Der Markt für Kalender-Apps im deutschen App Store dürfte mittlerweile sehr gesättigt sein. Wer hier mit einer neuen Anwendung punkten will, muss gute Argumente vorweisen und einige Funktionen oder Designs bieten, die man in anderen Kalendern nicht findet.
Mit TapCal (App Store-Link) ist nun eine weitere Kalender-App im App Store erschienen, die sich kostenlos auf das iPhone herunterladen lässt und sich über ein Abonnement finanziert. Letzteres kostet 2,99 Euro/Monat, 17,99 Euro/Jahr oder 49,99 Euro als Einmalkauf. In der Gratis-Version wird Werbung eingeblendet, zudem stehen weniger Individualisierungs- und Benachrichtigungs-Optionen bereit. Für die Installation ist mindestens 63 MB an freiem Speicherplatz sowie iOS 18.0 oder neuer auf dem Apple-Smartphone notwendig. Alle Inhalte stehen bisher in englischer Sprache bereit.
Der englische Entwickler von TapCal, Jonathan Jones aus Bristol, hat bei der Entwicklung seines iPhone-Kalenders vor allem großen Wert auf eine übersichtliche Ansicht gelegt. Vor allem in der Monatsansicht anderer Kalender, auch der werksseitige von Apple, finden sich für Einträge lediglich kleine bunte Punkte, um einen Termin anzudeuten. TapCal will es anders machen und zeigt Ereignisse mit Titeln in der Monatsansicht sowie in Widgets, um schnell sehen zu können, was in den nächsten Tagen und Wochen ansteht.
Auch die Terminerstellung soll mit TapCal schnell und einfach erfolgen: Es reicht, einfach „Mittagessen mit Thomas morgen um 13 Uhr“ einzugeben, und TapCal füllt die entsprechenden Details für das Ereignis selbst aus. Zudem will sich die Kalender-App mit zahlreichen Möglichkeiten zur Individualisierung von der Konkurrenz abheben und bietet mehrere Farbschemata, Schriftarten und Widget-Layouts an, um sich an die Bedürfnisse des Nutzers bzw. der Nutzerin anzupassen.
TapCal synchronisiert sich mit iCloud-, Google- und Outlook-Kalendern. Zudem gibt es Benachrichtigungen bei bevorstehenden Terminen sowie eine Integration von kleinen Wetter-Icons für die nächsten zehn Tage, so dass man einschätzen kann, wie die Wetterprognose für ein Ereignis aussehen wird.
Zahlreiche Entwicklungsschritte per KI umgesetzt
In der Premium-Version von TapCal gibt es einige Designs und Anpassungsmöglichkeiten.
Der Entwickler gibt darüber hinaus an, dass auch der Datenschutz an erster Stelle steht. Es ist nicht notwendig, einen eigenständigen Account für TapCal anlegen zu müssen, zudem bleiben alle Daten auf dem Gerät und synchronisieren lediglich mit den entsprechenden Kalender-Diensten. Bei Reddit äußert sich Jonathan Jones auch zur Entstehung von TapCal:
„Ich habe den ersten Monat damit verbracht, die App manuell zu erstellen, dann habe ich mich dem KI-Hype hingegeben und ChatGPT ausprobiert. Nachdem ich gemerkt habe, wie gut es ist, habe ich den Rest quasi ‚vibe coded‘. ‚Vibe coding‘ klingt vielleicht negativ, viele Leute sagen oft ‚AI Slop‘, aber ehrlich gesagt hat es das Iterieren und Refactoring viel schneller gemacht. Ohne KI hätte ich niemals so viele Features oder Updates veröffentlichen können.“
Zur Entwicklung einer iOS-App mittels KI mag man stehen, wie man will. Was mich persönlich neben der KI-basierten Entwicklung am meisten stört, ist das Fehlen einer iPad-, sowie einer Mac-Version des Kalenders. Viele Personen, mich eingeschlossen, nutzen mehr als nur ein Apple-Gerät und wollen auch ihre Kalender einheitlich verwenden. Mit 18 Euro/Jahr mag TapCal nicht die teuerste aller Kalender-Apps im App Store sein, ohne ein eigenes iPadOS- oder macOS-Pendant ist der Preis für mich persönlich allerdings zu hoch angesetzt.
TapCal (Kostenlos+, App Store) →
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