Meine Drohnen-Erfahrungen kann man locker an einer Hand abzählen. Vor geschätzt zehn Jahren habe ich die Sache relativ schnell wieder aufgegeben und zuletzt konnte ich die DJI Neo der ersten sowie zweiten Generation testen. Nun hat mich der Hersteller eingeladen, auch die neue DJI Avata 360 (Amazon-Link) auszuprobieren. Meine ersten Eindrücke möchte ich in diesem Artikel mit euch teilen.

Meine bisherigen Erfahrungen sind also wirklich nicht sehr groß. Im Prinzip wusste ich zuvor grob, wie man einen DJI-Controller bedient, die Drohne startet und wieder landet. Und auch der grundlegende Aufbau der DJI-App war mir bereits bekannt.

Die wichtigsten Drohnen-Infos für Einsteiger

Mit einem Gewicht von 455 Gramm fällt die DJI Avata 360 in die EU-Drohnenklasse C1. Es ist also definitiv kein Spielzeug mehr, mit dem man einfach so machen kann, was man möchte. Es gelten ein paar Spielregeln, hier die wichtigsten Details im Überblick:

Erforderlicher Führerschein: Kompetenznachweis A1/A3
Betrieb: Unterkategorie A1 (nahe an Menschen erlaubt, aber Menschenansammlungen vermeiden)
Registrierung: Betreiber-ID (eID) beim LBA in Deutschland erforderlich
Versicherung: Haftpflichtversicherung ist notwendig
FPV-Flug: Zweite, beobachtende Person ist bei Nutzung einer Videobrille notwendig

Wenn ihr, genau wie ich, neu dabei seid, dann empfehle ich euch einen Blick auf diesen Ratgeber-Artikel auf skyzr.com. Dort findet ihr auch Infos zum Drohnenführerschein und zur Registrierung der Drohne.

360-Grad-Kamera der DJI Avata 360 sorgt für ersten Aha-Effekt

Was für mich bei der manuellen Steuerung der DJI Neo 2 eine Herausforderung war: Die (nahezu) starre Kamera der Drohne muss genau auf das zu filmende Objekt ausgerichtet werden. Das erfordert tatsächlich einiges an Übung und eine Portion Geschick. Genau das ist bei der DJI Avata 360 aber nicht notwendig.

Die Drohne verfügt über internen Speicher und einen MicroSD-Slot.

Die zwei Kameras zeichnen ein 8K-Rundum-Video auf. Die Drohne filmt also gleichzeitig nach oben, unten, rechts, schräg links oder wohin auch immer. Die auf dem internen Speicher (42 GB) oder einer eingesetzten Speicherkarte abgelegte Aufnahme kann dann entweder per WLAN auf das iPhone oder per Kabel auf den Mac/PC transferiert werden. Und hier geht die Magie im DJI Studio dann richtig los.

Es kann einfach im Nachhinein festgelegt werden, welchen Bildausschnitt der 360-Grad-Aufnahme man verwenden möchte. Und nicht nur das: Wenn man nicht schon während des Flugs ein zu verfolgendes Objekt ausgewählt hat, kann man das einfach nachträglich im DJI Studio machen.

In DJ Studio könnt ihr die Aufnahmen der Drohne bearbeiten.

Ich finde das einfach grandios. Denn so kann man sich während des Flugs ganz auf die Drohne und ihre Position konzentrieren und muss sich nicht gleichzeitig noch um die Kamera kümmern. Das erledigt man einfach später. Zudem bietet das DJI Studio zahlreiche vorgefertigte Effekte, wie etwa ein 360-Grad-Rundum-Schwenk.

Prinzipiell kann man während des Flugs nicht viel verkehrt machen. Die Drohne verfügt über so viele Sensoren, dass man nicht einfach im nächsten Baum oder in einem anderen Hindernis landen kann. Ich habe es jetzt nicht auf Teufel komm raus versucht, aber es dürfte ziemlich schwierig sein, die DJI Avata 360 zum Absturz zu bringen.

Fly More Combo mit klassischer Fernbedienung oder FPV-Brille?

Solltet ihr neu im DJI-Kosmos sein, könnt ihr die neue Drohne entweder zusammen mit dem RC 2 Controller oder den Goggles N3 sowie dem RC Motion 3 Controller bestellen. Auf jeden Fall solltet ihr ein Set mit Zusatzakkus kaufen, denn ansonsten ist der Flugspaß nach etwa 16 bis 18 Minuten schon wieder vorbei. Aber welches Bundle ist eher zu empfehlen?

Die Goggles sind natürlich eine ziemlich futuristische Angelegenheit, und die Steuerung mit dem kleinen Controller, der unter anderem die Neigung eurer Hand erkennt und in Flugmanöver umsetzt, ist wirklich sehr einfach zu lernen. Offiziell müsst ihr für einen Flug allerdings immer eine zweite Person mit dabei haben, die für euch die Umgebung überwacht. Zudem fand ich es nicht ganz so intuitiv, in diesem Flugmodus zum Beispiel Objekte zum Tracking zu markieren.

Der RC 2 Controller mit dem eingebauten Bildschirm ist am Ende des Tages die klassischere Lösung. Es braucht ein paar Flüge, bis man die Steuerung mit den zwei Joysticks perfekt verinnerlicht hat. Bei mir klappte das nach sieben, acht Akkus schon recht ansehnlich. Im Vergleich zu anderen Drohnen profitiert man hier definitiv auch von den 360 Grad Kameras, dazu hatte ich ja oben schon etwas beschrieben.

Wenn ich mich nach den ersten Testflügen für eine der beiden Fly More Combos entscheiden müsste, dann würde ich auf jeden Fall das Bundle mit dem klassischen RC 2 Controller bevorzugen. Die Googles samt Motion-Fernbedienung kann man sich später auch noch einzeln kaufen.

Video geplant: Was wollt ihr noch alles wissen?

Die ersten Aufnahmen sind bereits im Kasten, in der zweiten Wochenhälfte nehme ich die DJI Avata 360 noch einmal mit an den Strand. Gerne würde ich euch in einem Video zeigen, was selbst ein absoluter Neuling mit dieser Drohne alles für Perspektiven und Eindrücke einfangen kann.

Sollte euch ein bestimmtes Thema oder eine besondere Funktion genauer interessieren, dann meldet euch doch gerne in den Kommentaren. So kann ich versuchen, eure Fragen im kommenden Video zu klären.


DJI Avata 360 Fly More Combo (RC 2), 360°-Drohne mit 1-Zoll-8K-360°-Imaging für…
1-Zoll-8K-360°-Imaging – Mit 1-Zoll-äquivalenten Sensoren [1] werden Licht und Schatten mit außergewöhnlicher Klarheit eingefangen…O4+ FHD-Videoübertragung – Bietet starke Störfestigkeit, liefert hochauflösende Übertragung mit hoher Bildrate in 1080p/60 fps und unterstützt…

Der Beitrag Meine ersten Einsteiger-Eindrücke der DJI Avata 360 erschien zuerst auf appgefahren.de.

Blog

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *