OpenAI hat den Zeitplan für den Marktstart seiner ersten eigenen Hardware konkretisiert und zugleich nach hinten verschoben. Aus Gerichtsunterlagen im Rahmen eines laufenden Markenrechtsstreits geht hervor, dass das Unternehmen nicht damit rechnet, sein erstes KI-Gerät vor Ende Februar 2027 an Kunden auszuliefern. Damit liegt der tatsächliche Verkaufsstart deutlich später als bislang erwartet.
Symbolbild: Kamera und Mikro werden erwartet, ein Wearable soll das neue Gerät aber nicht sein
Bislang hatte OpenAI lediglich angekündigt, die Hardware in der zweiten Jahreshälfte 2026 vorstellen zu wollen. Ob es bei dieser Präsentation bleibt, ist weiterhin offen. Klar ist jedoch, dass ein regulärer Verkaufsbeginn erst 2027 vorgesehen ist. Laut den nun bekannt gewordenen Angaben existieren bislang weder finale Verpackungen noch Marketing- oder Vertriebsunterlagen.
Verzögerung wird in Gerichtsverfahren deutlich
Die neuen Informationen stammen aus einer Stellungnahme, die OpenAI im Zuge eines Markenrechtsverfahrens abgegeben hat. In diesem Zusammenhang erklärte das Unternehmen auch, dass es den Namen „io“ nicht mehr für seine KI-Hardware nutzen wird. Der Schritt ist Teil einer Überprüfung der Produktstrategie und steht im Zusammenhang mit einer Klage des Audio-Startups iyO.
Neben der Namensfrage liefert das Verfahren ungewöhnlich tiefe Einblicke in den Entwicklungsstand der Hardware. Demnach befindet sich das Projekt weiterhin in einer frühen Phase. Konkrete Details zu Form, Ausstattung oder Einsatzszenarien wurden erneut nicht genannt. Auch dies unterstreicht, dass ein kurzfristiger Marktstart nicht mehr vorgesehen ist.
Weiterhin wenig Details zum geplanten Gerät
Bereits aus früheren Berichten ist bekannt, dass OpenAI an einem Gerät ohne klassischen Bildschirm arbeitet. Interne Prototypen sollen eher als Ergänzung zu Smartphone und Laptop gedacht sein und etwa auf dem Schreibtisch genutzt werden. Das Konzept unterscheidet sich damit bewusst von etablierten Mobilgeräten. Firmenchef Sam Altman hatte wiederholt betont, dass kein direkter Smartphone-Ersatz geplant sei.
Jony Ive und OpenAI wollen den Nachfolger des iPhone entwickeln
Die Hardware entsteht in Zusammenarbeit mit dem Designteam von Jony Ive, dessen Firma OpenAI 2025 übernommen hatte.
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