Mit iOS 26.4 schaltet Apple den sogenannten Schutz für gestohlene Geräte erstmals standardmäßig für alle iPhones ein. Die Sicherheitsfunktion ist nicht neu. Sie wurde bereits Anfang 2024 mit iOS 17.3 eingeführt und reagierte auf Berichte über gezielte Diebstähle, bei denen Täter zuvor den Gerätecode ihrer Opfer ausspähten.
In solchen Fällen reichte der Code aus, um Passwörter auszulesen, Zahlungen auszulösen oder das Gerät aus der Ortung zu entfernen. Während der Schutz bislang manuell aktiviert werden musste, ist er mit iOS 26.4 automatisch aktiv, sofern die technischen Voraussetzungen erfüllt sind.
Der Diebstahlschutz greift vor allem dann, wenn sich das iPhone außerhalb sogenannter vertrauter Orte befindet. Zu diesen zählen üblicherweise das Zuhause oder der Arbeitsplatz. Erkennt das System eine solche Umgebung nicht, gelten für sicherheitsrelevante Aktionen strengere Regeln.
Biometrie statt Code bei sensiblen Funktionen
Ist der Schutz aktiv, lassen sich bestimmte Funktionen nur noch per Face ID oder Touch ID nutzen. Eine Eingabe des Gerätecodes allein reicht dann nicht mehr aus. Das betrifft unter anderem den Zugriff auf gespeicherte Passwörter, hinterlegte Zahlungsmethoden in Safari oder das Deaktivieren des Verloren-Modus. Auch das Löschen des Geräts, das Einrichten neuer Geräte per Schnellstart oder Änderungen an eSIMs sind ohne biometrische Bestätigung nicht möglich.
Apple verfolgt damit das Ziel, einen Missbrauch selbst dann zu verhindern, wenn der Gerätecode bekannt ist. Für alltägliche Vorgänge wie Apple-Pay-Zahlungen bleibt der Code jedoch weiterhin zulässig.
Schutz vor schnellen Kontoübernahmen
Zusätzlich führt der Diebstahlschutz bei besonders kritischen Änderungen eine Sicherheitsverzögerung ein. Wer etwa das Passwort des Apple Accounts ändern, sich abmelden oder sicherheitsrelevante Kontoeinstellungen anpassen möchte, muss zunächst eine biometrische Authentifizierung durchführen. Anschließend startet eine Wartezeit von einer Stunde, bevor eine zweite Bestätigung erforderlich wird. Diese Verzögerung soll Betroffenen Zeit verschaffen, ein gestohlenes Gerät als verloren zu markieren und den Zugriff zu sperren.
Standardmäßig greift diese Verzögerung nur außerhalb vertrauter Orte. Auf Wunsch lässt sie sich jedoch auch dauerhaft aktivieren. In diesem Fall gelten die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen unabhängig vom Standort.
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