In der Vergangenheit gab es bereits einige Apple-bezogene Filme, die sich vor allem um den früheren Apple-CEO und -Gründer Steve Jobs drehten. Nun meldet sich der öffentlich-rechtliche Sender SWR und stellt mit „Die Apple Story – Eine Vision verführt die Welt“ eine neue und dreiteilige Dokuserie vor, die ab dem 26. März 2026 in der ARD Mediathek zu finden sein wird.
Die Serie nimmt ihren Ausgangspunkt am 1. April 1976, dem offiziellen Gründungsdatum von Apple. Für den jungen Steve Jobs war der Computer von Anfang an mehr als ein technisches Gerät: Er sah darin ein Instrument der persönlichen Befreiung, einen Alltagsgegenstand wie ein Bleistift oder eine Gitarre. „Ein Fahrrad für den Geist“ nannte Jobs seine Vision. Dass das Unternehmen diese Idee in starke Bilder zu übersetzen verstand, bewies es 1984 mit einem der berühmtesten Werbespots der Fernsehgeschichte, der Apple als Rebellen gegen das IBM-Establishment inszenierte.
Die Dokumentation zeichnet anschließend Apples wechselhafte Geschichte nach: Den triumphalen Macintosh-Launch, Jobs‘ dramatische Entlassung aus dem eigenen Unternehmen, seine Jahre bei NeXT und Pixar sowie die spektakuläre Rückkehr an die Konzernspitze. Als Höhepunkt dieser Entwicklung gilt die Vorstellung des iPhones, das Zukunftsforscher Tristan Horx laut SWR „die Menschheit fundamental verändert hat“.
Deutsche Apple-Bezüge und unbequeme Fragen
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf bislang wenig beleuchteten deutschen Bezügen zur Apple-Geschichte. So prägte der Schwarzwälder Designer Hartmut Esslinger mit seiner „Snow White“-Designsprache das Erscheinungsbild des Unternehmens maßgeblich, während der Typograf Erik Spiekermann bekannte Schriften für Apple entwickelte. Ergänzt werden diese Perspektiven durch Interviews mit amerikanischen Insidern wie Andy Cunningham, einer frühen Wegbegleiterin von Jobs, Andy Hertzfeld, dem Hauptentwickler des ersten Macintosh, sowie Daniel Kottke, einem ehemaligen Mitbewohner und engen Mitarbeiter von Jobs.
Doch die Serie beschränkt sich nicht auf Nostalgie: Sie stellt auch unbequeme Fragen an die Gegenwart. Alicia Joe, einst als Beauty-Youtuberin gestartet, dreht heute Videos über Social-Media-Sucht. Politikerin Marina Weisband nutzt digitale Werkzeuge für demokratische Bildung, warnt aber zugleich vor Suchtpotenzial, ständiger Erreichbarkeit und dem Zwang zur permanenten Kommunikation. Aus dem Instrument der Befreiung, so der Subtext, könnte längst ein Kontrollinstrument geworden sein.
„Die Apple-Story – Eine Vision verführt die Welt“ ist ab dem 26. März 2026 in der ARD Mediathek verfügbar. Die erste Folge der Doku-Reihe läuft auch am 30. März 2026 im linearen Fernsehen um 23.30 Uhr in der ARD. Produziert wurde die dreiteilige Serie als Koproduktion des SWR, NDR und HR in Zusammenarbeit mit Spiegel TV.
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