Gegen Ende des letzten Jahres hat der Humane AI Pin für viel Erstaunen gesorgt, da hier Künstliche Intelligenz zum Anfassen mit dabei ist. Der AI Pin, der vorerst nur für die USA bestimmt ist, kostet 700 US-Dollar und setzt zudem ein monatliches Abonnement in Höhe von 24 US-Dollar voraus. Mit einer magnetischen Halterung, die gleichzeitig ein Akku ist, lässt sich der AI Pin an der Kleidung anbringen.

Mithilfe von Künstlicher Intelligenz kann das Gadget Fragen beantworten. Da auch eine Kamera integriert ist, kann der Pin sogar Objekte erkennen und benennen. An Bord ist zudem ein kleiner Projektor, der ein Display auf die Innenhand projiziert. Der Humane AI Pin hat schon vor dem Verkaufsstart zahlreiche Auszeichnungen erhalten und wurde zum Beispiel vom TIME Magazine zu einem der „Best Inventions of 2023“ gekürt.

Was auf dem Papier wirklich futuristisch klingt, ist in der Praxis allerdings eine Katastrophe. Während die Hardware als durchaus potent weg kommt, war vor allem die Software ein großer Kritikpunkt. Hier kann man nicht einmal das Wort Betaversion in den Mund nehmen, denn ganz einfache Funktionen fehlen gänzlich, beispielsweise ein Wecker, ein Kalender oder Notizen.

Dass diese schlechten Voraussetzungen nicht unbedingt für Kundenzufriedenheit – immerhin kostet das kleine Gadget 699 USD – sorgen, dürfte klar sein. Nun berichtet The Verge, dass im Zeitraum zwischen Mai und August dieses Jahres sogar mehr Humane AI Pins zurückgegeben als verkauft wurden. Dort heißt es:

„Zwischen Mai und August wurden mehr AI Pins zurückgegeben als gekauft, wie aus internen Verkaufsdaten hervorgeht […]. Im Juni waren nur noch etwa 8.000 Geräte nicht zurückgegeben worden […]. Bis heute ist die Zahl der Geräte, die sich noch in Kundenhand befinden, auf 7.000 gesunken, so eine Quelle mit direkter Kenntnis.“

Insgesamt, so The Verge, verkaufte das Unternehmen Humane AI Pins im Wert von nur 9 Millionen USD. Nun sieht man sich mit Rückgaben im Wert von einer Million USD konfrontiert. Hinzu kommt, dass retournierte AI Pins aufgrund einer technischen Einschränkung bei der T-Mobile-Mobilfunkverbindung nicht wiederaufbereitet werden können, was die kleinen Geräte nach ihrer Rückgabe faktisch zu Elektroschrott werden lässt.

Das Unternehmen Humane hatte im Vorfeld rund 200 Millionen USD von einigen Investoren aus dem Silicon Valley einsammeln können, darunter auch OpenAI-CEO Sam Altman und Salesforce-CEO Marc Benioff. Man hoffte, im ersten Jahr 100.000 Geräte verkaufen zu können, bislang kommt man allerdings nur auf eine verschwindend geringe Zahl von rund 10.000 Humane AI Pins.

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Der Beitrag Humane AI Pin: Rückgaben des KI-Gadgets übersteigen Umsatz erschien zuerst auf appgefahren.de.

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