OpenAI denkt längst über Chatbots hinaus und der nächste große Schritt scheint kurz bevorzustehen. Laut einem aktuellen Bericht arbeitet das Unternehmen mit Hochdruck an seinem ersten eigenen KI-Gerät. Intern gilt das Projekt als so weit fortgeschritten, dass eine Vorstellung bereits in der zweiten Jahreshälfte realistisch erscheint. Besonders spannend: Das Gerät könnte Apples AirPods frontal angreifen.

OpenAI setzt auf Hardware mit prominenter Design-Handschrift

Dass OpenAI den Hardware-Markt ins Visier nimmt, ist kein Geheimnis mehr. Spätestens seit der Übernahme des Start-ups von Ex-Apple-Designchef Jony Ive ist klar, dass es nicht bei Software bleiben soll. Ive und sein Team gestalten die neue Gerätekategorie innerhalb von OpenAI federführend und setzen dabei offenbar auf ein radikal anderes Konzept als klassische Smartphones oder Wearables.

Chris Lehane, „Chief Global Affairs Officer“ von OpenAI, bezeichnete „Devices“ zuletzt sogar als einen der wichtigsten Wachstumstreiber der kommenden Jahre. Konkrete Details wollte er zwar nicht nennen, dennoch verdichten sich die Hinweise, dass der Startschuss näher rückt.

Klein, unscheinbar und komplett ohne Display?

Frühere Leaks zeichnen ein ziemlich klares Bild: Das erste KI-Gerät von OpenAI soll kompakt, taschengroß und vollständig bildschirmfrei sein. Statt auf ein Display setzt OpenAI offenbar auf Sprache, Kontext und Umgebungswahrnehmung. Das Gerät soll verstehen, was gerade passiert und entsprechend reagieren.

Interessant dabei: Ursprünglich hieß es, es handle sich nicht um ein Wearable. Neue Hinweise aus der Lieferkette sprechen jedoch eine andere Sprache. Demnach testet OpenAI aktuell zwei pillenförmige Module, die hinter dem Ohr sitzen und intern den Codenamen „Sweetpea“ tragen.

KI-Dings direkt hinter dem Ohr?

Sieht so das KI-Gerät von OpenAI aus? Foto: zhihuipikachu/X.

Laut einem gut vernetzten Leaker sollen diese Geräte aus Metall bestehen und mit einem eigens entwickelten 2-nm-Chip ausgestattet sein. Ziel sei es, komplexe KI-Aufgaben lokal auszuführen, unter anderem auch Funktionen, die heute noch über Siri und das iPhone laufen.

Genau hier entsteht die Nähe zu den AirPods: Die Module sollen Spracheingaben verarbeiten, Befehle ausführen und dabei ständig den Kontext der Umgebung erfassen. Ergänzt wird das Ganze offenbar durch mehrere Sensoren sowie ein auffälliges, eiförmiges Lade-Case.

Mehr als nur ein Produkt in Planung

Parallel dazu denkt OpenAI offenbar schon weiter. Neben dem ersten KI-Gerät sollen langfristig weitere Hardware-Produkte folgen, darunter ein smarter Stift und ein KI-gestütztes Heimgerät. Dennoch scheint aktuell das „Hinter-dem-Ohr-System“ Priorität zu haben. Die Produktion soll Berichten zufolge bei Foxconn liegen, ein Marktstart im September steht zumindest im Raum.

Allerdings bleibt OpenAI vorsichtig. Offiziell spricht das Unternehmen lediglich davon, „etwas für die zweite Jahreshälfte“ anzupeilen – ohne ein konkretes Jahr zu bestätigen. Klar ist aber: Der Einstieg in den Hardware-Markt ist keine Frage des Ob, sondern des Wann.

Starke Konkurrenz für Apple?

Sollten sich die Gerüchte bestätigen, könnte OpenAI schon bald eine völlig neue Geräteklasse etablieren. Ein KI-Begleiter ohne Display, aber mit maximalem Kontextverständnis, wäre nicht nur ein Experiment, sondern eine echte Kampfansage – insbesondere an Apple und dessen AirPods-Ökosystem. Die kommenden Monate dürften daher extrem spannend werden.

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