müsste iOS 26.3 oder höher nämlich das RCS Universal Profile 3.0 unterstützen – und das enthält viele iMessage-ähnliche Verbesserungen für RCS. Dazu gehören unter anderem:
Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die verhindert, dass Apple und andere Dritte Nachrichten und Anhänge lesen können
Inline-Antworten
Nachrichten bearbeiten
Nachrichten zurückziehen
Vollwertige Tapback-Unterstützung für RCS-Nachrichten, ohne spezielle Workarounds
Wer iMessage auf den eigenen Apple-Geräten verwendet, profitiert bereits seit iOS 5 standardmäßig von einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Seit iOS 14 unterstützt iMessage auch Inline-Antworten, Optionen zum Bearbeiten und Zurückziehen von iMessages mit iOS 16 eingeführt wurden.
Wie oben erwähnt, scheint Apple in der Beta-Version von iOS 26.3 endlich die Grundlagen für E2EE für RCS zu schaffen. Schlussendlich wird es aber die Aufgabe der Netzbetreiber sein, die Unterstützung zu implementieren. Daher könnte die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auch zunächst auf bestimmte Länder beschränkt sein, da die Mobilfunk-Provider sie einführen müssen. Apple könnte darüber hinaus auch mit Google zusammenarbeiten, um ein einheitliches Erlebnis auf iOS und Android zu gewährleisten.
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