Tesla arbeitet weiterhin an der Integration von Apples CarPlay in die eigenen Fahrzeuge, doch laut eines Bericht des bekannten Bloomberg-Journalisten Mark Gurman verzögert sich der Start aufgrund technischer Schwierigkeiten. Wie Gurman in seinem aktuellen „Power On“-Newsletter berichtet, hat Tesla in internen Tests festgestellt, dass die Turn-by-Turn-Navigation der eigenen Karten-App beim autonomen Fahren nicht korrekt mit Apple Maps synchronisiert wird.

Das Problem sorgt offenbar für Verwirrung, wenn Fahrer bzw. Fahrerinnen beide Navigationssysteme gleichzeitig verwenden. CarPlay soll bei Tesla nicht das bestehende Infotainment-System ersetzen, sondern innerhalb der vorhandenen Softwareoberfläche in einem separaten Fenster laufen. Wenn sich die Navigationshinweise beider Systeme widersprechen, könnte dies laut Gurman zu Unsicherheiten bei der Streckenführung führen. Dieses Risiko möchte Tesla vor der breiten Einführung aus guten Gründen beseitigen.

Um das Problem zu lösen, hat Tesla Apple gebeten, Änderungen an der Funktionsweise von Apple Maps vorzunehmen. Apple soll daraufhin eine Korrektur im Rahmen eines iOS-26-Updates eingespielt haben. Laut Gurman verzögert sich jedoch die Verteilung der neuen Software, was die Implementierung weiter ausbremst. Nach Angaben des Unternehmens läuft iOS 26 derzeit auf 74 Prozent aller iPhones, die in den vergangenen vier Jahren veröffentlicht wurden. Dies ist weniger als beim Vorgänger iOS 18 zur gleichen Zeit des Vorjahres, das auf 76 Prozent kam.

CarPlay sollte bereits 2025 von Tesla integriert werden

So sehen Apple Maps in Apples CarPlay aus.

Ursprünglich hatte Tesla geplant, CarPlay bis Ende 2025 zu integrieren. Die Verzögerung bedeutet, dass sich die Einführung nun voraussichtlich auf dieses Jahr verschieben könnte. Für Tesla markiert dieser Schritt eine deutliche Kursänderung: Tesla-CEO Elon Musk hatte CarPlay lange als überflüssig bezeichnet und den Wunsch der Kundschaft nach Unterstützung des Apple-Systems zurückgewiesen. Tesla-Verkaufspersonal oder Foren bei Reddit jedoch sprachen eine andere Sprache. Gurman berichtet:

„Es gibt unzählige Menschen, die ihre Teslas noch mehr lieben würden – oder vielleicht sogar zum ersten Mal einen kaufen würden –, wenn CarPlay unterstützt würde. Deshalb hat unser Bericht vom November, dass Tesla beschlossen hatte, diesen Weg einzuschlagen, so viel Begeisterung ausgelöst.“

Nun jedoch scheint Tesla den Nutzen zu erkennen: Die Integration von CarPlay könnte die Attraktivität der Fahrzeuge nach zuletzt schlechten Verkäufen weiter steigern und neue Käufergruppen ansprechen. Obwohl Teslas eigenes Infotainment-System branchenweit als eines der besten gilt, bleibt CarPlay für viele Autofahrer und -fahrerinnen aus dem Apple-Ökosystem ein entscheidendes Kaufargument.

Der Beitrag CarPlay: Teslas Integrationspläne durch Apple Maps-Inkompatibilität verzögert erschien zuerst auf appgefahren.de.

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