Was wie ein harmloses Gestaltungswerkzeug wirkt, hat das Zeug dazu, den Charakter persönlicher Facebook-Profile grundlegend zu verändern. Das soziale Netzwerk bietet seinen Nutzern jetzt neue KI-Funktionen an, mit denen aus vorhandenen Fotos animierte Profilbilder und bewegte Szenen entstehen.

Die erzeugten Videos zeigen Gesten, Stimmungen und Situationen, die beim ursprünglichen Aufnahmezeitpunkt nicht existierten. Statt reale Momente abzubilden, fördert die Plattform zunehmend Inhalte, die erst im Nachhinein mithilfe künstlicher Systeme entstehen.

Animierte Profilbilder ohne Aufnahmezeitpunkt

Künftig können Nutzer ihr Profilbild auf Facebook animieren lassen, obwohl das Ausgangsfoto ursprünglich als statischer Schnappschuss aufgenommen wurde. Zur Auswahl stehen vorgefertigte Animationen wie eine Handbewegung, Konfetti oder thematische Accessoires.

Die KI erzeugt dabei kurze Bewegungssequenzen, die nie Teil des ursprünglichen Moments waren. Empfohlen werden Porträts mit einer einzelnen Person, die frontal in die Kamera blickt. Nach der Bearbeitung lassen sich die animierten Bilder im Profil anzeigen und im Newsfeed teilen.

Stilisierte, bewegte „Erinnerungen“

Neben Profilbildern lassen sich auch Stories und gespeicherte Erinnerungen nachträglich umgestalten. Über vordefinierte Stile oder frei formulierte Texteingaben verändert die KI Farben, Lichtstimmungen, Hintergründe oder den grafischen Stil eines Fotos. Die Auswahl reicht von illustrativen Darstellungen bis zu veränderten Kulissen. Zusätzlich testet Facebook animierte Hintergründe für reine Textbeiträge im Newsfeed. Nutzer können so einfache Statusmeldungen mit bewegten Motiven kombinieren, die visuelle Effekte wie Wellen oder fallende Blätter simulieren.

Statt tatsächliche Momente zu dokumentieren, entstehen zunehmend KI erzeugte Darstellungen, die rückwirkend Gefühle, Bewegungen oder Situationen hinzufügen. Für Nutzer verschwimmt damit die Grenze zwischen aufgenommenem Erlebnis und nachträglich erzeugter Darstellung weiter.

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