Während viele auf ein baldiges Hardware-Debüt von OpenAI gehofft hatten, verschiebt sich der Zeitplan nun deutlich, denn neue Gerichtsunterlagen zeigen eine klare Verzögerung. Obwohl das Unternehmen ursprünglich einen Marktstart vor Ende 2026 plante, wird das erste von Jony Ive entworfene Gerät nun erst frühestens Ende Februar 2027 fertig. Damit rückt das ambitionierte Projekt weiter in die Zukunft, obwohl die Erwartungen bereits enorm hoch sind.
Gerichtsverfahren bringt neue Details ans Licht
Auslöser für die neuen Informationen ist allerdings kein offizielles Statement, sondern ein laufender Rechtsstreit, denn das Audio-Startup iyO hatte OpenAI wegen einer Markenrechtsverletzung verklagt. Hintergrund ist die Übernahme des Startups io, das wiederum von Jony Ive nach seinem Abschied von Apple gegründet wurde. In diesem Zusammenhang musste OpenAI neue Details offenlegen, wodurch der überarbeitete Zeitplan öffentlich wurde.
Produktname „io“ endgültig vom Tisch
Gleichzeitig reagiert OpenAI auf die Klage mit einer strategischen Kehrtwende, denn laut den Unterlagen wird der Name „io“ künftig nicht mehr verwendet. Dabei verzichtet das Unternehmen vollständig auf sämtliche Varianten der Bezeichnung, egal ob in Groß- oder Kleinschreibung. Somit wird das kommende KI-Gerät unter einem bislang unbekannten Namen erscheinen, wodurch sich auch das Branding noch verzögert.
Inhaltlich bleibt OpenAI weiterhin extrem zurückhaltend, dennoch zeichnen sich erste Konturen ab. So soll das Gerät weder ein Wearable noch ein In-Ear-Produkt sein, obwohl entsprechende Spekulationen lange kursierten. Stattdessen spricht OpenAI intern von einem „dritten Kerngerät“, das neben iPhone und MacBook seinen Platz im Alltag findet – entweder in der Hosentasche oder direkt auf dem Schreibtisch.
Sam Altman schwärmt intern vom Prototyp
Zusätzlich befeuern interne Aussagen die Erwartungen, denn OpenAI-CEO Sam Altman soll nach privaten Tests des Prototyps äußerst euphorisch reagiert haben. Berichten zufolge bezeichnete er das Gerät sogar als „die coolste Technologie, die die Welt je gesehen hat“. Solche Aussagen schüren zwar die Neugier, erhöhen jedoch gleichzeitig den Druck auf das Projekt enorm.
Geduld bleibt gefragt
Am Ende bleibt festzuhalten, dass OpenAI große Pläne verfolgt, sich dafür jedoch bewusst mehr Zeit nimmt. Obwohl das Projekt weiterhin rätselhaft bleibt, deutet alles darauf hin, dass Jony Ive und OpenAI an etwas grundlegend Neuem arbeiten. Bis zur Markteinführung heißt es jedoch: warten.
Der Beitrag KI-Gerät von OpenAI verzögert: Start frühestens 2027 erschien zuerst auf appgefahren.de.
