Wer appgefahren auf Instagram folgt, hat sicher gesehen, dass ich Anfang Februar ein paar Tagen mit Dreame in China unterwegs war. Dreame, bekannt für Saug- und Wischroboter, baut sein Sortiment derzeit in einer Geschwindigkeit aus, die fast schon absurd wirkt. Der Hersteller greift inzwischen in zahlreiche Bereiche ein und will das gesamte Zuhause smart machen, denn neben Reinigungsgeräten bietet Dreame inzwischen auch Kühlschränke, Backöfen, Geschirrspüler, Klimaanlagen, Waschmaschinen, Haartrockner, Beauty-Produkte, Fernseher und vieles mehr an. Um dieses Konzept besser zu verstehen, lud Dreame ausgewählte Medien nach China ein und gewährte einen Blick hinter die Kulissen.

So baut Dreame Saug- und Wischroboter

Nach einem langen Flug, Jetlag und einer eher durchwachsenen ersten Nacht führte uns Dreame einen ganzen Tag lang durch die sprichwörtlichen heiligen Hallen. Saug- und Wischroboter sind bei Dreame weiterhin das Kerngeschäft und zugleich das Segment, das besonders viel Umsatz generiert. Genau deshalb war es mir untersagt, eigene Fotos oder Videos zu machen, da man der Konkurrenz keine Einblicke geben möchte. Die hier gezeigten Bilder wurden uns von Dreame zur Verfügung gestellt und vermitteln dennoch gut, wie Entwicklung, Tests und Produktion ablaufen.

Ein eher seltener Anblick bei der Produktion von Saugrobotern: Roboter.

Einblicke in die eigentliche Entwicklungsarbeit blieben zwar verwehrt, dennoch konnte ich mit eigenen Augen sehen, wie Dreame seine Saugroboter montiert und testet. Wer dabei nur an vollautomatisierte Produktionsstraßen denkt, liegt falsch. Auch mich hat überrascht, wie viel Handarbeit nach wie vor in der Fertigung steckt.

Lange Förderbänder transportieren die Geräte von Station zu Station, an denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer wieder denselben Arbeitsschritt ausführen: Kabel verlegen, Sensoren verschrauben, Motoren einsetzen und mehr. Da sich die Förderbänder in festgelegten Zeitintervallen bewegen, ist für jeden Schritt genau definiert, wie lange er maximal dauern darf. Mein Eindruck: Alles läuft ruhig ab, ist aber dennoch so präzise getaktet, dass die Produktionsziele eingehalten werden.

An einer weiteren Station wird die Basisstation montiert und direkt getestet. Ist alles dicht? Funktioniert das Absaugen? Unterstützt durch Software laufen viele dieser Prüfungen automatisiert ab. Sind alle Tests erfolgreich abgeschlossen, folgt die Verpackung – und der Roboter macht sich auf den Weg zum Kunden.

Dreame testet jedes Detail

In jedem Kasten wird eine andere Funktion getestet.

Bevor ein Saugroboter überhaupt in Serie geht, durchläuft er eine intensive Testphase. In speziell aufgebauten Testumgebungen können sich die Geräte auf unterschiedlichen Untergründen beweisen, während Wischpads, Bürsten und Sensorik auf ihre Funktion geprüft werden. Sämtliche Daten werden erfasst und ausgewertet, um bei Bedarf nachzujustieren.

Alle Daten werden dokumentiert und ausgewertet.

Zusätzlich testet Dreame die Haltbarkeit der einzelnen Komponenten mithilfe zahlreicher Stresstests. Motoren laufen im Dauerbetrieb, der Frontbumper wird unzählige Male angestoßen, Seitenbürsten tausendfach ein- und ausgefahren. Auch die Effizienz auf verschiedenen Böden wird exakt dokumentiert, um sicherzustellen, dass die berechneten Werte in der Praxis erreicht werden. Teilweise laufen diese Tests vollautomatisch, andererseits sind viele Prüfungen bewusst in menschlicher Hand.

