Der Audiohersteller Bose hat seine deutschen Support-Seiten zu seinen SoundTouch-Produkten aktualisiert und dabei zentrale Details zur geplanten Abschaltung des Cloud-Dienstes ergänzt. Anders als ursprünglich angekündigt endet der Cloud-Support nicht im Februar, sondern erst am 6. Mai 2026.
Gleichzeitig beschreibt Bose erstmals konkret, welche Funktionen nach diesem Datum erhalten bleiben und welche dauerhaft entfallen.
Neuer Termin und automatische App-Umstellung
Mit dem Update reagiert Bose nach eigenen Angaben auf Rückmeldungen von Nutzern. Die zusätzliche Zeit soll den Übergang erleichtern. Am 6. Mai 2026 wird die SoundTouch-App automatisch auf eine Version umgestellt, die ohne Cloud-Anbindung arbeitet. Nutzer müssen dafür nichts installieren oder bestätigen. Die App behält grundlegende Funktionen wie Einrichtung, Konfiguration, Lautstärkeregelung und das Gruppieren mehrerer Lautsprecher, sofern sich alle Geräte im selben WLAN befinden.
Nicht mehr möglich ist das Durchsuchen oder Starten von Musikdiensten innerhalb der App. Auch Presets lassen sich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr anpassen. Sicherheits- und Funktionsupdates für die Geräte stellt Bose nach der Abschaltung nicht mehr bereit. Der Hersteller empfiehlt daher, die Firmware vor dem Stichtag zu aktualisieren und die Systeme ausschließlich in einem sicheren privaten Netzwerk zu betreiben.
Streaming bleibt möglich, Presets entfallen
Trotz des Wegfalls der Cloud bleiben viele Geräte weiterhin nutzbar. Musik kann künftig direkt aus den Apps der jeweiligen Dienste per Bluetooth, AirPlay, Spotify Connect oder über einen AUX-Anschluss wiedergegeben werden. Soundbars und Heimkino-Systeme unterstützen weiterhin HDMI- oder optische Verbindungen für die TV-Wiedergabe. Auch die Multiroom-Wiedergabe ist weiterhin möglich, wenn der Stream extern gestartet und anschließend über die App auf weitere Lautsprecher verteilt wird. Bei AirPlay ist dafür AirPlay 2 erforderlich.
Vorhandene Presets verlieren dagegen ihre Funktion. Bestehende Voreinstellungen können teilweise noch abgespielt werden, lassen sich aber nicht mehr ändern oder neu anlegen. Bose rät, die hinterlegten Playlists und Dienste vorab zu notieren und direkt in den jeweiligen Musik-Apps als Favoriten zu speichern.
Ergänzend stellt Bose technische Spezifikationen offen bereit, damit Entwickler eigene, lokal arbeitende Tools für SoundTouch-Geräte entwickeln können. Die Änderungen betreffen ausschließlich Produkte mit SoundTouch-Funktion, andere Bose-Systeme sind nicht betroffen.
Bose SoundTouch (Kostenlos, App Store) →
Mit Dank an Mathias!
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