Wer einen Smart Ring trägt, kennt das Problem: Während andere Wearables wie True Wireless-Kopfhörer schon seit Jahren ihre praktischen Ladecases mitliefern, mussten Nutzer und Nutzerinnen des Oura Rings bislang mit einem klobigen, kabelgebundenen Ladegerät vorlieb nehmen. Damit ist seit kurzem Schluss: Mit dem Oura Ring 4 Charging Case hat der finnisch-amerikanische Health-Tech-Anbieter im vergangenen Monat ein lang ersehntes Zubehör auf den Markt gebracht, das das Nutzungserlebnis deutlich vereinfachen soll.

Wir haben euch bereits direkt nach der Vorstellung des Oura Ring 4 Charging Cases in einem News-Artikel über die Neuerscheinung informiert. Zur Veröffentlichung Anfang Januar hatten wir allerdings noch kein Testexemplar vorliegen, das uns nun allerdings mittlerweile erreicht hat. Da ich ich im Dezember des vergangenen Jahres bereits den Oura Ring 4 Ceramic in einem Review genauer unter die Lupe nehmen konnte, wollte ich auch gerne das neue Zubehör des Herstellers ausprobieren.

Wichtig zu wissen: Das Oura Ring 4 Charging Case funktioniert – wie der Produktname es schon vermuten lässt – nur mit der aktuellen Oura Ring 4- und Oura Ring 4 Ceramic-Generation des Smart Rings. Die Generationen eins bis drei von Oura können nicht mit dem Ladecase verwendet werden. Bei der Bestellung heißt es außerdem, genau die Größe auszuwählen, die man auch für den Ring verwendet hat, da die Ladefläche passgenau am Ring angeordnet ist und so auch beim Transport den Smart Ring nicht im Case umherfliegen lässt..

Hochwertige Verarbeitung aus Aluminium und Edelstahl

Das Ladecase selbst kann rückseitig über USB-C aufgeladen werden.

Beim Auspacken des Oura Ring 4 Charging Cases fällt direkt auf: Dieses kleine Gadget ist wirklich hochwertig gestaltet worden. Das Gehäuse besteht aus recyceltem Aluminium mit eloxierter grauer Oberfläche, einem bistabilen Scharnier aus Edelstahl und ist spritzwassergeschützt. Die schützenden Innenpolster aus Silikon sichern den Ring zusätzlich, wenn er gerade nicht getragen wird: So dient das Case gleichzeitig als Aufbewahrungsbox, beispielsweise auf Reisen.

Das kompakte Ladecase mit seinen Maßen von 5,6 x 5,5 x 1,7 cm und einem Gewicht von nur 60 Gramm liefert bis zu fünf vollständige Ringladungen und lässt sich problemlos in einer Hosentasche oder Handtasche verstauen. Je nachdem, wie stark der Smart Ring entladen ist, ergeben sich auch nach meinen ersten Erfahrungen eine mehrwöchige Laufzeit des Oura Rings, ohne dass man eine Steckdose aufsuchen muss. Ich kam mit meinem Oura Ring 4 Ceramic auf etwas mehr als vier Ladungen bei einem fast ganz entladenen Ring. Damit ergibt sich eine rechnerische Laufzeit von etwa drei bis vier Wochen, ohne dass man eine Steckdose aufsuchen muss.

Über Bluetooth jederzeit mit der Oura-App verbunden

Das Oura Ring Charging Case ist wie auch die Ringe selbst in insgesamt zwölf Größen erhältlich.

Sowohl das Ladecase als auch der Ring selbst laden sich in lediglich 90 Minuten vollständig auf. Beim Ladecase erfolgt dies mit dem mittlerweile zum Standard gewordenen USB-C-Anschluss auf der Rückseite des Ladecases. Den Ladestand kommuniziert dabei eine LED an der Vorderseite: Gelb signalisiert eine schwache Restkapazität, weißes Blinken zeigt aktives Laden an, und grünes Dauerlicht bedeutet volle Kapazität.

Das Case lässt sich außerdem über die Oura-App per Bluetooth überwachen, so dass man jederzeit exakte Akkustandswerte beider Geräte im Blick behalten kann. Daher ist es nicht überraschend, dass das Oura Ring 4 Charging Case vor der ersten Verwendung per Bluetooth mit dem iPhone gekoppelt werden muss, ehe es sich an die Arbeit machen kann.

Bemerkenswert ist zugleich, dass die Neuerscheinung eine Schwäche ausgleicht, die Konkurrenzprodukte wie der Samsung Galaxy Ring von Anfang an nicht aufwiesen: Samsungs Smart Ring kam nämlich bereits mit einem Ladeetui auf den Markt. Oura zieht zwar nach einigem Nutzerfeedback mit einem eigenen Ladecase nach, lässt sich dies aber von den Usern nochmals mit 109 Euro bezahlen.

Lohnt sich die Investition?

Das Oura Ring 4 Charging Case bietet zusätzlichen Schutz auf Reisen.

Wenn man bedenkt, dass schon der Oura Ring 4 Ceramic sogar 549 Euro kostet, ist eine zusätzliche Investition von weiteren 109 Euro für das Ladecase durchaus kritisch zu sehen. Auf der anderen Seite bietet das Oura Ring 4 Charging Case einige deutliche Vorteile gegenüber des kabelgebundenen Standard-Ladedocks, die man bereits nach kurzer Zeit kennen und lieben gelernt hat. Vor allem die kabellose Lademöglichkeit und die Möglichkeit der sicheren Aufbewahrung in einem kompakten Case dürfte vor allem Oura Ring-Nutzern und -Nutzerinnen zugute kommen, die viel unterwegs sind, aber nicht jedes Mal das klobige Ladegerät und -kabel samt Ladegerät für die Steckdose mitnehmen möchten. Ich zumindest bin bereits nach wenigen Wochen der Nutzung ein großer Fan des neuen Ladecases geworden.

Das Oura Ring 4 Charging Case ist für 109 Euro auf der Website von Oura erhältlich und kompatibel mit dem Oura Ring 4 sowie dem Oura Ring 4 Ceramic, nicht jedoch mit älteren Generationen. Wie oben bereits erwähnt ist das Ladecase größenspezifisch und muss exakt zur eigenen Ringgröße bestellt werden. Auch bei Amazon ist das Oura Ring 4 Charging Case mittlerweile erhältlich, allerdings dort zum Preis von 112,60 Euro für alle verfügbaren Größen.


Oura Ring 4 Ladeetui (USB-C-Kabel Nicht im Lieferumfang enthalten) – dunkelgrau…
BIS ZU 5 RINGLADUNGEN – Mit bis zu 5 Ladungen können Sie Ihren Oura Ring 4 überallhin mitnehmen, ohne dass Ihnen der Strom ausgehtIMMER IM BILD – Dank eines nahtlosen Ladevorgangs werden jeder Herzschlag, jede Bewegung, jede Minute Schlaf aufgezeichnet. So erhalten Sie dank…

Der Beitrag Oura Ring 4 Charging Case: Endlich hat der Ladekabel-Stress ein Ende erschien zuerst auf appgefahren.de.

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