Apple arbeitet seit längerem an einer erweiterten Version von Siri, die enger mit persönlichen Inhalten auf iPhone, iPad und Mac verknüpft ist. Vorgesehen sind drei zentrale Funktionen.
Die erste ist der persönliche Kontext. Siri soll Informationen wie Termine, Nachrichten oder Dateien auf dem eigenen Gerät berücksichtigen, ohne dass Nutzer diese Inhalte bei neuen Fragen explizit anführen oder auf diesen verweisen müssen.
Kontext, App-Steuerung, Bildschirmerkennung
Die zweite Neuerung ist die Bildschirmerkennung „Onscreen Awareness“. Dabei erkennt der Assistent, was gerade auf dem Display zu sehen ist, und kann sich darauf beziehen. Als drittes Element kommt die direkte Steuerung von Apps über sogenannte App Intents hinzu. Aufgaben wie das Versenden einer Datei oder das Anlegen eines Termins sollen per Sprachbefehl erledigt werden können, ohne dass die jeweilige App manuell geöffnet wird.
Diese Funktionen waren ursprünglich für frühere iOS-Version vorgesehen. Technische Probleme führten jedoch dazu, dass Apple die interne Architektur von Siri neu aufbauen musste. Statt der bisherigen Systeme wird nun eine Infrastruktur auf Basis großer Sprachmodelle genutzt. In diesem Zusammenhang soll Apple auf Googles Expertise setzen und dafür bis zu eine Milliarde Dollar pro Jahr ausgeben. Die Verarbeitung wird jedoch über Apples Private Cloud Compute erfolgen, sodass die Inhalte der Anfragen nicht für andere Zwecke ausgewertet werden.
Eigene KI-Suche als Ergänzung?
Parallel zu den bekannten Siri-Funktionen entwickelt Apple eine eigene KI-Suchfunktion. Intern trägt sie den Namen „World Knowledge Answers“. Ziel ist es, Antworten auf komplexe Fragen direkt zu liefern, ähnlich wie bei spezialisierten KI-Suchdiensten. Diese Technik soll zunächst Teil von Siri werden und später auch in Safari und der Spotlight Suche verfügbar sein. Nutzer könnten dann zum Beispiel Zusammenfassungen oder erklärende Texte erhalten, ohne mehrere Webseiten öffnen zu müssen.
Interne Hinweise deuten darauf hin, dass sowohl die neuen Siri-Funktionen als auch die KI-Suche mit iOS 26.4 eingeführt werden. Diese Version wird nach bisherigen Zeitplänen im Frühjahr erwartet. Üblicherweise veröffentlicht Apple erste Testversionen einige Wochen vor dem finalen Start. Damit könnte ein Ausblick auf die überarbeiteten Siri-Funktionen bereits in wenigen Wochen möglich sein.
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