Berichte über eine mögliche erneute Verzögerung bei der Einführung neuer Siri-Funktionen haben Apple in dieser Woche unter Druck gesetzt. Nachdem Bloomberg unter Berufung auf interne Tests von Problemen bei der Weiterentwicklung des Sprachassistenz berichtet hatte, sah sich der Konzern offenbar veranlasst, öffentlich Stellung zu beziehen.

Gegenüber dem US-Nachrichtensender CNBC erklärte Apple, man liege weiterhin im Zeitplan und plane die Einführung der angekündigten Neuerungen im Laufe des Jahres 2026.

Reaktion auf wachsende Zweifel

Die Klarstellung erfolgte vor dem Hintergrund eines deutlichen Kursrückgangs der Apple-Aktie. Marktbeobachter führten diesen unter anderem auf die Berichte zurück, wonach sich das KI-Update für Siri intern bis mindestens Mai verschieben könnte. Bereits zuvor hatten wir berichtet, dass interne Tests Schwächen bei Verarbeitungsgeschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Genauigkeit offenbart hätten. Auch Funktionen, die persönliche Inhalte wie Nachrichten oder Termine einbeziehen sollen, sind offenbar noch nicht ausgereift.

Die knappe Aussage gegenüber CNBC steht dabei im Kontrast zu der zurückhaltenden Kommunikationsstrategie der vergangenen Monate, in denen der Konzern zu Verzögerungen rund um Apple Intelligence und Siri kaum öffentlich Stellung bezogen hatte.

Das Warten auf die schlaue Siri

Der aktuelle Vorgang reiht sich in eine längere Entwicklung ein. Apple hatte die erweiterten Siri-Funktionen erstmals im Sommer 2024 angekündigt und damals eine Einführung im Herbst desselben Jahres in Aussicht gestellt. Dieser Zeitplan ließ sich nicht halten. In der Folge wurden einzelne Bestandteile mehrfach verschoben oder nur in Aussicht gestellt, ohne einen konkreten Veröffentlichungstermin zu nennen. Inzwischen sind seit der ersten Ankündigung fast zwei Jahre vergangen.

Apples mittlerweile zurückgezogene Siri-Werbung von 2024

Im weiteren Verlauf wurde deutlich, dass Apple bei der Umsetzung seiner KI-Strategie nicht ausschließlich auf eigene Lösungen setzt. Für bestimmte Aufgaben greift Siri bereits auf externe Modelle zurück, darunter auch Technologien von Google. Dies deutet darauf hin, dass interne Entwicklungen nicht in dem Tempo vorankamen, das ursprünglich vorgesehen war.

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