Die EU-Kommission bereitet angeblich weitere Schritte gegen Apple vor. Wie das Magazin Bloomberg berichtet, sieht sich Apple erneut mit dem Vorwurf konfrontiert, das Unternehmen habe seine Geschäftsbedingungen nicht in ausreichendem Maße an die europäischen Vorgaben für alternative App-Vertriebswege angepasst. Dabei soll unter anderem eine Rolle spielen, dass mit Setapp der erste der in Europa verfügbaren alternativen App Stores nach nur neun Monaten bereits wieder seine Segel streicht.
Der EU-iOS-Store von Setapp
Apple sieht Verantwortung bei der Kommission
Apple weist diese Vorwürfe zurück und sieht die Verantwortung für die stockende Umsetzung der Vorgaben bei den europäischen Behörden. Das Unternehmen habe bereits im Herbst einen Vorschlag zur Anpassung seiner Regeln vorgelegt. Die Kommission habe darauf jedoch bislang nicht reagiert.
Aus der Sicht Apples liegt die Ursache vielmehr im Verhalten der EU-Kommission. Diese würde das Verfahren verzögern, woraufhin der Eindruck entstehe, Apple verweigere die Zusammenarbeit. Zugleich sieht sich der iPhone-Hersteller durch laufende Untersuchungen und mögliche Geldbußen besonders stark belastet.
Den Rückzug von Setapp interpretiert Apple als Beleg dafür, dass es in Europa bislang keine nennenswerte Nachfrage nach alternativen App-Marktplätzen gebe.
Gründe für den Rückzug von Setapp nicht eindeutig
Setapp hat sich nicht eindeutig zu den Gründen für die Einstellung des Angebots geäußert. Als Begründung wurde lediglich recht allgemein angegeben, dass sich „die geschäftlichen Rahmenbedingungen weiterhin verändern und komplex sind und nicht mehr zum aktuellen Geschäftsmodell von Setapp passen“. Die Aussage könnte sich sowohl auf Apples Vorgaben für alternative App-Stores als auch auf die allgemeine Marktlage beziehen.
So lohnt sich die von Setapp angebotene Flatrate für Mac-Anwendungen aufgrund ihres Basisportfolios auch heute noch für viele Nutzer. Relevante Neuzugänge kann das Angebot jedoch immer seltener verzeichnen.
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