Gestern haben wir schon darüber berichtet, dass Apple Gerüchten zufolge unter iOS 27 eine Chatbot-Siri launchen werde. Das berichtete Mark Gurman unter Berufung auf nicht näher genannte Personen. Nun führt Gurman aus, dass Apple für den Betrieb der Chatbot-Siri auf Googles Cloud-Infrastruktur zurückgreifen wolle statt seine eigenen Private-Cloud-Compute-Server zu nutzen.
Mark Gurman schreibt, Apple verhandele derzeit mit Google über das Hosting der neuen Chatbot-Siri auf Googles speziellen Servern, die mit sogenannten TPUs (Tensor Processing Units) ausgestattet seien. Diese sind auf die Arbeit mit großen Datenmengen im Bereich KI optimiert.
Stimmt Mark Gurmans Gerücht, würde das bedeuten, dass Apple hier einen signifikanten Strategiewechsel plant. Denn bislang hat Apple derlei Nutzeranfragen entweder lokal auf dem Gerät oder aber über seine eigenen Private-Cloud-Compute-Server verarbeitet, die strengen Sicherheitskontrollen unterliegen.
Unter iOS 26.4 bleibt das Hosting von Siri unverändert
Siri soll mit iOS 26.4 endlich schlauer werden.
Mit Blick auf das kommenden Siri-Update unter iOS 26.4 soll sich in Sachen Hosting allerdings nichts ändern. Die Siri aus iOS 26.4 wird weiterhin auf Apples eigenen Servern gehostet. Diese Server hatte Apple 2024 erstmalig vorgestellt und als Datenschutz-zentrierte Cloud-Alternative für die lokale Datenverarbeitung positioniert. Die Daten werden auf den Servern temporär verarbeitet, aber nicht gespeichert und sollen selbst für Apple unzugänglich sein.
Das Gemini-Modell, das für die neue Siri zum Einsatz kommen soll, ist neuer und leistungsstärker, als Apples bisherige Modelle. Das könnte ein Grund für die Abkehr vom Hosting auf den eigenen Servern sein. Möglicherweise verfügt die Infrastruktur schlicht über zu wenig Kapazitäten, um die Vielzahl der Anfragen zu verarbeiten, mit denen zu rechnen ist, wenn die Öffentlichkeit die Chatbot-Siri verwendet.
Wenn Apple tatsächlich dazu übergeht, die neue Siri auf Googles Servern zu hosten, bedeutet aber auch das nicht zwangsläufig, dass Google automatisch Zugriff auf die Nutzerdaten erhält. Die Kontrolle über die Daten könnte weiterhin bei Apple verbleiben.
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