In den vergangenen Monaten konnte ich bereits einige Tablets und Smartphones von Huawei genauer unter die Lupe nehmen, darunter auch das Fotografie-Flaggschiff Huawei Pura 80 Pro oder auch das brandneue Huawei Mate X7, ein Foldable mit 8 Zoll-Innendisplay. In der Zwischenzeit hat Huawei allerdings auch noch ein weiteres Smartphone auf dem Markt veröffentlicht, das Huawei Nova 14 Pro, das sich in der Mittelklasse einordnet und damit am ehesten mit den iPhone 17- und iPhone Air-Modellen verglichen werden kann.


HUAWEI nova 14 Pro Smartphone Kristallblau+ FreeArc Schwarz, Ultra-Chroma-Kamera, 50…
Ultra-Chroma-Kamera: Dank 1,5 Millionen Spektralkanälen passt die Ultra Chroma-Kamera Farbtöne und Schattierungen intelligent an. Die lichtsensitive…50 MP Ultra-Dual-Portrait-Frontkamera: Mache Selfies, die dich von deiner besten Seite zeigen – dank der 50 MP Ultra-Dual-Portrait-Frontkamera und…

Ich persönlich finde es spannend, über den Apple-Tellerrand zu schauen und mich auch mit Geräten der Konkurrenz zu beschäftigen. Somit habe ich ein Testexemplar des Huawei Nova 14 Pro angefragt, um mir selbst Eindrücke verschaffen zu können. Die in der ungewöhnlichen, mit einer an Eismuster erinnernden schimmernden Rückseite versehene hellblaue Variante liegt mir mit einem internen Speicher von 512 GB sowie 12 GB an Arbeitsspeicher vor. Im Lieferumfang enthalten ist neben dem Smartphone selbst auch ein USB-C-auf-USB-C-Ladekabel, eine SIM-Nadel sowie ein transparentes TPU-Case. Letzteres ist eine nette Beigabe, die man sonst bei vielen Smartphone-Herstellern nicht findet, allerdings auch nicht von einer sehr hochwertigen Qualität. Für die ersten Tage mit dem Smartphone, bis man möglicherweise eine bessere Schutzhülle erworben hat, erfüllt das Zubehör aber durchaus seinen Zweck. Auch eine Schutzfolie ist werksseitig auf dem Display angebracht, die gute Dienste leistet und hochwertig wirkt.

Die Kamera steht im Fokus

Im Hinblick auf die Spezifikationen des Huawei Nova 14 Pro setzt der Hersteller als ein großes Verkaufsargument auf eine hochwertig ausgestattete Kamera für Porträt- und Architekturaufnahmen, die erstmals in der Nova-Serie von Huawei zum Einsatz kommt. Die sogenannte „Ultra Chrome“- und „50 Megapixel Front Ultra Speed Snapshot Camera“ sollen besonders Menschen gut ins Bild setzen. Von Huawei heißt es dazu:

„Vergiss künstliche Filter und standardisierte Perfektion. Die Ultra Chroma-Kamera sorgt für lebendige, naturgetreue Farbtöne bei Haut, Make-up und jeder Szene und zeigt deine Wahrheit mit atemberaubender Genauigkeit. Mit der 50-MP-Frontkamera mit Ultra-Porträt-Dualkamera werden deine Selfies verwandelt. Sie fokussiert intelligent jedes Gesicht, sorgt für kristallklare Schärfe und optimiert Details selbst bei schwierigen Gruppenaufnahmen oder schlechten
Lichtverhältnissen, so dass jeder Ausdruck perfekt erhalten bleibt.“

KI-Unterstützung bei Fotoaufnahmen

Das Huawei Nova 14 Pro ist unter anderem in einem hübschen Hellblau erhältlich.

Die Frontkamera kommt auf eine 50 MP-Porträtlinse mit Autofokus und f/2.0-Blende, und eine 8 MP Close-Up Porträt-Linse, einen 0,8-fachen Selfie-Zoom und einer Option für ultraschnelle Schnappschüsse. Die rückseitige Ultra Chrome-Kamera setzt auf 1,5 Millionen Spektralkanäle eine 120-prozentige Verbesserung bei der Genauigkeit der Farbdarstellung, zudem gibt es eine Telelinse mit 30-fachem digitalen Zoom und eine Ultra-Wide Makro-Kamera. Für Aufnahmen im richtigen Moment stellt Huawei eine KI-Gestensteuerung und einen „Best Expression“-Modus per KI zur Verfügung: Während ersterer beim Scrollen und Erstellen von Screenshots hilft, gibt es mit „Best Expression“ eine intelligente Auswahl des besten Ausdrucks jeder einzelnen aufgenommenen Person.