Motor im Stresstest.

In einem weiteren Raum stehen hunderte Basisstationen, die an Wasser angeschlossen sind, um ihre Dichtigkeit zu überprüfen. Parallel dazu wird getestet, welche Schwellen die Roboter überwinden können, während in anderen Bereichen die Hinderniserkennung optimiert wird.

Ein langer Weg bis zum fertigen Produkt

Ein großes Lager von Dreame.

Bis ein Saug- und Wischroboter beim Kunden ankommt, sind zahlreiche Schritte nötig. Von der Entwicklung, hier blieb Dreame sehr zurückhaltend, über umfangreiche Tests bis hin zur Produktion. Trotz des hohen Anteils an Handarbeit betonte Dreame, dass die Fehlerquote extrem gering sei. Auch die Verpackung wird gezielt getestet und optimiert. Spezielle Rüttelplatten simulieren den Transportweg, denn bis ein Gerät in einem deutschen Haushalt ankommt, legt es eine beachtliche Strecke zurück.

Bilderstrecke: Dreame in China

Ein Campus von vielen. Aufgeräumtes Büro bei Dreame. Modernes Büro mit Outdoor-Bereich. Produkte in der Ausstellung. Dreame testet auch die Verpackung. Bumper eines Roboters im Stresstest. In der Akustikkammer wird die Lautstärke überprüft.

Nass- und Trockensauger: Auch hier wird intensiv geprüft

Automatisierte Tests für Wischsauger.

In einem weiteren Bereich erhielten wir Einblicke in die Entwicklung und Testphase der Nass- und Trockensauger. Besonders beeindruckend sind die automatisierten Stresstests, bei denen zahlreiche Geräte gleichzeitig über Stunden hinweg dieselben Abläufe durchspielen. Dabei werden sie gegen Hindernisse gefahren, fallen gelassen, gedreht und gewendet.

Wischsauger werden auf Herz und Nieren geprüft.

Während Maschinen Fertigungstoleranzen messen, führen Mitarbeitende händische Tests durch – etwa mit Haaren auf dem Boden oder eingetrockneten Flecken, bei denen exakt dokumentiert wird, wie lange die Reinigung dauert. Zusätzlich prüft Dreame unterschiedliche Verschmutzungen, die Dichtigkeit der Wassertanks und die allgemeine Handhabung der Geräte.

Die Haltbarkeit der Komponenten werden getestet. Maschinen messen die Fertigungstoleranzen. Tests von Hand gibt es viele.

Dreame X60 bereits in Entwicklung

Darüber hinaus konnte ich bereits einen Blick auf den kommenden Dreame X60 werfen, den der Hersteller auf Instagram schon angedeutet hat. Zu den Neuerungen darf ich aktuell noch nichts sagen, allerdings kann ich versichern, dass Dreame ein Problem angeht, das bislang kein anderer Saug- und Wischroboter gelöst hat. Sobald es konkrete Infos oder Leaks gibt, erfahrt ihr alle Details bei uns.

Fazit: Seltene und spannende Einblicke

Als Endkunde erwartet man funktionierende Technik. Doch bis ein Produkt marktreif ist, liegt ein langer Weg hinter ihm. Die Einblicke in Entwicklung, Tests und Produktion waren extrem spannend und zeigen, wie viel Aufwand Dreame betreibt. Die Standorte verteilen sich auf Suzhou, Shanghai und Shenzhen, sodass ich nur einen kleinen, aber umso interessanteren Teil sehen konnte – einen Eindruck, den man so nur selten bekommt.


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Stets frisches Wasser, stets saubere Böden: Durch kontinuierliches Sprühen von heißem Frischwasser auf den Rollenwischer und Auffangen des…Flauschig, aber nie sanft zum Schmutz: Die branchenweit erste FluffRoll-Technologie verfügt über ein Modul hinter der Rolle, das sich schneller als…

Der Beitrag Hinter den Kulissen von Dreame: So entstehen moderne Saugroboter erschien zuerst auf appgefahren.de.

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