Apple hat im Jahr 2025 offenbar eine Übernahme des Entwicklerstudios Lux Optics, das Team hinter der beliebten Kamera-App Halide, geprüft, um die Kamera-App zukünftiger iPhone-Modelle zu verbessern. Wie aus einem Bericht von The Information hervorgeht, verliefen die Gespräche jedoch ergebnislos und führten im Nachgang zu einem Rechtsstreit zwischen den Mitbegründern des Unternehmens.
Lux Optics ist vor allem für iPhone-Kamera-Apps wie Halide, Kino und Spectre bekannt. Während der Verhandlungen im Sommer 2025 soll Apple großes Interesse an der Technologie und dem geistigen Eigentum des Start-Ups gezeigt haben. Eine Einigung kam jedoch nicht zustande, da Lux offenbar auf ein höheres Angebot zu einem späteren Zeitpunkt hoffte.
Kurz nach dem Scheitern der Gespräche bemühte sich Apple Berichten zufolge, den Mitbegründer und Designer Sebastiaan de With für sich zu gewinnen. Im Dezember entließ Lux-CEO Ben Sandofsky de With wegen angeblicher finanzieller Unregelmäßigkeiten. Im Januar bestätigte de With anschließend seinen Wechsel in das Designteam von Apple.
Mitbegründer Sebastiaan de With soll Firmengelder veruntreut haben
Die Halide Mark II-App lässt sich auf iPhones und iPads nutzen.
Sandofsky hat inzwischen Klage vor dem California Superior Court in Santa Cruz eingereicht. Darin wirft er de With vor, seit 2022 mehr als 150.000 US-Dollar an Firmengeldern für private Zwecke verwendet zu haben. Zudem soll er vertrauliche Informationen und Quellcode von Lux an Apple weitergegeben haben.
Apple selbst wird in der Klage nicht als Beklagter geführt, und dem Unternehmen wird kein Fehlverhalten vorgeworfen. Während der Übernahmegespräche soll Apple jedoch betont haben, dass das geistige Eigentum von Lux eine zentrale Rolle bei der Bewertung spiele. Ziel sei es gewesen, die hauseigene Kamera-App weiterzuentwickeln, die intern als strategisch besonders wichtig gilt.
Die Anwälte von de With weisen die Vorwürfe zurück und sprechen von einer unbegründeten Klage. Sie bestreiten, dass er „geistiges Eigentum von Lux bei Apple genutzt oder weitergegeben“ habe. Zudem argumentieren sie, die Klage stehe im Zusammenhang mit internen Unstimmigkeiten, und dass diese erst eingereicht wurde, nachdem de With Einsicht in Finanzunterlagen gefordert und mögliche Unregelmäßigkeiten angesprochen habe. Dies deute darauf hin, dass es sich „um einen Vergeltungsmaßnahme für diese Bemühungen und einen Versuch handele, eine Überprüfung dieses Verhaltens zu vermeiden“.
Die Flaggschiff-App von Lux Optics, Halide Mark II Pro Camera (App Store-Link), ist weiterhin im deutschen App Store für iPhones und iPads erhältlich und kann nach einer kostenlosen siebentägigen Testphase über ein Abo ab 9,99 Euro/Monat oder einen Einzelkauf in Höhe von 69,99 Euro mit allen Funktionen genutzt werden. Für die Installation wird mindestens iOS/iPadOS 18.0 oder neuer sowie rund 92 MB an freiem Speicherplatz benötigt.
Halide Mark II – Pro-Kamera (Kostenlos+, App Store) →
Der Beitrag Apple wollte 2025 Lux Optics kaufen: Stattdessen gibt es nun einen Rechtsstreit erschien zuerst auf appgefahren.de.
