Heute gehört die briete und stetig wachsende Emoji-Auswahl selbstverständlich zu den Funktionen des iPhone. Mit der aktuellen Testversionen von iOS 26.4 hat Apple das Sortiment gerade erst wieder um neue Motive erweitert. Dazu zählen etwa ein Orca, eine Schatzkiste oder eine Kampfwolke.
In den Anfangsjahren des iPhones sah die Situation jedoch anders aus. Die kleinen Bildschriftzeichen waren zunächst gar nicht verfügbar oder nur mit Umwegen nutzbar.
Eine versteckte Funktion im System
Als das erste iPhone 2007 erschien, fehlte eine Emoji-Tastatur vollständig. Erst mit iOS 5 im Jahr 2011 führte Apple eine offizielle Unterstützung ein. Dazwischen lag eine Phase, in der Emoji nur auf Geräten für den japanischen Markt vorgesehen waren. An diese Zeit erinnert Marcin Wichary in einem aktuellen Blogeintrag.
Im System war die Funktion allerdings bereits vorhanden. Sie blieb lediglich hinter einer internen Einstellung verborgen. Entwickler stellten fest, dass sich diese Option aktivieren ließ, wenn eine entsprechende Systemeinstellung geändert wurde. Technisch handelte es sich um eine unsichtbare Konfigurationsoption mit dem Namen „KeyboardEmojiEverywhere“.
Für durchschnittliche Nutzer war dieser Weg jedoch kompliziert. Deshalb erschienen im App Store Anwendungen, die das Aktivieren der Funktion vereinfachten. Diese Applikationen boten eine einfache Oberfläche und schalteten im Hintergrund die versteckte Einstellung frei.
Apple reagierte energisch auf solche Angebote. Nur wenige Anwendungen schafften es an der App Store Kontrolle vorbei, viele wurden abgelehnt oder aus dem App Store entfernt
Versteckte Freischalter in scheinbar harmlosen Apps
Daraufhin begannen Entwickler, die Emoji-Freischaltung in andere Anwendungen zu integrieren. In manchen Fällen handelte es sich um Programme, die auf den ersten Blick nichts mit Tastaturen zu tun hatten. Ein Beispiel war ein RSS-Reader für eine chinesische Nachrichtenseite. Durch bestimmte Eingaben innerhalb der Anwendung ließ sich die versteckte Systemeinstellung aktivieren.
Auch andere Apps nutzten ähnliche Methoden. Teilweise mussten Nutzer eine bestimmte Zahlenfolge eingeben oder in der Anwendung mehrere Schritte ausführen.
Damals schwer angesagt: App-Ordner mit Emojis beschriften
Hinzu kam eine weitere Einschränkung. In den frühen Versionen funktionierten Emoji nur, wenn sowohl Sender als auch Empfänger die entsprechende Einstellung aktiviert hatten. Das iPhone musste die übertragenen Codes korrekt interpretieren und als Grafik anzeigen. Viele Nutzer verwechselten Emoji zudem mit klassischen Emoticons, die bereits in einigen Tastaturen enthalten waren.
Erst mit iOS 5 stellte Apple schließlich eine offizielle Emoji-Tastatur bereit. Danach ließ sich die Funktion direkt in den Einstellungen aktivieren und wurde schnell zu einem festen Bestandteil der mobilen Kommunikation.
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