Fast immer wenn wir in der Vergangenheit über den Bezahldienst Wero geschrieben haben, kam die Frage nach der Kompatibilität zur DKB in der Kommentarspalte auf. Das ist nachvollziehbar, denn immerhin ist die Bank mit den rund 5,9 Millionen Kunden eine der größten Direktbanken in Deutschland.
Wir haben bei der DKB nachgefragt zum Thema. Inzwischen liegt uns die Antwort aus Berlin vor.
Was hinter Wero steckt
Wero ist ein europäischer Bezahldienst, der im Rahmen der European Payments Initiative von mehreren großen Banken entwickelt wird. Ziel ist es, Überweisungen und Zahlungen innerhalb Europas zu vereinfachen und langfristig eine Alternative zu internationalen Anbietern zu etablieren. Technisch setzt Wero auf SEPA-Echtzeitüberweisungen. Geld wird dabei direkt von Konto zu Konto übertragen, ohne Umweg über Kreditkarten oder separate Guthabenkonten.
In Deutschland ist Wero bereits über mehrere große Institute verfügbar. Zu den teilnehmenden Banken zählen die Deutsche Bank, die ING, die Norisbank, die Postbank sowie die Verbünde der Sparkassen und der Volksbanken. Kunden dieser Institute können den Dienst bereits für private Geldtransfers nutzen. Weitere Funktionen für den Einsatz im Handel sind angekündigt, befinden sich aber noch im Aufbau.
Ob ein Girokonto für Wero genutzt werden kann, hängt allerdings davon ab, ob die jeweilige Bank den Dienst aktiv unterstützt. Genau hier setzt die Unsicherheit vieler DKB-Kunden an.
Das sagt die DKB zur möglichen Einführung
Gegenüber ifun.de bestätigt die Deutsche Kreditbank, dass sie sich mit Wero befasst, trifft aber noch keine Entscheidung. In der Stellungnahme der Bank heißt es:
„Wir verfolgen die Entwicklungen bzgl. Wero sehr aufmerksam und beobachten den Markt kontinuierlich, um fundierte Entscheidungen treffen zu können. Dabei fließen sowohl technologische Trends auch anderer Zahlungsdienste als auch die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden in unsere Überlegungen ein. Eine finale Entscheidung zur Einführung oder Nicht-Einführung wurde bislang jedoch nicht getroffen.“
Damit bleibt offen, ob und wann Wero für DKB-Kunden verfügbar sein wird. Die Bank verweist darauf, dass neben strategischen Fragen auch technische Anforderungen und die tatsächliche Nachfrage berücksichtigt werden müssen.
Für Kunden bedeutet das zunächst, dass sie weiterhin auf die bestehenden Zahlungsangebote der DKB angewiesen sind.
Der Beitrag Bezahldienst Wero bei der DKB: Das sagt die Bank erschien zuerst auf iphone-ticker.de.
