Nachdem Apple mit macOS 26 die Zwischenablage-Funktionen deutlich verbessert hat, könnte man meinen, dass die Notwendigkeit eines externen Zwischenablage-Managers nicht mehr gegeben ist. Allerdings gibt es nun mit Maus einen kleinen Helfer, den man möglicherweise nach der Installation nicht mehr missen möchte.

Maus ist ein Zwischenablage‑Manager, der dort auftaucht, wo man gerade arbeitet, nämlich direkt am Cursor. Statt ein großes Fenster zu öffnen und den User aus dem Kontext zu reißen, schiebt sich das kleine Overlay unauffällig ins Blickfeld und verschwindet wieder, sobald der Eintrag eingefügt ist. Die App ist in Swift entwickelt worden und ist mit rund 5 MB an benötigtem Speicherplatz auf dem Mac bemerkenswert schlank.

Ein weiterer Pluspunkt für Maus: Alle Eingaben und Inhalte verbleiben konsequent lokal auf dem Mac, und der Verlauf wird in SQLite gesichert. Diese datenschutzfreundlichen Eigenschaften machen Maus daher besonders für Nutzer und Nutzerinnen attraktiv, die produktiver arbeiten wollen, ohne ihre Daten einem Cloud‑Dienst anzuvertrauen.

Im Alltag zeigt sich der Unterschied zu klassischen Clipboard‑Managern vor allem in der Interaktion: Maus öffnet sich standardmäßig mit ⌘⇧V direkt an der Cursorposition und bricht damit mit dem gewohnten Muster, erst ein separates Fenster zu suchen und zu bedienen. Der Verlauf ist nicht nur eine simple Liste von Text‑Schnipseln, sondern lässt sich intelligent durchsuchen.

Mit @ können Einträge etwa nach der ursprünglichen App oder einer URL gefiltert werden, mit # nach Typen wie Bild, Link, Code, Farbe oder Datei. Auf diese Weise wird die Zwischenablage zu einem praktischen und durchsuchbaren Arbeitsarchiv, das sich schnell per Tastatur oder Maus navigieren lässt – und das ganz ohne den Blick vom eigentlichen Dokument abwenden zu müssen.

Maus for Mac zeigt Einträge auch im Kontext

Ein Alleinstellungsmerkmal von Maus ist die Funktion „Take me there“: Wer sich nicht mehr nur an den Inhalt, sondern auch an den Kontext erinnern will, springt mit einem Klick zurück an die Stelle, an der der Eintrag ursprünglich kopiert wurde. Das kann ein Browser‑Tab sein, eine laufende Chatbot‑Konversation oder ein Finder‑Fenster, in dem eine Datei markiert war.

Darüber hinaus bietet Maus Komfortfunktionen wie eine Multipaste‑Warteschlange, eine Aufteilung nach Zeilen, Tabulatoren oder benutzerdefinierte Trennzeichen sowie ein Umbenennen von Elementtiteln. Trotz dieses Funktionsumfangs lässt sich die App in vielen Bereichen anpassen: Wer lieber ausschließlich per Tastatur arbeitet oder möglichst wenig visuelle Ablenkung möchte, kann einzelne Funktionen einfach aus der Menüleiste ausblenden. Auch die genaue Position des Overlays relativ zum Cursor lässt sich feinjustieren, etwa leicht seitlich versetzt, um nichts zu verdecken.

Maus ist mit komplett freigeschalteten Funktionen kostenlos auf der Website des Entwicklers heruntergeladen werden, der Verlauf reicht standardmäßig 24 Stunden zurück. Wer einen unbegrenzten Verlauf wünscht, kann per Einmalkauf in Höhe von 6,99 USD (ca. 5,90 Euro) die Pro-Version von Maus erwerben. Für die Installation des Zwischenablage-Tools wird mindestens macOS 14.0 oder neuer vorausgesetzt.

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