Der Lieferdienst Wolt entwickelt seine App weiter und positioniert sich zunehmend als Plattform für den lokalen Einkauf. Neben Restaurantbestellungen spielen inzwischen auch andere Warengruppen eine wachsende Rolle.
Nach Angaben des Unternehmens entfällt bereits mehr als ein Fünftel aller Bestellungen auf Bereiche wie Lebensmittel, Apotheken, Elektronik oder Kosmetik. Zusätzlich testet Wolt neue Dienstleistungen wie innerstädtische Paketlieferungen zwischen Privatpersonen sowie Catering-Angebote für Büros und Veranstaltungen.
Neue Navigation und Suche als zentrales Element
Mit dem jetzt für 2026 angekündigten App-Update reagiert Wolt auf das erweiterte Angebot. Kern der Überarbeitung ist eine neue Navigationsstruktur. Eine dauerhaft sichtbare Such- und Stöbertaste am unteren Bildschirmrand dient als zentraler Einstiegspunkt.
Nutzer können darüber gezielt nach Produkten suchen oder sich durch neu angebotene Kategorien bewegen. Parallel dazu wurde die Suchfunktion technisch überarbeitet. Ein lernendes KI-Modell ordnet Suchanfragen verschiedenen Bereichen wie Gastronomie, Lebensmitteleinzelhandel oder Apotheken zu.
Produkte rücken vor Anbieter
Eine grundlegende Änderung betrifft die Darstellung des Angebots. Statt zuerst einzelne Geschäfte aufzurufen, können Nutzer nun direkt nach Produkten suchen und diese anbieterübergreifend vergleichen. Kopfhörer, Pflegeprodukte oder Tiefkühlwaren werden in eigenen Kategorien mit Filtern und Unterstrukturen angezeigt. Das erleichtert den Vergleich ähnlicher Artikel aus verschiedenen Läden.
Für Händler soll dieser Ansatz mehr Sichtbarkeit jenseits ihres Namens oder Standorts generieren. Produkte werden stärker nach Relevanz ausgespielt und können so auch neue Kundengruppen erreichen. Wolt will damit eine technische Basis schaffen, um das lokale Angebot schrittweise zu erweitern und unterschiedliche Einkaufsformen in einer Anwendung zusammenzuführen.
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