Am vergangenen Dienstag hat Apple das neue iPad Air mit M4-Chip vorgestellt. Ihr habt die Wahl zwischen einem 11 oder 13 Zoll großen Bildschirm und könnt die neuen Modelle bereits vorbestellen. Die Auslieferung des neuen iPad Air beginnt am 11. März, wir durften das neue Modell mit 13 Zoll Display bereits vorab ausprobieren.

Im Prinzip können wir die ganze Sache ziemlich kurz gestalten. Mit dem Kauf des neuen iPad Air mit M4-Chip bekommt ihr ein iPad Air. Nicht mehr, nicht weniger. Im Vergleich zu den beiden Vorgängermodellen aus den Jahren 2024 und 2025 hat sich abgesehen vom Prozessor und vom Drahtlos-Chip absolut nichts verändert. Es ist ein wirklich wenig beeindruckendes Update, das Apple geliefert hat.

Andererseits kann man im gleichen Atemzug sagen: Das iPad Air ist in der 13 Zoll Ausführung wirklich beeindruckend. Für 849 Euro (11 Zoll ab 649 Euro) bekommt ihr ein gerade einmal 0,61 Zentimeter dünnes Tablet mit einem hochauflösenden Liquid Retina Display und einer erstklassigen Verarbeitung. Mit iPadOS 26 und den vielen tausend speziell angepassten Apps sowie der Einbindung in das Apple-Ökosystem gibt es wohl keine bessere Alternative.

So machen sich die Neuerungen des iPad Air bemerkbar

Im Vergleich zu den Vorgängern der letzten beiden Jahre punktet das neue iPad Air vor allem mit dem neuen Prozessor. Der M4-Chip ist allerdings auch nicht das Neueste, was Apple zu bieten hat. Immerhin kommt der M5 bereits im iPad Pro zum Einsatz.

Die Leistung des neuen iPad Air haben wir mit Geekbench auf die Probe gestellt. Das neue Modell erreicht im Single-Core-Test rund 3.575 Punkte, das sind rund 17 Prozent mehr als beim Modell mit M3-Chip. Im Multi-Core-Test beträgt das Resultat rund 12.500 Punkte, was einem Plus von 8 Prozent entspricht.

Apple verzichtet weiterhin auf ein USB-C-Ladegerät im Lieferumfang.

Wenn wir noch weiter zurückblicken, dann schafft das iPad Air mit M2-Chip „nur“ 2.600 Punkte im Single-Core-Test und 10.000 Punkte im Multi-Core-Test. Ich würde aber festhalten, dass 99 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer die Leistung des M2-Chips nicht annähernd ausnutzen. Bei den allermeisten Anwendungen verpufft die zusätzliche Power des M4 einfach nur. Ein Upgrade von den beiden vorherigen iPad Air Generationen ist aus Prozessor-Sicht absolut nicht notwendig.

Aber wie sieht es mit den anderen Anpassungen aus? Immerhin hat Apple dem iPad Air den hauseigenen N1-Chip für die Drahtlos-Verbindungen spendiert. Damit werden Bluetooth 6 und Wi-Fi 7 unterstützt. Gerade zur Nutzung von Wi-Fi 7 sind allerdings auch passende Router und andere Endgeräte notwendig. Die allermeisten von uns werden also auch hier im Alltag keine wesentlichen Unterschiede feststellen.

Interessant werden könnte aus meiner Sicht das Speicher-Upgrade von 8 auf 12 GB. Hier sprechen wir immerhin von einer Steigerung von 50 Prozent. Davon sollen rechenintensive Aufgaben und Apple Intelligence profitieren, auch hier sprechen wir also schon fast von sehr speziellen Fällen.

Kein Upgrade gab es leider beim Speicherplatz, die Basis-Konfiguration bleibt bei 128 GB. Etwas schade, denn beim iPhone 17e hat Apple den Speicherplatz auf 256 GB verdoppelt.

Für wen lohnt sich das Upgrade denn nun?

Hier eine pauschale Aussage zu treffen, das ist wirklich schwierig. Selbst im direkten Vergleich mit dem iPad Air der 5. Generation, dem ersten Modell mit einem M1-Chip, sind die Änderungen wirklich marginal, auch was Design und Bauform anbetrifft. Das letzte große Design-Update gab es bereits im Oktober 2020.

Das iPad Air ist einfach beeindruckend dünn.

Solltet ihr ein älteres iPad Air nutzen, dann ist ein Upgrade aus meiner Sicht sehr zu empfehlen. Ob ihr euch dann aber für das aktuelle iPad Air mit M4 oder den jetzt günstiger erhältlichen Vorgänger mit M3-Chip (ab 509 Euro) entscheidet, ist aus meiner Sicht nahezu egal.

Ein richtig cooles Upgrade ist das iPad Air, falls ihr bisher mit einem Standard-iPad unterwegs wart. Abgesehen von der Option, auch auf 13 Zoll wechseln zu können, gibt es einige spannende Verbesserungen. Hier mal eine kleine Liste, die ihr beim „normalen“ iPad nicht bekommt:

Apple Intelligence
Großer P3 Farbraum
Antireflex-Beschichtung
Unterstützung für Apple Pencil Pro
Unterstützung für das Magic Keyboard
bedeutend höhere Multi-Core-Leistung

Das Oceanhorn-Erlebnis mit dem iPad Air M4

Im Vergleich zu Android-Tablets punktet das iPad Air sicherlich auch mit der grandiosen Auswahl an Apps. Ganz egal, ob es dabei um Notizen, Medien oder auch Spiele geht. Ich habe das Wochenende genutzt und den dritten Teil von Oceanhorn auf dem neuen iPad Air angespielt.

Auf dem 13 Zoll Display sieht das neue Oceanhorn fantastisch aus.

Wenn man das iPad Air in den Händen hält und die 13 Zoll damit quasi direkt vor der Nase hat, ist das eine wirklich beeindruckende Sache. Das ist noch einmal eine ganze andere Geschichte als beispielsweise die Nintendo Switch 2, die zwar vom Controller profitiert, aber eben auch nur ein 7,9 Zoll Display hat.

Oceanhorn 3 wurde von Apple für Apple Arcade entwickelt und ist, abgesehen von portierten PC-Spielen, mit das optisch Beste, was es bisher im App Store gibt. Im Wind wehende Blätter und Grashalme, spiegelndes Wasser mit Wellengang, sobald man in die Pfütze springt – das sieht alles schon richtig gut aus.

Am Ende sind es aus meiner Sicht nicht nur die Spiele, die das iPad Air Erlebnis ausmachen. Es ist die Vielseitigkeit, mit der das Apple-Tablet punktet. Schließlich kann man damit auch erstklassig Medien konsumieren oder selbst kreieren, mit dem Apple Pencil kreativ oder produktiv werden und mit dem Magic Keyboard sogar eine fantastische (und leider auch sehr teure) Kombination aus Schutzhülle, Tastatur und Trackpad verwenden. Schwächen? Für mich persönlich ist es, wenn überhaupt, das Fehlen des 120 Hertz Displays, das dem deutlich teureren iPad Pro vorbehalten bleibt.


Apple 13″ iPad Air (M4): Liquid Retina Display, 128 GB, 12 MP Front‑/Rückkamera…
WARUM IPAD AIR – Das iPad Air mit Apple M4 Chip bringt noch mehr Performance in ein beeindruckendes Design. Und es kommt in zwei mobilen Größen…PERFORMANCE UND SPEICHERPLATZ – Der M4 Chip liefert großartige Grafik und unglaubliche Performance für flüssiges Multitasking und komplexe KI…

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