Der bargeldlose Zahlungsverkehr in Deutschland entwickelt sich weiter in Richtung Smartphone und App. Aktuelle Zahlen zur girocard zeigen, dass kontaktloses Bezahlen und digitale Karten inzwischen den Alltag im Handel bestimmen.

Gleichzeitig wächst die Rolle mobiler Wallets wie Apple Pay, die girocard-Zahlungen auf iPhones und Smartwatches ermöglichen und so klassische Plastikkarten zunehmend ergänzen.

Mehr Transaktionen, kleinere Beträge

Im Jahr 2025 standen bundesweit bis zu 1,344 Millionen aktive girocard-Terminals zur Verfügung. Das entspricht einem Zuwachs von gut elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Akzeptanz steigt nicht nur im klassischen Einzelhandel, sondern auch in Bäckereien, Kiosken und an Verkaufsautomaten. Parallel dazu sinken die durchschnittlichen Beträge pro Zahlung. Über alle girocard-Transaktionen hinweg lag der Durchschnittswert 2025 bei 37,25 Euro und damit rund 1,60 Euro unter dem Vorjahresniveau.

Kontaktloses Bezahlen ist dabei zur Regel geworden. Im Dezember 2025 wurden knapp 88,5 Prozent aller girocard-Zahlungen ohne physischen Karteneinsatz abgewickelt. Neben der kontaktlosen Plastikkarte kommen zunehmend Smartphones und Smartwatches zum Einsatz. Die digitale girocard ist sowohl über Banking-Apps als auch über Wallet-Lösungen auf iOS und Android verfügbar und wird vor allem bei kleineren Beträgen genutzt.

Apple Pay und Apps gewinnen an Bedeutung

Besonders deutlich zeigt sich der Trend bei den Sparkassen. Mit der Sparkassen-Card wurden 2025 insgesamt 4,6 Milliarden girocard-Zahlungen durchgeführt. Das entspricht 56 Prozent aller girocard-Transaktionen und einem Plus von 8,8 Prozent gegenüber 2024. Der damit erzielte Umsatz belief sich auf 161 Milliarden Euro. Der durchschnittliche Bon sank auch hier weiter auf 34,98 Euro.

Nahezu alle Zahlungen erfolgten kontaktlos. Der Anteil lag bei rund 94 Prozent. Fast ein Viertel aller girocard-Zahlungen der Sparkassen wurde bereits mit einer digitalen Karte ausgeführt. Dazu zählen Zahlungen per App „Mobiles Bezahlen“ sowie über Apple Pay auf dem Smartphone oder der Smartwatch. Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung von Apps als zentrale Schnittstelle für mobiles Bezahlen.

Parallel arbeitet die Deutsche Kreditwirtschaft an der technischen Weiterentwicklung der girocard. Geplant sind unter anderem Zahlungen direkt in Händler-Apps sowie vorab genehmigte Abbuchungen für Buchungen mit variablem Betrag. Damit soll die girocard auch im mobilen und appbasierten Zahlungsumfeld eine Alternative zu internationalen Bezahldiensten bleiben.

Der Beitrag girocard soll stärker in Apps und mobile Zahlungen eingebunden werden erschien zuerst auf iphone-ticker.de.

Blog

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *