Vor genau zwei Jahren hat Apple die Apple Vision Pro erstmals vorgestellt, und damit eine völlig neue Produktkategorie eingeläutet. Schon damals war klar, dass Apple nicht einfach ein weiteres Headset bauen wollte, sondern einen neuen Computertyp etablieren wollte, der weit über klassische VR-Brillen hinausgeht.

Jahrelange Gerüchte, ein großes Versprechen

Bereits lange vor der offiziellen Enthüllung kursierten Berichte über Apples Arbeit an einem Head-Mounted-Device, wobei sich die Gerüchte Anfang der 2020er Jahre zunehmend verdichteten. Damals wurde deutlich, dass Apple ein hochpreisiges Mixed-Reality-Headset plante, das als universeller Computer der nächsten Generation gedacht war.

WWDC 2023: Apples nächste große Plattform

Im Juni 2023 war es dann so weit, denn Apple präsentierte auf der WWDC erstmals die Apple Vision Pro. Gleichzeitig stellte das Unternehmen visionOS vor, also ein völlig neues Betriebssystem, das auf dreidimensionalen App-Fenstern basiert. Gesteuert wurde alles per Augenbewegung, Handgesten und Sprache, während klassische Controller komplett fehlten.

Technisch setzte Apple dabei neue Maßstäbe, denn zwei Micro-OLED-Displays mit rund 23 Millionen Pixeln, zahlreiche Sensoren sowie der M2-Chip und ein speziell entwickelter R1-Chip sorgten für eine extrem präzise Darstellung. Allerdings machte Apple auch klar, dass die Vision Pro kein Schnäppchen wird, weil der Einstiegspreis bei 3.499 US-Dollar lag.

Marktstart mit Lob und klarer Kritik

Am 2. Februar 2024 kam Vision Pro zunächst in den USA auf den Markt, wobei die ersten Tests technisch sehr positiv ausfielen. Gelobt wurden vor allem die Bildqualität sowie die extrem genaue Augen- und Handerkennung, während Preis, Gewicht, Akkulaufzeit und das überschaubare App-Angebot kritisch gesehen wurden.

In den folgenden Monaten weitete Apple die Verfügbarkeit zwar schrittweise auf weitere Länder aus, und visionOS erhielt regelmäßig neue Funktionen, doch der große Durchbruch blieb aus.

Begeisterung flacht schneller ab als erwartet

Schon früh machte Apple deutlich, dass das Vision Pro Headset kein Massenprodukt sein sollte, dennoch kühlte das Interesse offenbar schneller ab als intern erhofft. Ein aktueller Bericht der Financial Times deutete zuletzt darauf hin, dass sich das Headset weiterhin schwer tut, eine breite Nutzerbasis aufzubauen.

Erste Hardware-Aktualisierung statt Neustart

Rund anderthalb Jahre nach dem Start folgte eine leicht überarbeitete Vision Pro mit M5-Chip, wodurch die Leistung spürbar verbessert wurde. Apple versprach bis zu 10 Prozent mehr gerenderte Pixel, eine Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz sowie eine längere Akkulaufzeit, während ein neues Dual-Knit-Band den Tragekomfort erhöhen sollte.

Fokus verschiebt sich auf Smart-Brillen

Ein Jahr später berichtete schließlich Bloomberg, dass Apple aktuell keine neuen Vision-Headsets aktiv entwickelt, sondern seine Ressourcen auf Smart-Brillen konzentriert. Ob und wann eine neue Vision-Hardware erscheint, ist damit offener denn je.

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