Diese Zeilen entstehen natürlich auf dem neuen MacBook Neo (Amazon-Link), das ich nun seit den letzten 24 Stunden im Einsatz habe. Ich nutze zum Schreiben meiner Texte die App iA Writer und nebenbei sind nicht nur Apple Music und Safari aktiv, sondern es läuft auch ein 4K-Video-Export in iMovie. Wie gut klappt das alles mit dem MacBook Neo? Ich möchte meine Erfahrungen mit euch teilen.
Mehrere Video-Spuren, einige Animationen und Übergänge sowie ein paar Filter. Ich bin wahrlich nicht der große Video-Experte, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das die Zutaten für einen kleinen Reise-Blog sein könnten, den ihr mit eurer Familie teilen wollt. Ich kann euch sagen: Das MacBook Neo macht dabei einen guten Job, die Bedienung von iMovie ist zu jeder Zeit flüssig und schnell. Beim 4K-Export lässt sich der Budget-Mac dann aber doch etwas Zeit, das knapp vier Minuten lange Video wurde knapp zwölf Minuten lang exportiert.
Das war für mich aber kein großes Thema, denn nebenher habe ich diesen Text geschrieben und gleichzeitig ein bisschen in Safari recherchiert. Ja, es ist alles nicht ganz so flott und zügig wie auf meinem Mac mini mit M4 Pro Chip oder auf meinem MacBook Pro mit M1 Pro, hier reden wir aber auch über ganz andere Preisklassen.
iMovie läuft auf dem MacBook Neo absolut flüssig
Die Wahl zwischen 699 und 1.199 Euro
Wenn ihr ein neues MacBook direkt bei Apple kaufen möchtet und keine besonderen Ansprüche habt, dann stehen das MacBook Neo für einen Preis von 699 Euro und das MacBook Air mit M5-Chip für 1.199 Euro zur Auswahl. Natürlich ist das MacBook Air in allen Belangen überlegen, schneller und wohl die bessere Wahl. Bei einem Preisunterschied von 500 Euro dürfte sich der eine oder andere Nutzer aber fragen: Tut es nicht auch das günstige MacBook Neo? Und genau diese Frage möchte ich euch heute beantworten.
Ich habe mich beim Kauf übrigens für das MacBook Neo mit 512 GB Speicher entschieden, das mit 799 Euro etwas mehr kostet. Der einzige Unterschied neben dem doppelten Speicherplatz ist der zusätzliche Touch ID Button, den man gerne als Extra mitnimmt. So wird das Entsperren des MacBook Neo noch ein bisschen komfortabler und die Handhabung mit Apple Pay oder Passwörtern etwas einfacher.
Als Schüler, Student oder Lehrer bekommt ihr beide Varianten des MacBook Neo übrigens 100 Euro günstiger, die Preise starten in diesem Fall also schon bei 599 Euro.
Office-Arbeiten sind mit dem MacBook Neo absolut kein Problem
Über ein bisschen Videoschnitt mit iMovie habe ich ja schon berichtet. Und da ist doch klar, dass ein bisschen Office-Arbeiten kein Problem sind. Egal ob das nun mit meinem iA Writer oder doch einer anderen App wie Pages, Numbers oder auch Word der Fall ist.
Eine Wohltat ist die Tastatur. Gerade wenn ihr noch ein altes Intel-MacBook mit der umstrittenen Butterfly-Tastatur im Einsatz habt, solltet ihr echt über einen Wechsel nachdenken. Das Tippgefühl ist absolut klasse und farblich sind die Tasten ein echter Hingucker. In der blauen Variante des MacBook Neo sind sie hellblau (oder vielleicht eher grau). Das sieht optisch richtig klasse aus.
Tastatur und Trackpad des MacBook Neo lassen nur ein Detail vermissen
Gespart hat Apple nur bei der Beleuchtung, die gibt es beim MacBook Neo für die Tastatur nämlich nicht. Tagsüber ist das kein Problem und wenn ihr wisst, wo eure Finger für die Buchstaben hinmüssen, klappt es auch im Dunkeln wunderbar. Schwierig wird es aus meiner Sicht nur, wenn man beispielsweise eine der Sondertasten treffen möchte, um etwa abends beim Medienkonsum die Wiedergabe zu pausieren oder die Lautstärke anzupassen.
Ebenfalls nicht eingebaut hat Apple den Umgebungslichtsensor, der für die Anpassung der Bildschirmhelligkeit genutzt wird. Hier müsst ihr also selbst ran. Mit 500 Nits Helligkeit kann man auch an sonnigen Tagen noch recht ordentlich arbeiten, solange die Sonne nicht direkt auf das Display scheint. In dieser Disziplin ist das MacBook Air übrigens gleichauf, erst beim MacBook Pro gibt es mehr Reserven in Sachen Helligkeit.
