Google erweitert seinen mobilen Chrome-Browser um eine neue Importfunktion, die den Umzug von Safari zu Chrome direkt auf dem iPhone ermöglicht. Nutzer können damit zentrale Browserdaten übernehmen, ohne einen Computer zu benötigen. Die Funktion wird schrittweise mit Version 145 von Google Chrome für iOS eingeführt und ist zunächst in der Beta verfügbar.
Geführter Import statt direkter Zugriff
Hintergrund der Neuerung sind die Schutzmechanismen von Apple, die den direkten Zugriff auf Safari Daten verhindern. Safari erlaubt den Export jedoch über die Systemeinstellungen. Chrome greift diese Möglichkeit auf und führt Nutzer Schritt für Schritt durch den Prozess. In den Chrome-Einstellungen findet sich der neue Punkt „Safari Daten importieren“. Dort erklärt der Browser, wie die Daten aus Safari exportiert werden und wo die erzeugte ZIP-Datei gespeichert werden soll.
Der Export erfolgt über die iOS-Einstellungen. Anwender wechseln zu Safari, starten den Export der Browserdaten und speichern die Datei etwa im iCloud Drive. Anschließend wird die ZIP Datei in Chrome ausgewählt. Ein direkter Zugriff auf Safari Inhalte findet nicht statt. Der gesamte Ablauf bleibt unter Kontrolle des Nutzers.
Welche Daten übernommen werden
Bevor der Import abgeschlossen wird, zeigt Chrome eine Vorschau der gefundenen Inhalte an. Aufgelistet werden Lesezeichen, Browserverlauf und gespeicherte Passwörter. Erst nach Bestätigung werden diese Daten in Chrome übernommen. Nach dem Abschluss weist der Browser darauf hin, dass die Exportdatei sensible Informationen enthält und bietet an, die Datei sofort zu löschen.
Bisher war der Wechsel zu Chrome auf dem iPhone oft mit zusätzlichem Aufwand verbunden oder erforderte einen Umweg über den Mac oder PC. Mit der neuen Importfunktion wird der Umzug auf dem Gerät selbst möglich. Google plant, die Funktion mit dem regulären Release von Version 145 für alle Nutzer bereitzustellen.
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