Laifen konnte uns bereits mit den ersten Versionen seiner Wave-Zahnbürsten überzeugen. Jetzt hat der Hersteller mit der Laifen Wave Pro ein neues Premium-Modell im Programm, das wir eine Woche lang getestet haben.
Die Wave-Zahnbürsten nehmen dem Käufer die Entscheidung zwischen Modellen mit Schwing- und Vibrationsbewegung ab. Die Geräte können beides und bieten zudem die Möglichkeit, das Zusammenwirken dieser Modi anzupassen. Ein Feature, das für merklich angenehmere und gründlichere Reinigung sorgt. Die Laifen Wave Special ist hier bereits ein Jahr lang im Einsatz.
Neue Funktionen und Materialien
Bei der neuen Wave Pro hat Laifen eine ganze Reihe von Verbesserungen einfließen lassen. Über die begleitende App stehen bei diesem Modell deutlich umfangreichere Konfigurationsmöglichkeiten zur Verfügung.
Doch zunächst zu den Basics. Die Laifen Wave Pro wird in verschiedenen Ausführungen angeboten. Die für 99 Euro erhältliche Kunststoffvariante erfüllt dabei ihren Zweck voll und ganz. Wer Wert auf edle Optik oder besondere Materialien legt, kann die Zahnbürste auch mit transparentem oder aus Edelstahl gefertigtem Gehäuse kaufen. Die zuletzt genannte Ausführung haben wir auf dem Tisch.
Das Edelstahlgehäuse macht die Bürste beim ersten Anfassen ungewohnt schwer, liegt aber sehr gut in der Hand. Das zusätzliche Gewicht nimmt man nach kurzer Zeit nicht mehr wahr. Auf der Hochglanzoberfläche sind Fingerabdrücke und dergleichen jedoch schneller sichtbar. Wir wischen die Bürste nach der Reinigung aber ohnehin stets trocken ab.
App bietet umfangreiche Einstellmöglichkeiten
Damit sind wir auch gleich beim ersten neuen Feature der Wave Pro. Über die App lässt sich festlegen, dass der Bürstenkopf schnell rotiert, wenn man die Zahnbürste mit dem Kopf nach unten hält, um verbliebenes Wasser herauszuschütteln. Das verhindert, dass hinterher Wasser heruntertropft, und macht die Bürste schnell reisebereit.
Apropos Reise: Durch langes Drücken auf die Einschaltaste kann man einen Flugmodus aktivieren, in dem die Bürste auch nicht versehentlich anspringt. Denkt bei der ersten Benutzung daran, dass man die Laifen Wave Pro nach dem Kauf erstmal auf die gleiche Weise entsperren muss.
Die App kommuniziert per Bluetooth mit der Bürste und verzichtet weitgehend auf Schnickschnack. Im Vordergrund steht die Konfiguration der Zahnbürste. Wer detaillierte Reinigungsberichte sucht, ist hier falsch. Die App speichert lediglich Statistiken und bietet in erster Linie umfangreiche Einstellungsoptionen an.
Detaillierte Reinigungsvorgaben
Am wichtigsten sind hier die Vorgaben zur Grundfunktion. Standardmäßig bietet die Laifen Wave Pro drei Reinigungsstufen, für die man jeweils die grundlegende Intensität und das Verhältnis von Schwingung zu Vibration festlegen kann. Optional kann man eine vierte Stufe aktivieren, in der die Zahnbürste dann mit maximaler Frequenz arbeitet.
Zwischen diesen Stufen wählt man an der Bürste selbst durch doppeltes Drücken der Einschalttaste. Durch dreimaliges Drücken kann man zudem zwischen Standard- und dem spürbar kräftigeren Tiefenreinigungsmodus wechseln. Die drei Stufen sind in beiden Modi verfügbar.
An dieser Stelle kurz ein Einwurf zur Bedienung. Es wirkt zumindest anfangs störend, dass die Taste an der Bürste keinen Druckpunkt hat. Auch hier setzt aber nach mehrfacher Benutzung ein Gewöhnungseffekt ein.
Nette Zusatzfeatures als Option
Neben Standardfunktionen wie einer kurzen Unterbrechung, um an den Wechsel des Reinigungsbereichs zu erinnern, lassen sich über die App nette und teils nicht alltägliche Zusatzfunktionen aktivieren. Beispielsweise ein langsamer Start, auch um Zahnpastaspritzer zu vermeiden oder die Borstenschutzfunktion: Hier wird der Bürstenkopf vom Waschbecken weg gedreht, wenn die Zahnbürste steht. Im Liegen dreht sich der Kopf nach oben, um Kontakt mit Oberflächen zu vermeiden.
Für die Reinigung selbst sind zwei Bürstenköpfe im Lieferumfang enthalten: Einer für die Standardreinigung und ein weiterer, mit einem etwas härteren Bürstenset, für die Zahnaufhellung. Der gummiähnliche Kunststoff auf der Rückseite sorgt für ein angenehmes und schonendes Gefühl im Mund. Die Bürste ist zudem mit den Standardköpfen von Laifen kompatibel. Nachschub gibt es beim Hersteller selbst oder bei Amazon.
Lange Akkulaufzeit und kabelloses Laden
Die Akkulaufzeit der Laifen Wave Pro wird mit eindrucksvollen 70 Tagen angegeben. Schon die Vorgänger konnten hier mit hervorragenden Werten punkten und man kann davon ausgehen, dass diese Prognose bei gewöhnlicher Nutzung weitgehend eingehalten wird.
Als Ladezubehör liegt ein kleiner magnetischer Ladeteller bei, der durch einen Saugnapf auch sicher am Waschbecken steht und während des Ladevorgangs eine kleine Lightshow mit pulsierendem LED-Sockel liefert. Allerdings verbringt das Ding bei uns die meiste Zeit in der Schublade und kommt nur dann zum Einsatz, wenn man die Bürste laden muss.
Weiterentwicklung mit Fokus auf Feinschliff
Die Laifen-Zahnbürsten sind aus unserer Sicht nicht nur wegen ihrer außergewöhnlichen Funktionsweise, sondern auch von ihrer Verarbeitung und Ausstattung weiterhin eine klare Empfehlung. Das neue Modell bildet hier keine Ausnahme.
Die Standardmodelle werden bereits zu Preisen um die 60 Euro angeboten. Die neue Wave Pro kostet je nach Ausführung zwischen 99 und 140 Euro. Amazon fährt hier beispielsweise gerade eine Aktion für das Modell in Blau.
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