Die parallele Nutzung von Smartphone und Fernseher hat sich längst über jüngere Zielgruppen hinaus ausgebreitet. Neue Zahlen des Marktforschungsunternehmens Omdia zeigen, dass inzwischen auch ältere Zuschauer zunehmend parallel Inhalte konsumieren.

Second-Screen-Nutzung: Bei jungen Anwendern schon länger hoch im Kurs

Besonders deutlich wird dieser Wandel in der Altersgruppe zwischen 45 und 54 Jahren.

Zweitbildschirm etabliert sich

Laut der aktuellen Erhebung nutzten im November 2025 rund 52 Prozent der US-Amerikaner im Alter von 45 bis 54 Jahren ihr Smartphone, um während des Fernsehens zusätzliche Videoinhalte abzurufen.

Drei Jahre zuvor lag dieser Anteil noch bei 39 Prozent. Auch in der Gruppe der 55- bis 64-Jährigen zeigt sich eine klare Entwicklung. Hier stieg der Anteil von 20 auf 35 Prozent.

Damit verlagert sich ein Verhalten, das lange vor allem mit jüngeren Nutzern verbunden wurde, zunehmend in die Breite der Gesellschaft. Während jüngere Zuschauer weiterhin häufig parallel mehrere Inhalte konsumieren, bleibt das Wachstum in diesen Gruppen vergleichsweise gering.

Bei den 18- bis 24-Jährigen stieg der Anteil nur leicht von 61 auf 63 Prozent. Auch bei den 25- bis 34-Jährigen zeigt sich kaum Veränderung.

Inhalte für gleichzeitiges Handysurfen optimiert

Die Zahlen verdeutlichen, dass sich die Nutzung von Medien grundlegend verändert. Inhalte werden nicht mehr ausschließlich auf einem Gerät verfolgt. Stattdessen teilen Nutzer ihre Aufmerksamkeit zwischen Fernseher, Smartphone und weiteren digitalen Angeboten auf.

Für Anbieter von Streaming-Diensten und klassischen Fernsehsendern ergeben sich daraus neue Anforderungen. Inhalte müssen nicht nur für den großen Bildschirm funktionieren, sondern auch für parallele Nutzung auf mobilen Geräten geeignet sein.

Handlung wird erklärt: Netflix optimiert Filme für gleichzeitiges Handysurfen

Entsprechend ist ein Wandel auch bei der inhaltlichen Gestaltung von Streaming-Produktionen zu beobachten. Wie berichtet, passt etwa Netflix seine Erzählweise zunehmend an die parallele Nutzung von Smartphones an. Zentrale Handlungselemente werden früher platziert, wichtige Inhalte häufiger wiederholt und Dialoge klarer strukturiert, um auch bei unterbrochener Aufmerksamkeit verständlich zu bleiben.

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