Zu den weiteren Funktionen des Huawei Nova 14 Pro gehören auch ein 6,78 Zoll großes Quad-Curved OLED-Display mit 1,07 Milliarden Farben, einer Auflösung von 2.776 x 1.224 Pixeln, angenehm abgerundeten Kanten und einer adaptiven 1-120 Hz LTPO Aktualisierungsrate mit HDR Vivid High Dynamic Range. Das Huawei Nova 14 Pro lässt sich über Huaweis „SuperCharge Turbo“-Technologie mit bis zu 100 Watt Leistung aufladen. Der 5.500 mAh-Akku verfügt über eine KI-basierte Temperaturkontrolle beim Aufladen und ein integriertes Akku- und Lade-Management. Zudem ist das Gerät nach IP65 wasser- und staubresistent, funkt per WiFi 7, Bluetooth 5.2, NFC, NearLink, Infrarot und ortet sich über GPS/AGPS/GLONASS/Baidu/QZSS. Trotz seiner Größe von 16,3 x 7,5 x 0,78 cm wiegt das Nova 14 Pro lediglich 207 Gramm. Zum Vergleich: Das iPhone 17 Pro Max wiegt 231 Gramm, das iPhone Air mit einem 6,5″-Display kommt auf 165 Gramm.

Einrichtung und erste Kamera-Eindrücke

Im Lieferumfang ist einiges an Zubehör enthalten.

Nach der Ersteinrichtung, die beim Huawei Nova 14 Pro rund 15 Minuten in Anspruch nahm und ohne zusätzliche App-Downloads aus dem Store auskam, hinterlässt das OLED-Display einen sehr guten Eindruck. Die Darstellung wirkt angenehm kräftig, ohne in unnatürlich übersättigte Töne abzudriften, und der Kontrast sorgt für tiefe Schwarzwerte, die vor allem im Dark Mode des Smartphones zur Geltung kommen. Der automatische Helligkeitssensor passt die Maximalhelligkeit zuverlässig an die Umgebung an und reagiert dabei unauffällig, aber präzise. Im Alltag zeigten sich zudem weder Ruckler beim Scrollen noch verwischte Bewegungen – für mich ein klarer Pluspunkt für den Bildschirm.

Gespannt war ich auch auf die von Huawei explizit beworbene Front- und Rückkamera, die sich vor allem für Porträts und farbenfrohe Aufnahmen eignen soll. Im Vergleich zur Frontkamera meines iPhone 15 Pro liefert die Huawei Nova 14 Pro-Linse etwas hellere und den Hautton weniger neutral darstellende Ergebnisse. Zudem gibt es insbesondere für Selfies noch einige Bokeh-und Beauty-Effekte, die das aufgenommene Gesicht nochmals mit Augenglanz, Hautglättung und auch sogar mit leichtem Makeup angleichen können. Schnell entsteht so aber auch ein unnatürlicher Look, der eher an Figuren in Madame Tussaud’s erinnert. Grundsätzlich liefern die Linsen des Nova 14 Pro allerdings ansprechende, lebendige Farben mit Auflösungen von bis zu 8.192 × 6.144 Pixel, die sich allem bei Aufnahmen von Blumen, Kunstwerken, Street Art oder Architektur zur Geltung kommen.

Auch hier: Keine 5G-Konnektivität

So sieht das Betriebssystem EMUI 15 aus.

Beim aufgespielten Betriebssystem setzt Huawei auch beim Mittelklasse-Modell des Nova 14 Pro auf das hauseigene EMUI 15, das auf Android basiert. Wer schon länger im Apple-Universum unterwegs ist, wird sich hinsichtlich der Gesten und des generellen Designs des OS nicht großartig umgewöhnen müssen. Im Unterschied zu iOS stellt das Nova 14 Pro allerdings deutlich umfangreichere Optionen zur Individualisierung der Oberfläche bereit. Über die integrierte „Designs“-App lassen sich komplette Icon-Sets, Hintergrundbilder und weitere Gestaltungspakete herunterladen, von denen ein Teil kostenpflichtig ist.

