Mit „Weather.exe“, „brrr“ und „Digs“ sind drei neue iPhone-Applikationen im App Store erschienen, die unterschiedliche Ansätze verfolgen. Während die Weather.exe eine nicht ganz ernst gemeinte Wetter-App für Windows-Nostalgiker ist, richtet sich brrr andere an technisch versierte Nutzer mit Automatisierungsbedarf. Digs konzentriert sich auf die Verwaltung privater Musiksammlungen ohne Internetverbindung.

Wetter-App im klassischen Windows-Design

„Weather.exe“ greift die Gestaltung klassischer Windows-Anwendungen aus den 1990er Jahren auf und überträgt diese auf die Anzeige von Wetterdaten. Die Anwendung zeigt aktuelle Bedingungen, stündliche Prognosen und eine Vorschau für zehn Tage. Ergänzt werden die Angaben durch Werte wie Windstärke, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck.

Die Oberfläche orientiert sich bewusst an bekannten Elementen älterer Betriebssysteme. Fensterrahmen, Schaltflächen und Farbgebung erinnern an frühere Desktop-Anwendungen. Mehrere Orte lassen sich verwalten und bei Bedarf schnell wechseln. Die Anwendung ist vergleichsweise klein und eher als Gag denn als ernster Prognose-Dienst zu verstehen.

Weather.exe (Kostenlos, App Store) →

Push-Benachrichtigungen per Webhook

Mit „brrr“ steht eine Anwendung bereit, die sich vor allem an Nutzer richtet, die automatisierte Abläufe nutzen. Ein moderner Pushover-Konkurrent, wenn man so will. Statt einer klassischen Oberfläche setzt die App auf ein reduziertes Konzept. Benachrichtigungen werden über sogenannte Webhooks ausgelöst, also über einfache HTTP-Anfragen.

Das ermöglicht die Anbindung an Skripte, Server, Smart-Home-Systeme oder Dienste wie GitHub-Aktionen. Nutzer können festlegen, welche Geräte Benachrichtigungen erhalten und ob Inhalte wie Links oder Bilder enthalten sein sollen. Die Integration in die Fokusfilter von iOS erlaubt es zudem, Benachrichtigungen kontextabhängig zuzulassen oder zu unterdrücken.

Die Verarbeitung der Daten erfolgt laut Anbieter weitgehend gerätegebunden. Inhalte der Benachrichtigungen werden nicht dauerhaft auf Servern gespeichert. Die App finanziert sich über ein Abo-Modell und kostet monatlich 1 Euro bzw. jährlich 10 Euro.

brrr • just push notifications (Kostenlos+, App Store) →

Vinyl-Sammlungen ohne Internet durchsuchen

„Digs“ richtet sich an Nutzer, die ihre Schallplattensammlung über Discogs verwalten. Nach einer einmaligen Synchronisation werden die eigenen Daten lokal auf dem iPhone gespeichert. Anschließend lassen sich Alben, Künstler und weitere Informationen auch ohne Internetverbindung durchsuchen.

Die App bietet eine Volltextsuche sowie eine Sortierung nach bestehenden Ordnerstrukturen aus dem Discogs-Konto. Zusätzlich gibt es eine Zufallsfunktion, die bei der Auswahl eines Albums helfen soll. Detailansichten liefern Informationen zu Titellisten, Veröffentlichungsjahren und weiteren Metadaten.

Die Anwendung verzichtet laut Entwickler auf Tracking und externe Datenspeicherung. Alle Inhalte verbleiben auf dem Gerät des Nutzers. Damit positioniert sich „Digs“ als Ergänzung zur offiziellen Discogs-App mit Fokus auf schnelle, lokale Nutzung.

Digs for Discogs (Kostenlos, App Store) →

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