Sonos hat in einem öffentlichen Frage-und-Antwort-Format auf reddit.com Einblicke in seine Prioritäten für 2026 gegeben. Im Zentrum stand Thomas Conrad, der das Unternehmen seit rund einem Jahr als CEO führt. Viele Fragen drehten sich um die Sonos-App, die nach einem großen Umbau 2024 bei einem Großteil der Nutzer als instabil, unzuverlässig und schwer nachvollziehbar galt.

Der neue Sonos-CEO Tom Conrad

Conrad ordnete das als Vertrauensproblem ein, das Sonos vor allem über zuverlässige Grundlagen lösen wolle.

Neues Qualitäts- und Transparenzversprechen

Für 2026 stellte er eine stärkere Ausrichtung auf Bedienbarkeit in Aussicht. Genannt wurden kürzere Wege zu häufig genutzten Funktionen, weniger Schritte in Menüs und eine insgesamt flüssigere Steuerung. Vielleicht orientiert man sich ja an Sonify, die freie App-Alternative macht nämlich vieles richtig.

“A lot of 2025 was about earning back trust by getting the fundamentals right: stability, performance, reliability. That work is never really done, but we’re in a meaningfully better place than we were.”

Auch die Sperrbildschirm-Steuerungen auf dem iPhone wurde thematisiert: Conrad verwies darauf, dass klassische iOS-Mediensteuerungen nach Apples Regeln nur für Apps vorgesehen sei, die Audio direkt auf dem Telefon abspielen. Sonos steuert jedoch in vielen Fällen Lautsprecher im Netzwerk. Als möglicher Ansatz wurden Live Activities genannt, die allerdings technisch aufwendig sind, weil Statusanzeigen zuverlässig und ohne hohen Akkuverbrauch aktuell gehalten werden müssen.

Noch immer viele offene Baustellen

Ein wiederkehrendes Thema war der Wunsch nach flexibleren Heimkino-Setups, etwa zusätzlichen Front Lautsprechern neben einer Soundbar. Conrad zeigte Verständnis, verwies aber auf technische Hürden, die in Wohnzimmern mit sehr unterschiedlichen Räumen und WLAN Bedingungen auftreten. Mehr Funkverkehr, genaue Zeitabstimmung zwischen Lautsprechern und eine saubere Phasenlage seien nötig, damit Ton und Bild synchron bleiben und der Klang nicht kippt. Sonos arbeite an reichhaltigeren Konfigurationen, wolle aber nur Funktionen liefern, die stabil und für viele Haushalte verlässlich funktionieren.

Ein weiterer Schwerpunkt ist Transparenz bei Fehlern. Statt reiner Rohprotokolle soll die App verständliche Hinweise liefern, ob Aussetzer eher vom Heimnetz, vom Musikdienst oder von Sonos selbst verursacht werden. Das soll Support Gespräche reduzieren und die Ursachen sichtbarer machen.

The goal is not to dump raw logs into the app, but to surface understandable explanations and guidance in real time so people can tell the difference between “this is on us,” “this is the service,” and “this is something you can actually fix.”

Beim Einmessen mit Trueplay betonte Conrad die Abhängigkeit von kalibrierten Mikrofonen. Auf Android sei die Gerätevielfalt ein Problem, daher verlagert Sonos Messungen zunehmend in Lautsprecher mit eingebauten Mikrofonen.

Auch Integrationen wie Home Assistant wurden angesprochen, hier stellte Conrad Datenschutz und Sicherheit als zentrale Hürde dar. Beim Thema DTS für Blu-rays nannte er vor allem Lizenzkosten, die alle Käufer treffen würden, obwohl physische Medien nur einen kleineren Teil der Nutzung ausmachen, und kündigte an, solche Abwägungen weiterhin zu prüfen.

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