Was sich aus technischer Sicht wie bei den anderen von mir getesteten Huawei-Smartphones nur schwer nachvollziehen lässt, ist Huaweis Entscheidung, die aktuellen Modelle ausschließlich mit 4G- beziehungsweise LTE-Unterstützung auszuliefern. Weder das Huawei Pura 80 Pro, noch das Huawei Mate X7, sowie auch das hier besprochene Huawei Nova 14 Pro bieten 5G-Frequenzbänder. In der Praxis fällt diese Einschränkung unmittelbar auf: Nach dem Einlegen der SIM-Karte erscheint in der Statusleiste lediglich „4G LTE“, was zunächst den Eindruck einer fehlerhaften Konfiguration vermittelt.

Ein Blick in die offiziellen Produktinformationen bestätigt jedoch, dass alle aktuellen Huawei-Modelle tatsächlich ohne 5G-Konnektivität ausgeliefert werden. Technisch naheliegend ist die Vermutung, dass dies im Zusammenhang mit dem im Sommer 2024 von der damaligen Bundesregierung beschlossenen Verbot bestimmter Huawei-5G-Komponenten in Mobilfunknetzen steht. Durch den Verzicht auf 5G-Unterstützung in den Endgeräten könnte Huawei potenziellen rechtlichen Auseinandersetzungen und einem möglichen Verkaufsverbot in wichtigen Märkten vorbeugen und nimmt dafür bewusst technische Nachteile gegenüber der Konkurrenz in Kauf.

Aurora Store als gute Google Play Store-Alternative

Das Huawei Nova 14 Pro liegt mit abgerundeten Kanten sehr gut in der Hand.

Was man beim Kauf eines Huawei-Geräts zudem beachten sollte, ist die Tatsache, dass aufgrund der diplomatischen Differenzen zwischen den USA und China kein nativer Google Play Store auf den Huawei-Smartphones und -Tablets zur Verfügung steht. Dies stellt durch den Workaround über den Aurora Store allerdings kein großes Problem dar, der über ein Plugin eine Verbindung zum Play Store herstellt und den Download von so gut wie allen Apps, die man von Googles Plattform kennt, ermöglicht. Neben den Google-Anwendungen wie Mail, Docs, Maps und YouTube gibt es beispielsweise auch Reddit, Bluesky, Mastodon, die Mediatheken-Apps der öffentlich-rechtlichen Sender, Mozilla Firefox, Apple Music, Apple TV+, Signal, MagentaTV, WOW, DAZN, Amazon Prime Video, Amazon, eBay, PayPal, Chefkoch, Twitch, DeepL, FotMob, Tagesschau, Sportschau und viele weitere mehr.

Aktuell gibt es das Huawei Nova 14 Pro in den Farben Kristallblau und Schwarz bei Amazon zum Preis von 699 Euro, oder auch in einem Bundle mit den Open Ear-Kopfhörern, den Huawei FreeArc, zum Preis von 765,19 Euro. Auch auf der Huawei-Produktseite gibt es weitere Informationen zum Modell.


HUAWEI nova 14 Pro Smartphone Kristallblau+ FreeArc Schwarz, Ultra-Chroma-Kamera, 50…
Ultra-Chroma-Kamera: Dank 1,5 Millionen Spektralkanälen passt die Ultra Chroma-Kamera Farbtöne und Schattierungen intelligent an. Die lichtsensitive…50 MP Ultra-Dual-Portrait-Frontkamera: Mache Selfies, die dich von deiner besten Seite zeigen – dank der 50 MP Ultra-Dual-Portrait-Frontkamera und…
Ausprobiert: Das neue Huawei Nova 14 Pro
Mein Fazit
Hochwertig verarbeitet, lange Akkulaufzeit und tolles Display: Das Mittelklasse-Smartphone kann bis auf die üblichen Huawei-Probleme im Alltag überzeugen.
Design
85
Preis-Leistung
80
Performance
85
Betriebssystem
70
Pro
Akkulaufzeit
Kamera
Performance
Kontra
Kein nativer Google Play Store
Keine 5G-Konnektivität
80
Testergebnis
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Der Beitrag Huawei Nova 14 Pro im Test: Neues 6,78 Zoll-Allround-Smartphone ausprobiert erschien zuerst auf appgefahren.de.

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