Apple baut sein App-Ökosystem um, und deshalb könnte eine bekannte Marke bald Geschichte sein. Denn mit dem neuen Abo „Creator Studio“ verschiebt der Konzern den Fokus, während der Name iWork plötzlich kaum noch auftaucht.
iWork-Seite verschwunden
Apple hat den eigenen iWork-Bereich von der Website entfernt, und stattdessen leitet die bisherige Adresse nun auf eine allgemeine Apps-Übersicht weiter. Dort präsentiert Apple zwar weiterhin Pages, Numbers und Keynote, allerdings taucht der Begriff iWork nirgends mehr auf.
Einerseits findet man weiterhin alle Infos zu den Produktivitäts-Apps, andererseits rückt Apple gleichzeitig Creator Studio stärker in den Mittelpunkt. Dadurch entsteht der Eindruck, dass Apple die drei Office-Programme künftig unter dem neuen Dach vermarkten möchte.
Creator Studio rückt in den Fokus
Mit Creator Studio bündelt Apple mehrere Profi-Apps in einem Abo, und gleichzeitig erweitert das Unternehmen die Funktionen von Pages, Numbers und Keynote. Während die Basisversionen weiterhin kostenlos bleiben, schaltet Apple zusätzliche Features nur im Rahmen des Abos frei.
Creator Studio kostet monatlich 12,99 Euro und zusätzlich zu den Office-Apps sind auch Programme wie Final Cut Pro oder Logic Pro enthalten. Dadurch positioniert Apple das Paket klar als Kreativ-Abo, während iWork als Marke zunehmend in den Hintergrund rückt.
Mehr als 20 Jahre Geschichte
Apple startete Keynote bereits 2003, während Pages kurz darauf folgte. Ein Jahr später bündelte Apple beide Programme unter dem Namen iWork ’05, und später ergänzte Numbers das Trio. Damals verstand Apple iWork als moderne Alternative zu klassischen Office-Paketen.
In den folgenden Jahren entwickelte Apple die Suite kontinuierlich weiter und mit dem Start des Mac App Store sowie später iCloud veränderte sich das Vertriebsmodell deutlich. Seit 2013 bietet Apple Pages, Numbers und Keynote kostenlos an, sodass die Einstiegshürde deutlich sank.
Lässt Apple die „i“-Marke fallen?
Apple hat in den vergangenen Jahren bereits mehrere „i“-Marken aufgegeben, sodass ein mögliches iWork-Aus ins Gesamtbild passt. So wurden iBooks und iPhoto umbenannt, während iTunes in mehrere eigenständige Dienste aufgeteilt wurde.
Allerdings nutzt Apple weiterhin bekannte Namen wie iPhone, iPad oder iMac, sodass nicht jede „i“-Marke automatisch verschwindet. Deshalb bleibt offen, ob Apple iWork komplett streicht oder den Begriff nur schrittweise auslaufen lässt.
Einerseits existieren Support-Dokumente weiterhin unter dem Namen iWork, andererseits verzichtet Apple auf der Website bereits vollständig auf das Branding. Daher spricht vieles für einen sanften Übergang statt eines abrupten Endes.
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