Heizkörper arbeiten nach einem einfachen Prinzip. Warmes Wasser fließt durch den Heizkörper, erwärmt die umgebende Luft und lässt diese nach oben steigen. Die Wärme verteilt sich dabei nur langsam im Raum. Der sogenannte Heatfan setzt an diesem Punkt an und ergänzt klassische Heizkörper um kleine, App-gesteuerte Lüfter, die die Luftzirkulation beschleunigen sollen.
Ziel ist eine gleichmäßigere Raumtemperatur bei unveränderter Heiztechnik.
Beschleunigte Konvektion am Heizkörper
Die Heatfan-Lüfter, die in unterschiedlichen Größen erhältlich sind, werden direkt am Heizkörper angebracht und saugen die erwärmte Luft an, um sie schneller im Raum zu verteilen. Die Montage erfolgt ohne Werkzeug, da die Module magnetisch befestigt oder geklemmt werden. Ein integrierter Temperatursensor erkennt, wann der Heizkörper warm wird, und schaltet die Lüfter automatisch ein oder aus. Dadurch arbeiten die Ventilatoren nur dann, wenn tatsächlich Wärme abgegeben wird.
Durch die schnellere Verteilung der warmen Luft soll der Raum früher die gewünschte Temperatur erreichen. In der Praxis bedeutet das, dass der Heizkörper nicht erst vollständig aufheizen muss, bevor sich ein spürbarer Effekt einstellt. Dabei wird die Platzierung der Lüfter am unteren Rand des Heizkörpers empfohlen.
Niedrigere Vorlauftemperaturen
Ein zentraler Ansatz des Systems ist die Absenkung der Vorlauftemperatur der Heizungsanlage. Da die Wärme durch die Lüfter effizienter genutzt werden soll, kann die Temperatur des Heizwassers reduziert werden, ohne dass sich der Heizkomfort spürbar ändert. Für viele Heizungen liegt diese Temperatur üblicherweise zwischen 75 und 90 Grad Celsius.
Mit unterstützenden Lüftern kann sie nach Herstellerangaben häufig auf etwa 60 bis 65 Grad gesenkt werden. Eine niedrigere Vorlauftemperatur verbessert insbesondere bei modernen Brennwertkesseln oder Wärmepumpen den Wirkungsgrad, da diese seltener starten und kürzer laufen.
Ergänzend bietet Heatfan eine App, die über einen Smart Controller mit den Lüftern verbunden wird. Nutzer können damit mehrere Heizkörper separat steuern, Zeitpläne festlegen und Temperaturverläufe einsehen. Die Regelung erfolgt anhand der Oberflächentemperatur des Heizkörpers, wodurch die Lüfter ihre Drehzahl anpassen oder sich selbstständig abschalten.
Der Stromverbrauch der Ventilatoren fällt dabei gering aus, da sie nur bei Bedarf und mit niedriger Leistung betrieben werden. Wir selbst haben noch keine Erfahrungen mit denen Lüftern sammeln können, finden das Konzept aber ganz einleuchtend.
Angeboten werden die Heatfan-Module in Varianten mit drei, vier oder fünf Lüftern zu Preisen zwischen 65 und 85 Euro, Bundles mit bis zu fünf Lüftern lassen die Stückpreise entsprechend günstiger werden.
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