Seit der umstrittenen Überarbeitung der Sonos-App im Mai 2024 arbeitet der Lautsprecherhersteller daran, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Ein aktueller Bericht von Bloomberg zeigt nun, wie das Unternehmen die nächste Überarbeitung angehen will. Statt eines umfassenden Neustarts plant Sonos diesmal kleinere Änderungen an Bedienung und Navigation der App für iPhone und Android.
Der neue Sonos-CEO Tom Conrad
Im Mittelpunkt stehen laut Unternehmenschef Tom Conrad eine übersichtlichere Steuerung und kürzere Wege zu häufig genutzten Funktionen. Die Anpassungen sollen das Bedienen von Lautsprechern und Musikdiensten vereinfachen.
Änderungen werden zunächst nur optional verteilt
Anders als beim großen Umbau vor rund zwei Jahren will Sonos den neuen Ansatz deutlich vorsichtiger einführen. Geplant ist eine Testphase in zehntausenden Haushalten. Nutzer sollen die Änderungen zunächst freiwillig aktivieren können, bevor sie später für alle freigegeben werden.
Das Unternehmen setzt dabei bewusst auf Rückmeldungen aus der Community. Diskussionen auf Plattformen wie Reddit oder in den eigenen Supportforen sollen in den Entwicklungsprozess einfließen. Ziel ist es, Probleme frühzeitig zu erkennen und Anpassungen vorzunehmen, bevor eine breitere Veröffentlichung erfolgt.
Der neue Ansatz ist auch eine direkte Reaktion auf die Erfahrungen aus dem Jahr 2024. Damals hatte Sonos die alte App vollständig ersetzt. Zahlreiche Fehler führten jedoch zu instabilen Verbindungen, fehlenden Funktionen und Problemen beim Zugriff auf Musikdienste.
Fokus bleibt auf Stabilität und Bedienbarkeit
Die Schwierigkeiten hatten spürbare Folgen für das Unternehmen. Hardwareverkäufe gerieten unter Druck, es kam zu Entlassungen und schließlich zu einem Wechsel an der Unternehmensspitze. Tom Conrad übernahm die Führung und erklärte die Stabilisierung der App zur zentralen Aufgabe.
Wie bereits in früheren Gesprächen mit Nutzern betonte Conrad auch gegenüber Bloomberg, dass sich interne Kennzahlen zu Leistung und Zuverlässigkeit inzwischen verbessert hätten. Gleichzeitig räumt Sonos ein, dass die aktuelle App weiterhin Schwächen in der Bedienung zeigt.
Parallel arbeitet das Unternehmen an weiteren Funktionen. Auf Android wurden zuletzt Steuerungen für den Sperrbildschirm ergänzt, mit denen sich Musik ohne Entsperren des Smartphones wechseln lässt. Für das iPhone prüft Sonos eine Umsetzung über Apples Live-Aktivitäten.
Die geplanten Anpassungen an der App könnten laut Bloomberg im Laufe des Frühjahrs erstmals öffentlich vorgestellt werden. Ein breiterer Start ist erst vorgesehen, wenn die Tests in den beteiligten Haushalten abgeschlossen sind.
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