Das Trackpad fällt beim MacBook Neo aufgrund der etwas kompakteren Maße ein bisschen kleiner aus, außerdem verbaut Apple ein einfaches Multi-Touch Trackpad. Wenn man direkt vom Force Touch Trackpad wechselt, spürt man durchaus einen Unterschied – am nächsten Tag habe ich selbst den nicht mehr wahrgenommen. Ich empfehle hier generell, in den Systemeinstellungen unter Trackpad die Funktion „Klick durch Tippen“ zu aktivieren. Dann muss man das Trackpad nur antippen und nicht fest drücken – sehr entspannt (und zudem leise).
Wie sieht es mit Spielen auf dem MacBook Neo aus?
Oceanhorn läuft flüssig, sieht aber etwas verwaschen aus
Mit seiner begrenzten Grafik-Leistung und zudem noch mit macOS als System ist das MacBook Neo definitiv keine Gaming-Maschine. Casual-Gaming ist aber definitiv möglich, insbesondere wenn man sich gut optimierte Titel aus Apple Arcade aussucht. Immerhin laufen die ja auch auf dem iPhone 16 Pro recht gut, bei dem ebenfalls der A18 Pro Chip zum Einsatz kommt. Der große Unterschied: Das deutlich größere Display des MacBook Neo.
Das habe ich vor allem beim neuen Oceanhorn 3 bemerkt. Hier wirkt die Grafik etwas verwaschen und nicht annähernd so scharf wie auf dem kleineren iPhone-Display. Falls euch das nicht stört, läuft Oceanhorn 3 aber absolut flüssig und ist definitiv super spielbar – übrigens ohne dass irgendwann ein Lüfter anspringt, denn das MacBook Neo hat gar keinen.
Auch Racing-Spiele kaufen ruckelfrei
Als zweiten Titel habe ich Asphalt 8 ausgesucht. Das Arcade-Rennspiel von Gameloft macht nur Spaß, wenn es richtig flüssig und schnell läuft – und auch diese Herausforderung hat das MacBook Neo mit Bravour bewältigt. Ich gehe davon aus, dass auch die allermeisten anderen Spiele aus dem App Store sehr ordentlich laufen werden. Zwischendurch mal ein Spiel zu spielen, ist mit dem MacBook Neo also kein Problem. Allerdings auf iPhone-Niveau und nicht auf dem Konsolen-Level.
Ein tolles Gerät für alle, die nicht professionell arbeiten
Nachdem ich es selbst ausprobiert habe, bin ich mir absolut sicher, dass das MacBook Neo in seiner jetzigen Form für einen Großteil der Apple-Kundschaft mehr als ausreichend ist. Im Prinzip für alle die, die keine super professionellen Aufgaben verfolgen, sondern einfach nur einen Computer für Alltagsaufgaben benötigen.
Noch nicht wirklich einschätzen kann ich, wie es in ein paar Jahren aussehen wird. Wie viele Jahre wird Apple das MacBook Neo mit Updates versorgen? Was die Performance angeht, dürfte es aber so schnell keine echten Probleme geben: Im Single-Core-Benchmark ist das MacBook Neo fast 50 Prozent schneller als ein MacBook Air mit M1-Chip und nur unwesentlich länger als das Modell mit einem M4-Prozessor. Das sollte für die nächsten Jahre mehr als ausreichend sein.
Oder bremst euch eine Einschränkung aus?
Problematisch wird es aus meiner Sicht nur, wenn euch eine der Sparmaßnahmen direkt trifft. Und damit meine ich nicht unbedingt die „nur“ 8 GB RAM, die Apple dank Swap-Technik und Auslagerung auf die SSD ganz gut in den Griff bekommt.
So gibt es etwa nur zwei USB-C-Anschlüsse und nur einer davon unterstützt schnellen Datentransfer. Es gibt kein HDMI- und keinen SD-Slot, hier müsst ihr also auf Adapter setzen. Es wird nur ein externes Display mit 4K und maximal 60 Hertz unterstützt, bei Thunderbolt-Zubehör ist erst gar nicht kompatibel. Auch auf das komfortable MagSafe muss verzichtet werden, ebenso auf die bereits erwähnte Tastaturbeleuchtung.
Apple 13″ MacBook Neo Laptop mit A18 Pro Chip: Entwickelt für KI und Apple…
Der Beitrag 24 Stunden mit dem neuen MacBook Neo erschien zuerst auf appgefahren.de.
