Mit dem Lock Ultra Vision hat SwitchBot im vergangenen Jahr ein motorisiertes Türschloss vorgestellt, das wir seitdem dauerhaft im Einsatz haben. Der Antrieb arbeitet leise, die Montage ist unkompliziert und die Integration in bestehende Smart-Home-Umgebungen funktioniert zuverlässig.

Das neue SwitchBot Smart Lock Ultra mit dem Keypad Vision Pro

An dieser grundsätzlichen Einschätzung hat sich auch mit der überarbeiteten Vision-Pro-Variante nichts geändert. Das Schloss selbst bleibt unverändert die bekannte Basis, der eigentliche Fortschritt steckt im neuen Keypad Vision Pro.

Das Motorschloss wird weiterhin auf einen vorhandenen Europrofil-Zylinder gesetzt und lässt sich je nach Türsituation entweder verschrauben oder aufkleben. In der Praxis reicht dafür ein kurzer Blick auf den Türbeschlag und wenige Minuten Zeit. Der integrierte Akku wird per USB-C geladen und hält ewig. Ergänzt wird er durch eine separate Notstromversorgung, die unabhängig vom Hauptakku arbeitet und das Schloss auch dann noch betriebsbereit hält, wenn der Ladezustand kritisch wird.

Nahezu identisch: Rechts das neue Keypad Vision Pro

Im Alltag zeigt sich vor allem die Flexibilität des Systems. Die Tür lässt sich klassisch per App öffnen, in Apple Home einbinden oder direkt am Schloss per Taste bedienen. Zusätzlich kann festgelegt werden, dass sich die Tür nach einer bestimmten Zeit automatisch verriegelt, sobald sie geschlossen ist. Diese Automatikfunktionen sind übersichtlich konfigurierbar und haben sich im täglichen Einsatz als verlässlich erwiesen. In den vergangenen Monaten kam es weder zu Fehlfunktionen noch zu Aussetzern im Betrieb.

Bewährtes Schloss mit vielseitigen Entsperrmethoden

Schon mit dem bisherigen Keypad Vision gehörte die Vielzahl an Entsperroptionen zu den größten Stärken des Systems. Neben festen oder zeitlich begrenzten PIN-Codes lassen sich Fingerabdrücke für mehrere Personen hinterlegen. Auch NFC-Karten werden unterstützt, ebenso das iPhone, das sich über Umwege ebenfalls als NFC-Medium nutzen lässt. Ergänzt wird das Ganze durch eine Gesichtserkennung, die im Alltag schnell reagiert und die Tür automatisch öffnet, sobald eine berechtigte Person erkannt wird.

Dank Matter-Integration auch in Apple Home verfügbar

Gerade wenn man mit vollen Taschen nach Hause kommt, ist das ein spürbarer Komfortgewinn. Gleichzeitig zeigt sich hier auch eine kleine Einschränkung, die wir bereits im ersten Test beschrieben haben. In Haushalten mit unterschiedlich großen Personen, insbesondere mit Kindern, muss das Keypad so montiert werden, dass alle Gesichter zuverlässig erfasst werden. Wird es tiefer angebracht, müssen größere Personen einen Schritt zurücktreten, um korrekt erkannt zu werden. Das funktioniert zwar problemlos, schränkt die Spontaneität aber minimal ein.

Keypad Vision Pro schließt eine Lücke im Alltag

Genau an diesem Punkt setzt das neue Keypad Vision Pro an. Zusätzlich zu den bekannten Methoden unterstützt es nun eine Handflächenerkennung. Dabei wird nicht die Oberfläche der Hand, sondern die darunterliegende Venenstruktur per Infrarot erfasst. Die Einrichtung ähnelt der bekannten Gesichtserkennung. Man hält die geöffnete Hand in einem Abstand von etwa zehn Zentimetern vor das Keypad und speichert das Muster einmalig ab. Dieser Vorgang ist schnell erledigt und muss nur einmal durchgeführt werden.

Große Auswahl an Entsperroptionen, jetzt auch mit Handflächenerkennung

Im Alltag erweist sich diese zusätzliche Methode als sehr praktisch. Unabhängig von der Montagehöhe können Kinder wie Erwachsene ihre Handfläche einfach vor das Gerät halten. Die Erkennung funktioniert aus kurzer Distanz und erfordert keine präzise Positionierung. Wichtig ist dabei, dass es sich nicht um einen Ersatz, sondern um eine Ergänzung handelt. Je nach Situation kann man entscheiden, ob man sich per Gesicht, per Handfläche oder über eine der anderen Methoden identifiziert. Wer gerade nur eine Hand frei hat oder seitlich auf die Tür zugeht, profitiert spürbar von dieser zusätzlichen Option.

Beim Umstieg auf das Pro-Keypad gibt es eine Einschränkung, die man einplanen sollte. Alle bestehenden Entsperrmethoden müssen neu eingerichtet werden. Fingerabdrücke, PIN-Codes und NFC-Karten werden nicht automatisch übernommen. Ist diese einmalige Einrichtung abgeschlossen, steht das System wieder vollständig zur Verfügung und bietet dann sogar mehr Spielraum als zuvor.

Das Anlernen geht fix, jede Handfläche muss nur einmal erkannt werden

Für Neueinsteiger ist die Pro-Variante daher die naheliegende Wahl. Sie bietet alle bekannten Funktionen und erweitert diese sinnvoll. Bestandskunden, die mit dem bisherigen Keypad zufrieden sind, müssen nicht zwingend wechseln. Das Upgrade ist kein Muss, sondern eine Komforterweiterung, die vor allem in Familien-Haushalten ihren Mehrwert zeigt. Beide Keypads lassen sich zudem parallel betreiben, sodass auch mehrere Eingabepunkte für dasselbe Schloss möglich sind.

Aktuell wird das Keypad Vision Pro für 169 Euro einzeln angeboten oder zusammen mit dem SwitchBot Smart Lock Ultra im Bundle für 319 Euro. Das alte Bundle ohne Handflächenerkennung ist bereits für 249 Euro zu haben.

Der Beitrag SwitchBot Vision Pro ausprobiert: Mehr Komfort durch Handflächen-Scan erschien zuerst auf iphone-ticker.de.

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