Schon im letzten Jahr habe ich den eSIM-Anbieter Airalo ausprobiert, da ich mobile Daten in den USA getestet habe. Nachdem ich mit Empfang und Geschwindigkeit durchaus zufrieden war, habe ich für meine China-Reise erneut auf Airalo gesetzt.
Da die große Firewall in China beliebte Dienste wie Instagram, Facebook, YouTube und Co. blockiert, ist ein VPN unumgänglich. Und alle gängigen eSIM-Anbieter haben ein VPN direkt integriert, sodass zusätzliche Apps auf dem iPhone nicht notwendig sind. Etwas irritierend finde ich allerdings, dass Airalo dieses positive Argument überhaupt nicht erwähnt.
Wie gut funktioniert Airalo in China?
Bevor man die Reise startet, sollte man sich gut vorbereiten. Der Kauf der eSIM sollte vor der Abreise erfolgen, am besten noch in Deutschland. Ihr wählt einfach einen Tarif aus und installiert die eSIM laut Anleitung auf dem iPhone. Darüber hinaus könnt ihr die eSIM kurz vor dem Abflug bereits aktivieren, denn der Gültigkeitszeitraum startet erst, wenn die eSIM eine Verbindung zum Mobilfunknetz am Zielort aufbaut.
Ich bin davon ausgegangen, dass 5 GB für rund vier Tage ausreichen. Leider lag ich falsch. Da ich sehr viel mit dem iPhone gearbeitet und auch nach Hause telefoniert habe, waren die Daten schneller aufgebraucht als gedacht. Der Aufpreis für unbegrenztes Internet ist allerdings gering, sodass ich diese Tarife klar empfehle.
eSIM in China aktivieren und direkt lossurfen
Absolut nicht zu empfehlen sind SIM-Karten, die man vor Ort direkt am Flughafen kauft. Hier greift nämlich die Große Firewall, sodass die oben genannten Dienste gesperrt sind. Mit der eSIM von Airalo gibt es hingegen keinerlei Probleme, wenn man auf Meta- oder Google-Dienste zugreifen möchte.
Unbegrenztes Internet ist eine Empfehlung, wenn man viel surft, hochlädt, telefoniert oder postet.
Nach der Landung gilt es, die eSIM in den Einstellungen zu aktivieren, damit das Smartphone eine Verbindung aufbauen kann. Da ich ein iPhone nutze, hier noch einmal die wichtigsten Schritte:
Stelle sicher, dass die Reise-eSIM aktiviert ist (Einstellungen → Mobilfunk).
Prüfe zudem, dass für deine private SIM das Datenroaming deaktiviert ist, um teure Roaminggebühren zu vermeiden.
Stelle anschließend sicher, dass die eSIM von Airalo die primäre Leitung für Daten ist und das Datenroaming hier aktiv ist. Nur dann kannst du im Internet surfen.
Zusätzlicher Tipp: Wenn die eSIM keine Verbindung aufbaut, hilft oft ein einfacher Trick – das Smartphone neu starten.
Bei mir hat alles wunderbar funktioniert, und mein iPhone hat sofort eine Verbindung zum ansässigen Mobilfunknetz aufgebaut, sodass ich direkt E-Mails abrufen und Dienste nutzen konnte. Der Zugriff auf Instagram, Facebook, Google und Co. hat ebenfalls problemlos funktioniert, sodass das integrierte VPN definitiv seinen Zweck erfüllt.
Mein Fazit zu Airalo in China
SIM-Karten am Flughafen kaufen? Das ist umständlich und in China keine gute Wahl, da die heimischen SIMs natürlich der Großen Firewall unterliegen. Es ist deutlich einfacher, wenn man eine eSIM schon zu Hause kauft und installiert, um im Zielland mit nur einem Klick online zu gehen.
Die Geschwindigkeiten sind gut, denn die 5G-Abdeckung in China, speziell in und um Shanghai, ist wirklich stark. Und mein Geheimtipp: Wenn ihr einen unlimitierten Tarif bucht, könnt ihr euren Laptop oder Mac über die Hotspot-Funktion ebenfalls online bringen und benötigt dann keinen zusätzlichen VPN mehr. Das funktioniert und ist deutlich einfacher, denn VPN-Services auf dem Mac kämpfen ebenfalls mit Restriktionen, sodass passende Server oftmals lange gesucht werden müssen.
Da ein VPN direkt integriert ist, benötigt man keine zusätzliche App, um gesperrte Apps und Dienste nutzen zu können. Das gilt übrigens nicht exklusiv für Airalo, sondern auch für andere Anbieter wie Saily.
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