Die Rundfunkanstalten der ARD wollen künftig KI verwenden, um auch während ihrer gemeinsamen Abend- und Nachtsendungen regionale Wetter- und Verkehrsinformationen anbieten zu können. Betroffen sind die Formate „Pop – Die Abendshow“ und „Popnacht“, die bislang bundesweit einheitliche Serviceinformationen ausgespielt haben.

Als Starttermin für das neue System ist der 3. März vorgesehen. Von diesem Tag an sollen Hörer auch in den späten Programmstunden, wenn keine regionalen Sendungen mehr laufen, auf ihre Empfangsregion zugeschnittene Hinweise erhalten.

Bild: SWR / Patricia Neligan

KI-Stimmen ersetzen Sprecher

Das KI-gestützte System soll mit der Problematik aufräumen, dass in den gemeinsamen Abend- und Nachtstrecken der Sender üblicherweise mehrere Programme zugleich von nur einer Person moderiert werden. Daran sei es bisher gescheitert, regionale Wetter- und Verkehrsmeldungen einzubinden. Die neue Technik soll es nun ermöglichen, dass zur vollen Stunde regionale Verkehrsmeldungen und zur halben Stunde kombinierte Wetter- und Verkehrsinformationen für jedes beteiligte Gebiet ausgespielt werden.

Nach Angaben der ARD erzeugt das System hierfür automatisiert regional unterschiedliche Sprachansagen. Diese seien so gestaltet, dass sie sich in das jeweilige Klangbild der einzelnen Popwellen einfügen.

Redaktionelle Verantwortung bleibt bestehen

Die ARD betont, dass die redaktionelle Arbeit weiterhin von Menschen übernommen werde. In den Wetter- und Verkehrsredaktionen würden Redakteurinnen und Redakteure die Texte erstellen, prüfen und den einzelnen Regionen zuordnen. Die Technik macht demnach nur den Einsatz von zusätzlichen Sprechern überflüssig.

Das Sprachsystem greift der ARD zufolge dabei auf speziell entwickelte Stimmen zurück, die sich an den Originalstimmen von Moderatoren orientieren. Diese Stimmen seien ausschließlich für diesen Einsatzzweck vorgesehen. Zudem werde jede Ausspielung als technisch erzeugt gekennzeichnet und das System dürfe zudem weder eigenständig formulieren noch Inhalte verändern. In besonderen Gefahrensituationen, etwa bei akuten Verkehrswarnungen, soll weiterhin die Live-Moderation eingreifen.

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